Lobeca/Michael Raasch
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Lübeck – Am Donnerstag stand zunächst die Nachholbegegnung zwischen dem SV Hamberge und der SG Sarau/Bosau auf dem Programm. Bis kurz vor Schluss sah Hamberge so aus, als könnte der nächste Erfolg eingefahren werden, bis die SG doch noch zurückschlug und gewann.

Der Eichholzer SV wird am Sonnabend gespannt nach Sereetz schauen, denn dort treffen im absoluten Spitzenspiel zum Ende der Hinrunde mit dem Sereetzer SV und der Phönix-Reserve die beiden direkten Verfolger aufeinander. Die Eichholzer selber greifen erst am Sonntag in Schackendorf in das Geschehen ein.

Das absolute Kontrastprogramm findet in Möhnsen statt, wo der Tabellenletzte auf den Vorletzten Hamberge trifft, der noch die späte Niederlage gegen Sarau/Bosau verdauen muss. Für beide schon fast ein Endspiel im Kampf gegen den Abstieg.

Die Stimmen zu den Spielen:

SV Hamberge – SG Sarau/Bosau 1:2 (1:0)

Matthias Beeck (SVH): „Mit Sarau hatten wir am Donnerstag den erwartet schweren Gegner bei uns zu Gast. Nach einer sehr starken, ersten Halbzeit, mit einer verdienten Führung für uns, sah es bis zur 85. Minute noch zuckersüß aus. Dann kam das Schreckgespenst um die Ecke und erzielte, den dann auch verdienten, Ausgleich. Saures gab es dann, zu allem Überfluss, in der 92. für uns. Eine Niederlage, die wir so einfach nicht verdient hatten. Wir haben es in der 2 Halbzeit einfach versäumt, einen unserer Konter konzentriert und konsequent auszuspielen. Der Druck, den Sarau ausgeübt hat, war schon gewaltig, dennoch haben wir uns mit der gesamten Truppe dagegen gestemmt und aufopferungsvoll gekämpft. Ein Unentschieden wäre, meiner Meinung nach, verdient gewesen, sollte aber nicht sein. Nichtsdestotrotz noch ein süßes Kompliment zum Ende des Tages an meine Truppe. Gut gemacht Jungs, so geht es weiter, dann werden wir auch Erfolge feiern. Jetzt gilt es die Wunden zu lecken und den Blick auf Sonntag zu richten.

Jörn Schläfke (SGSB): „Wir kommen am Donnerstag nicht gut ins Spiel, sind im Spielaufbau zu behäbig und lassen den Ball nicht gut laufen – dazu nutzen wir nicht die Größe des Platzes. Wir haben zwar ein spielerisches Übergewicht, sind aber im letzten Drittel nicht zwingend genug und treffen nicht die richtigen Entscheidungen. Zum Ende der 1. Halbzeit bekommt Hamberge einen Elfmeter zugesprochen, der für mich nicht vertretbar war. Dieser wurde verwandelt und wir gehen mit 0:1 in die Pause. 2. Halbzeit machen wir mehr Druck und drängen auf den Ausgleich – lassen aber unsere guten Chancen aus. Nach einer roten Karte für Hans Reimers spielen wir dann in Unterzahl – doch zu Zehnt stemmen wir uns noch mehr gegen die drohende Niederlage und spielen fast nur noch auf ein Tor. Das wurde belohnt – Lukas Schultz gleicht mit einem feinen Lupfer in der 86. Minute zum 1:1 aus und in der 90. Minute bringt Marvin Obenaus uns mit einem platzierten Schuss aus 14 Metern auf die Siegerstraße. Die Jungs haben gerade zu Zehnt eine super Moral gezeigt, nie aufgesteckt und letztendlich verdient gewonnen – darauf bin ich sehr stolz.“

Sereetzer SV – 1. FC Phönix Lübeck II (Sa., 16.30 Uhr, Berliner Straße)

Florian Germann (SSV): „Am Samstag empfangen wir die Adler-Reserve im Waldstadion. Vom Papier her ein absolutes Spitzenspiel, der 2. empfängt den 3.,ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, welches auch sehr richtungsweisend ist. Um die Schwere des Spiels sind wir uns bewusst, ein qualitativ hochwertiger Gegner wird uns gegenüber stehen, der optional noch verstärkt werden könnte, trotzdem erstarren wir nicht vor Ehrfurcht und wissen, was unsere Truppe im Stande ist abzurufen. Natürlich möchten wir die Punkte im Dorf behalten, wenn die Mannschaft ihr Potenzial zu 100 Prozent abruft, ist alles möglich. Einen besonderen Leckerbissen haben wir am Spieltag vor Ort. In der Halbzeit verlost Liga Manager Peter Nowottny unter allen Zuschauern zwei VIP Karten für den HSV am 6.12. gegen Heidenheim. Die Gewinner werden mit unserem Manager am 6.12. nach Hamburg in die Loge fahren.“

VfL Tremsbüttel – SG Sarau/Bosau (So., 13 Uhr, Am Gemeindezentrum)

Jörn Schläfke (SGSB): „Ich erwarte mit Tremsbüttel einen unangenehmen Gegner, der sicherlich seine Stärken in einer kompakt stehenden Defensive hat. Allerdings können wir mit unser Siegesserie selbstbewusst auftreten und wollen die nächsten drei Punkte einfahren – wissen aber, dass es keine einfache Aufgabe wird und es keine leichten Spiele gibt.“

SV Schackendorf – Eichholzer SV (So., 14 Uhr, Am Sportplatz)

Sebastian Wenchel (ESV): „Sonntag in Schackendorf spielen wir schon den Abschluss der Hinrunde, ging schnell. Sicherlich gibt es am Wochenende interessantere Spiele in unserer Liga. Wir werden versuchen, unsere Erfolgsserie fortzusetzen und die drei Punkte mit zurück nach Lübeck zu bringen.“

Eintracht Groß Grönau – SC Rönnau 74 (So., 15 Uhr, Am Torfmoor)

Robertino Borja (EGG): „Wir wollen am Sonntag wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Zuhause erwarten wir Rönnau, ein Team das man nicht unterschätzen darf. Wir müssen auf uns schauen und unsere eigenen Hausaufgaben machen, dann bleiben die drei Punkte auch in Grönau.“

Thorsten Krämer (SCR): „Am Sonntag geht es zur Eintracht nach Groß Grönau, dem derzeitigen Tabellensiebten. Für mich ein besonderes Spiel, denn ich habe dort selber lange Jahre gespielt. Von daher ist unsere Mannschaft natürlich besonders gefordert. Nach dem letzten Sieg wollen wir den Rückenwind und die positive Stimmung mitnehmen, um auch bei der Eintracht zu punkten. Gegen körperlich starke Grönauer keine leichte Aufgabe.“

SSC Hagen Ahrensburg – SVG Pönitz (So., 15 Uhr, Hagener Allee)

Carsten Holst (SSC): „Sieg ist für mich Pflicht, auch wenn wir nach dem guten Spiel in Eichholz mal wieder Probleme haben. Wir mussten ganz früh Niklas Stock auswechseln und zur Halbzeit Rico Pohlmann, das heißt es fehlen zwei Offensivkräfte, die auch beide nicht eingesetzt werden können am Sonntag. Das kennen wir eigentlich schon die ganze Saison. Was prägend war für alle bisherigen Spiele waren ständig wechselnde Formationen, immer wieder Substitutionszwang. Wir wollen wieder mal gewinnen, das brauchen wir auch für die Stimmung und das werden wir so angehen. Über den Gegner kann ich nicht viel sagen, aber ich habe den Eindruck, das es eine kampfstarke Mannschaft ist, sind ja auch fast Tabellennachbarn. Wir freuen uns auf das Spiel trotz aller widrigen Umstände.“

Martin Wagner (SVG): „Auf uns wartet ein schweres Auswärtsspiel, gegen eine gestandene Verbandsliga-Mannschaft. Wir müssen auf dem Platz alles abrufen und alles geben, um in Ahrensburg bestehen zu können. Wir werden dieses Mal mit dem Bus anreisen und ein paar Fans im Gepäck mitbringen.“

Christian Born (SVG): „Ahrensburg war für mich zu Beginn der Saison ein Favorit auf den Aufstieg. Sie sind dieses Jahr aber eher eine Wundertüte, wie wir auswärts auch. Wir fahren nicht nach Ahrensburg, um eine Kerze im Sechzehner anzuzünden und zu hoffen. Wer mehr als 100 Prozent gibt, wird am Ende die Punkte haben.“

Borussia Möhnsen – SV Hamberge (So., 15 Uhr, Schwarzenbeker Straße)

Felix Stamer (Möhnsen): „Das letzte Aufeinandertreffen mit dem SV Hamberge war ein wahrer Aufstiegskrimi – jetzt ist es ein wahrer Abstiegskrimi. Beide Teams sind in der Pflicht zu punkten – das verspricht wieder ordentliche Brisanz. Unsere Trainingswoche war hervorragend – jeder hat sich für die Startelf angeboten. Ich habe die Qual der Wahl.“

Matthias Beeck (SVH): „Wir fahren nach Möhnsen und stehen, genau wie unser Gegner, natürlich wieder unter Zugzwang. Ein besonderes Spiel ist es eigentlich nur, weil wir gegen Möhnsen zwei hart umkämpfte, aber sehr faire Relegationsspiele hatten und wir tatsächlich von Augenhöhe sprechen können. Wir werden versuchen, dort drei Punkte zu entführen, um den Abstand ans rettende Ufer nicht zu verlieren. Nachdem sich heute doch der ein oder andere einen Flicken eingefangen hat, müssen wir sehen, wer zur Verfügung steht. Die Kurzurlauber, die heute aufgrund der in meinen Augen unglücklichen Ansetzung nicht dabei sein konnten, stehen dann wieder zur Verfügung.“

SC Rapid Lübeck – SSV Pölitz (So., 15.30 Uhr, Waisenallee)

Christian Arp (SCR): „Wenn wir die gleiche Einstellung an den Tag legen wie vergangenes Wochenende, dann bin ich optimistisch, dass wir punkten und uns im oberen Drittel weiter festsetzen können.“

Weiteres Spiel:
Leezener SC – SSV Güster