Lobeca/Michael Raasch
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Zwei richtungsweisende Spiele im Kampf um die Spitze stehen am Sonnabend auf dem Programm. Die Phönix-Reserve (3.) empfängt Eintracht Groß Grönau (5.) und der Sereetzer SV (2.) ist Gastgeber für den SC Rapid (4.). Sollten die Favoriten ihrer Rolle gerecht werden, ginge es ab Platz 4 nach knapp der Hälfte der Saison wohl nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“, denn der Abstand zwischen dem Spitzentrio und dem Rest würde dann bereits 14 Punkte betragen. Betrachtet man außerdem die Torverhältnisse, so ist es schwer vorstellbar, dass dann noch ein weiterer Verein in den Dreikampf eingreifen kann. Am ehesten wäre das wohl der SG Sarau/Bosau zuzutrauen, die auf den SSV Pölitz trifft. Der Tabellenführer aus Eichholz bekommt es mit Hagen Ahrensburg zu tun.

Die Stimmen zu den Spielen:

SV Hamberge – VfL Tremsbüttel (Sa., 14 Uhr, Schulstraße)

Matthias Beeck (SVH): „Mit Tremsbüttel empfangen wir am Sonnabend den nächsten Stormarner Verein. Dass uns nur drei Punkte helfen, sieht man, wenn man die Tabelle betrachtet. Dementsprechend wollen wir zu Werke gehen, um endlich mal wieder einen Sieg zu landen. Die Jungs haben gut trainiert, die Stimmung ist deutlich besser als der Tabellenplatz und wir freuen uns auf das Spiel. Wir erwarten eine routinierte, clevere Gäste-Elf, die über Jahre in der Verbandsliga spielt und gegen die wir über 90 Minuten hochkonzentriert und hellwach sein müssen. Wenn wir es schaffen, uns so zu präsentieren, wie in den letzten Spielen, sollten wir aber nicht chancenlos sein. Wer zum Kader gehören wird, entscheidet auch ein wenig die Erkältungswelle, die uns auch heimgesucht hat.“

1. FC Phönix Lübeck II – Eintracht Groß Grönau (Sa., 16.30 Uhr, Travemünder Allee)

Robertino Borja (EGG): „In den letzten beiden Spielen haben wir zu unkonzentriert und passiv gespielt. Die Jungs müssen wieder an ihre eigene Stärken glauben. Dass wir gegen starke Gegner mithalten können, haben wir schon in der Vergangenheit bewiesen. Beim Tabellendritten wird es nur was, wenn die Jungs wieder eine Schippe drauf legen. Nur mit der richtigen Einstellung nehmen wir was mit.“

Sereetzer SV – SC Rapid Lübeck (Sa., 16.30 Uhr, Berliner Straße)

Florian Germann (SSV): „Nach der überzeugenden Vorstellung letzte Woche in Grönau geht es nun in die Heimspiel-Wochen. Mit Rapid empfangen wir einen spielstarken Gegner im Waldstadion, der an einem guten Tag jeden schlagen kann. Wir sind gewarnt und müssen alles abrufen, um die Punkte in Sereetz zu behalten.“

Christian Arp (SCR): „Durch Sperren, Verletzungen und Urlaub haben wir für Sonnabend nur elf einsatzfähige Spieler. Das kommt während einer Saison natürlich immer mal vor, ist aber natürlich ärgerlich zu diesem Zeitpunkt, weil es diese Saison-Highlights sind, einen von den glorreichen Drei an der Spitze zu ärgern. Also wird es wie zufällig auch letzte Saison in Sereetz beim damaligen 2:2, wohl erneut ein aus Vereinsleben geführter Eintopf aus unserem Herrenbereich werden. Quasi ein Kessel Buntes, das kann schlecht sein wegen geringerer fußballerischer Qualität und fehlender taktischer Flexibilität, kann aber auch gut sein für den fußballerischen Geist, da bin ich selber richtig gespannt. Ein bekannter weiser Fußballtrainer sagte mal, es geht bei 0:0 los und da muss ich sagen, da hat er Recht. An dieser Stelle muss ich auch mal loswerden, dass die Serien der drei Spitzentruppen wirklich imponierend sind, auch wenn dort zum Teil andere Möglichkeiten vorhanden sind, aber trotzdem muss man erst mal so marschieren, meinen Respekt dafür. Ich erwarte am Sonnabend nichts, alles andere ist Bonus.“

SVG Pönitz – Borussia Möhnsen (Sa., 16.30 Uhr, Lindenstraße)

Martin Wagner (SVG): „Nach unserer verrückten Grippewelle vom letzten Wochenende, konnten wir unter der Woche den ein oder anderen Angeschlagenen wieder im Training sehen. Den Kader für Sonnabend, werden wir am Freitag nach dem Abschlusstraining bestimmen und dann Sonnabend hochmotiviert in das Heimspiel gehen.“

Felix Stamer (Möhnsen): „Pönitz hat 14 seiner 18 Punkte zuhause geholt. Das sagt alles über die Schwere der Aufgabe aus, die vor uns liegt. Nichtsdestotrotz wollen wir an die eigentlich gute Leistung aus der 1. Halbzeit des Eichholz-Spiels anknüpfen. Wir schauen auf uns, wollen uns weiter entwickeln und werden sehen, was am Ende dabei heraus kommt.“

SG Sarau/Bosau – SSV Pölitz (Sa., 18 Uhr, Schulstraße)

Jörn Schläfke (SGSB): „Nach zwei Siegen in Folge mit jeweils überzeugenden Leistungen, wollen wir unseren Schwung mitnehmen und auch im Heimspiel gegen Pölitz etwas Zählbares holen. Allerdings wird das nur gelingen, wenn wir wieder mit der gleichen Einstellung und Disziplin wie in den letzten Partien zu Werke gehen, denn ich erwarte einen robusten, kampfstarken Gegner, der in meinen Augen besser ist, als der jetzige Tabellenstand es aussagt.“

Jan-Christian Hack (SSV): „Am Sonnabend gilt es eine harte Nuss zu knacken. In Spielen in der Liga mit der Beteiligung der SG Sarau/Bosau fallen die meisten Tore pro Spiel. In den letzten sechs Partien sogar ein Schnitt von über 6. Ich bin über die Verteilung gespannt.“

Eichholzer SV – SSC Hagen Ahrensburg (So., 14 Uhr, Guerickestraße)

Hanifi Demir (ESV): „Mit der Mannschaft vom SSC erwartet uns eine spielstarke Mannschaft, die Gäste sind mit den bisherigen Ergebnissen sicherlich nicht zufrieden, daher sind wir gewarnt und müssen konzentriert an die Partie rangehen. Wir werden auch am Sonntag den Kader mit 18 Leuten bestücken können und werden alles daran setzen, die drei Punkte in Eichholz zu behalten.“

Carsten Holst (SSC): „Wir fahren zum Tabellenführer und sind ja schon durch eine Überraschung in Sereetz aufgefallen. Dann haben wir uns allerdings auch in einigen Spielen Schwierigkeiten gehabt, die vorher nicht erwartet wurden. Ich freue mich auf das Spiel, für uns gibt es ja nichts zu verlieren. Wir können ja nur gewinnen, wenn wir was mitnehmen. So langsam reisen wir auch wieder mit einer schlagkräftigen Truppe an. Wir haben zwar eine Reihe Rückkehrer, aber ein bis zwei Schlüsselspieler fehlen uns trotzdem, aber das konnten wir bisher ganz gut kompensieren. Nach einer guten Trainingswoche überwiegt bei uns die Freude auf das Spiel und ich bin sehr gespannt. Wir haben Respekt vor dem Gegner, glauben aber nicht, das wir chancenlos sind. Dazu muss aber einiges zusammen kommen.“

SC Rönnau 74 – Leezener SC (So., 14 Uhr, Ton Hus Rönnau)

Thorsten Krämer (SCR): „Ein weiteres richtungsweisendes Derby gegen den Leezener SC steht an. Beide Teams stehen unten in der Tabelle und sind drei Punkte voneinander getrennt, das sagt alles über die Brisanz dieses Spiels aus. Motivation sollte also genug vorhanden sein, um alles für etwas Zählbares zu geben. Wir freuen uns auf ein tolles Spiel.“

Weiteres Spiel:
SSV Güster – SV Schackendorf