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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Nur fünf Tage nach dem 1:1 in Bielefeld steht für den Hamburger SV das nächste Top-Spiel auf dem Programm. Am Sonnabend um 13 Uhr gastiert der VfB Stuttgart im Volkspark. Die Schwaben haben einen Punkt Rückstand auf den HSV und aktuell nicht in bester Verfassung. Zwei Niederlagen in Folge gegen Wiesbaden und Kiel zieren die Bilanz. Der HSV ist seit dem Derby gegen St. Pauli ungeschlagen. Das sind vier Partien, davon zwei Siege.

Mit dem VfB Stuttgart kehrt Orel Mangala zurück nach Hamburg. Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison an die Rothosen verliehen war, ist inzwischen an der Elbe vergessen. Adrian Fein nahm seinen Platz schnell ein. In zehn Spielen kam Mangala nur achtmal zum Einsatz, davon vier Mal in der Startformation. „Aufgrund der U21-Europameisterschaft bin in etwas später in die Vorbereitung eingestiegen. In Kombination mit unserem neuen Spielsystem und einer Verletzung war es nicht ganz einfach, schnell in Tritt zu kommen. Ich möchte natürlich so viel wie möglich spielen, weiß aber auch, dass unser Kader gut besetzt ist und man sich deshalb jede Woche neu im Training empfehlen muss“, sagt er. Zum HSV-Spiel meint er. „Es ist keine einfache Aufgabe, in Hamburg zu bestehen. Für uns zählt jetzt nur das Ligaspiel, das wir unbedingt positiv bestreiten wollen. Anschließend beschäftigen wir uns mit dem Pokal-Duell.“

Auf der Pressekonferenz der Hamburger sagte Dieter Hecking: „Wenn man vor der Saison gefragt hätte, wer der absolute Topfavorit ist, dann hätte man der VfB Stuttgart gesagt. Das sage ich nicht, weil ich uns klein machen oder in die Außenseiterrolle schicken will. Von den Grundvoraussetzungen hat der VfB Stuttgart die deutlich besseren Voraussetzungen vor der Saison gehabt als wir, das sieht man auch an den Einkäufen, die sie tätigen konnten. Dass die zwei Niederlagen, die sie nun erlitten haben, im Schwabenland ein bisschen zum Nachdenken angeregt haben, ist normal, weil sie genauso ein großer Verein sind wie der HSV und dort schneller Mal hitziger diskutiert wird. Ich denke, dass es von den Grundvoraussetzungen ein 50-50-Spiel ist. Es kann in beide Richtungen gehen. Beide Mannschaften haben das Potenzial zu gewinnen.“

Zum VfB meinte er: „Ich mag es, wie der VfB Stuttgart spielt: mit viel Risiko behaftet. Tim Walter hat sich einen guten Namen gemacht, wie er seine Mannschaft Fußball spielen lassen will. Das ist in Ballbesitz etwas unorthodox im deutschen Fußball. Aber sie machen es gut und stellen den Gegner damit vor Aufgaben. Davon darf man sich aber nicht stressen lassen, sondern muss die Ruhe behalten und im eigenen Ballbesitz die eigenen Stärken ausspielen. Dort hat der VfB auch viele Räume, die wir sehr gut bespielen können.“

Es ist das erste von zwei Spielen gegen den VfB Stuttgart, denn am kommenden Dienstag kommt es erneut zum Aufeinandertreffen – dann im DFB-Pokal. Das interessiert Hecking jetzt aber erst einmal nicht. Die Frage ist, ob seine Mannschaft bereits reif ist und die Tabellenspitze verteidigen kann. Es wäre ein ganz großer Schritt für die Rothosen.

Ob übrigens Rick van Drongelen am Sonnabend dabei ist, steht noch nicht fest. Der Niederländer hatte am Mittwoch etwas Falsches gegessen und sich nachts übergeben. Am Freitag soll er wieder beim Training sein. Auch Aaron Hunt ist heiß. Hecking: „Zum Pokalspiel wird er sicher eine Option sein, ob es für Samstag schon reicht, werden wir sehen.“

11.Spieltag:
Kiel – Bochum (Fr.)
Darmstadt – Aue
Hamburg – Stuttgart (Sa.,)
Dresden – Bielefeld
Karlsruhe – Hannover
Nürnberg – Regensburg (So.)
Heidenheim – St. Pauli
Osnabrück – Fürth
Sandhausen – Wiesbaden (Mo.)

Tabelle: 1. Hamburg (21 Punkte), 2. Stuttgart (20), 3. Bielefeld (19), 4. Aue (18), … 15. Darmstadt (11), 16. Bochum (9), 17. Dresden (9), 18. Wiesbaden (8)