Lobeca/Freitag
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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Ein 6:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart geht beim Hamburger SV runter, wie Öl. Die Rothosen schossen die Schwaben in Teil 1 am vergangenen Sonnabend aus dem Volkspark und untermauerten, dass der HSV eine echte Spitzenmannschaft in der 2. Bundesliga ist. Die Tabellenführung wurde verteidigt und sogar gegenüber Stuttgart auf vier Punkte ausgebaut. Lediglich Arminia Bielefeld (1:0 in Dresden) bleibt den Hamburgern auf den Fersen und hat zwei Zähler Rückstand. Für den Abschluss gegen den VfB sorgte Adrian Fein. Der Mittelfeldstratege erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer überhaupt. Danach ließ es seine ganze Freude raus und jubelte zusammen mit Ersatztorhüter Tom Mickel. Das erklärte er so: „Ich bin ja nicht bekannt dafür Tore zu schießen und der Jubel mit Tom Mickel kam zustande, weil er mir irgendwann Mal gesagt hat, dass wenn das der Fall ist, ich dann zu ihm kommen soll. Ich hatte das noch im Hinterkopf. Primär ist das Tore schießen nicht meine Aufgabe, aber wenn sich die Chance bietet, dann muss ich sie natürlich nutzen und Gott sei Dank, hat es geklappt. Das Ergebnis ist natürlich sehr hoch und eindeutig, aber es gab Phasen, da hätte das Spiel auch kippen können. Wenn wir das dritte Tor kassieren, wird es nochmal richtig eklig, auch wenn wir die Klasse haben, so ein Spiel dann trotzdem zu gewinnen. Dennoch müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr hinten reindrängen lassen. Der VfB hat eine extrem hohe Qualität, das wissen wir auch, aber wir müssen da mutig sein. Wir werden die richtigen Schlüsse daraus ziehen und das am Dienstag besser zu machen.“

Der Videobeweis ging einigen richtig auf die Nerven. Hier waren sogar beide Fanlager einer Meinung und die HSV-Anhänger zeigten sich beim nicht anerkannten Treffer der Gäste mit ihnen solidarisch (HL-SPORTS berichtete). Fein meinte dazu: „Beim dritten Tor vom VfB, da hofft man natürlich, dass da was war. Klar ist es immer komisch, wenn man ein Tor schießt – zählt es jetzt oder zählt es nicht. Zwischenzeitlich dachten wir bei unserem vierten Tor dachten wir, dass es aberkannt wird und dann doch anerkannt. Ich denke, dass der Videobeweis ganz gut ist, aber es ist immer schwierig dann mit dem Jubel.“

In zwei Tagen sind die Schwaben wieder da, dann zum DFB-Pokalspiel. Dann werden sie sich vermutlich anders präsentieren. An eine Wiederholung des 6:2-Erfolgs der Hamburger glaubt da niemand. Auch Fein nicht: „Dienstag wird der VfB sich extrem viel vornehmen wird, auch wenn man so eine extrem hohe Niederlage einstecken musste. Sie wollen eine Runde im Pokal weiterkommen, gewinnen und nicht in eine Krise reinrutschen. Da wird viel nachgedacht im Verein und auch die Spieler werden das auch tun. Wir müssen wieder 120 Prozent bringen.“

Der HSV-Plan sieht wie folgt bis dahin aus: Sonntag um 10 Uhr Training/Auslaufen, Montag um 15.30 Uhr Abschlusstraining. Am Dienstag um 18.30 Uhr wird das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart angepfiffen.