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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – 1:1 – Sieg verschenkt. Der Hamburger SV hat beim SV Wehen Wiesbaden wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg in die 1. Liga liegengelassen. So fiel auch das Resümee von Cheftrainer Dieter Hecking danach aus: „Aus unserer Sicht ist es ein unbefriedigender Nachmittag. In der ersten Halbzeit hatten wir gegen einen gut organisierten Gegner Schwierigkeiten, unser Spiel durchzubringen. Wir haben zu langsam gespielt. Wir hatten zwar ein bis zwei Torchancen, aber die hatte Wehen Wiesbaden auch. Deshalb denke ich, dass zur Halbzeit beide Mannschaften mit dem 0:0 leben konnten. Und was wünscht man sich dann mehr, als in der zweiten Halbzeit früh in Führung zu gehen. Das ist uns gelungen und danach hat man gesehen, dass wir es verpasst haben das 2:0 zu machen und dadurch Wegen mehrfach am Leben gelassen haben. Wenn du eine Vielzahl von klarsten Torchancen liegen lässt, dann ist es meistens so, dass du noch den Ausgleich kassierst. Etwas negativ muss ich herausstellen, dass wir trotz der Überzahl ohne Not hinten heraus hektisch wurden. Da hat man gesehen, dass ein Stück weit noch die Reife fehlt, so ein Spiel mit 1:0 nach Hause zu bringen. So muss man sich am Ende richtig ärgern, dass wir hier nicht die drei Punkte mitgenommen haben. Aufgrund eines kämpferischen Einsatzes von Wehen Wiesbaden ist der Punkt für sie nicht unverdient.“

Der 55-Jährige sprach nach dem fulminanten 6:2-Erfolg gegen den VfB Stuttgart davon, dass man den Aufstieg nicht gegen die Top-Mannschaften klar macht, sondern in den Begegnungen gegen die vermeintlich Schwächeren. Das hat am vergangenen Sonntag nicht gut funktioniert.

Die Konkurrenz dagegen holte auf. Bielefeld (2:1 gegen Kiel) ist nun punktgleich mit dem HSV, der dank des besseren Torverhältnisses an der Spitze der 2. Bundesliga steht. Stuttgart hat die Durststrecke von zwei Nullern in Folge überwunden, Dresden mit 3:0 auf den letzten Tabellenplatz geschossen und steht mit 23 Zählern nur noch zwei Punkte hinter den Hamburgern und Bielefeldern weiterhin auf Rang drei. Es bleibt also weiter spannend. Die Rothosen müssen am kommenden Sonnabend bei Holstein Kiel antreten. Da ist Wiedergutmachung aus der Vorsaison angesagt. Beide Partien gegen die „Störche“ wurden verloren.