Alsterland gewinnt dank erneutem Post-Dreierpack – Hartenholm II bezwingt Aufsteiger

Dritter Spieltag steht vor der Tür

Die FSG Alsterland und der Bargfelder SV duellierten sich am Donnerstagabend. Es war ein intensives Duell, mit einem knappen Ende. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Sülfeld – Der zweite Spieltag in der Kreisliga Südwest erstreckte sich vom Dienstag bis zum gestrigen Donnerstag. Es wurde eine Menge geboten, sodass es viele Tore und spannende Duelle gab. Ein packendes Duell in Seth beendete den Spieltag und machte direkt Lust auf mehr. Das Warten hält nicht lange an, denn der dritte Spieltag steht direkt vor der Tür.

SV Sülfeld – TuS Hartenholm II 0:3 (0:1)

Der SV Sülfeld stieg im vergangenen Jahr über die Aufstiegsspiele in die Kreisliga auf. Man überzeugte in den beiden Duellen gegen die weiteren Vizemeister und machte daher den Sprung eine Spielklasse höher, doch es sollte einen Nachteil haben. Eine deutlich kürzere Sommerpause stand an. Es ging nur wenige Wochen später schon wieder los, doch ohne Torjäger Robin Geller. Dieser fehlte die gesamte Vorbereitung sowie in den ersten Pflichtspielen aufgrund einer Schulterverletzung. Daher musste man erneut auf diesen verzichten. Im ersten Spiel unterlag der Aufsteiger dem SV Henstedt-Ulzburg, einem der Top-Favoriten auf den Aufstieg, mit 0:3, sodass die Hoffnung für das erste Heimspiel groß war. Zu Gast war mit dem TuS Hartenholm II eine junge Truppe, die sich am ersten Spieltag gegen die FSG Alsterland (3:6) geschlagen geben musste. Dennoch zeigte man dort einen guten Auftritt und bestrafte durch hohes Pressing gnadenlos die Fehler des Gegners. Dies wollte man nun erneut tun, wobei man auf Leon Novak, den Doppelpacker aus dem ersten Spiel, hoffte. Dieser kam gewohnt über die Außenbahn.

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In der Anfangsphase gab es wenige Highlights. Beide Mannschaften tasteten sich ab, wobei Hartenholm etwas aktiver war. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Hartenholm drängt auf die Führung

Hartenholm übernahm früh die Kontrolle auf dem B-Platz in Sülfeld. Man ging vorne drauf und war aktiver, doch noch ohne richtig zwingend zu werden. Die Anfangsphase war eher von Verletzungsunterbrechungen geplagt, sodass der besagte Novak bereits früh behandelt und später sogar ausgewechselt werden musste. Das Spiel war von Ungenauigkeiten geprägt, sodass es kein ansehnlicher Kick sein sollte. Nach knapp 20 Minuten fuhr sich das Spiel etwas hoch, sodass es nun auch Torchancen gab. Zunächst waren es eher Halbchancen, bei denen sich Verteidiger des SVS hineinwarfen, sodass immer wieder ein Fuß dazwischen war oder aber die Präzision fehlte. In der 22. Minute verzeichnete die Zweitvertretung dann mal eine Riesenchance, als Jarred Neubert auf halbrechts aus kurzer Distanz an Torhüter Lars Schröder scheiterte. Zwei Minuten später näherte sich Noel Kuberka an. Es war ein Spiel auf ein Tor, in dem die Landesliga-Reserve deutlich aktiver und spielbestimmend war. Sülfeld kam zu kaum Offensivszenen und blieb in der ersten Hälfte ungefährlich. Der eingewechselte Ebuka Obimdike zog knapp am langen Eck vorbei und vier Minuten später trat Kapitän Tobias Möller einen Freistoß auf das Tor, wo Schröder zur Stelle war. Zehn Minuten vor dem Ende belohnte sich die spielbestimmende Gastmannschaft, als Max Zastrow (35.) frei vor dem Tor abzog und zur Führung traf. Es war hochverdient und gleichzeitig der Pausenstand.

Zwei Joker treffen

Im zweiten Durchgang war es ein ähnliches Bild, denn Hartenholm kontrollierte klar das Geschehen. Sülfeld mühte sich und kam kaum zu klaren Torchancen. Trainer Timo Novak sagte: „Wir haben am Anfang noch etwas zu viele lange Bälle gespielt. Hatten trotzdem viele Torchancen und das Spiel beherrscht. Wir haben extrem viele zweite Bälle gewonnen und viele Standards herausgeholt. Nach der roten Karte (direkt nach unserem 2:0) haben wir es sehr gut gemacht. Wir haben den Ball klasse laufen gelassen und ein wunderschönes 3:0 erzielt. Vom Torwart bis zum Torabschluss im Fünfmeterraum, ohne dass der Gegner den Ball berührt hat. Wir haben im ganzen Spiel nur eine echte Torchance zugelassen. Dementsprechend bin ich sehr zufrieden und kann von einem verdienten Sieg sprechen.“ Sülfelds Sebastian Hoppe sah für eine Beleidigung die Rote Karte. Es war am Ende eine klare Angelegenheit, auch wenn es zwischenzeitlich so schien, als könnten die Hausherren nochmal ins Spiel finden. Dies hatte sich mit dem Treffer von Dennis Selininsky (68.) allerdings erledigt. Maurice Schiemann (86.) erzielte das von Coach Novak beschriebene dritte Tor. Es war das zweite Jokertor, sodass der Coach ein goldenes Händchen bewies.

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Jubel beim TuS Hartenholm II nach dem Treffer. Foto: Lobeca/Niklas Runne

FSG Alsterland – Bargfelder SV 3:2 (1:2)

Die FSG Alsterland startete mit einem 6:3-Sieg gegen den TuS Hartenholm II in die neue Saison. Es war ein verdienter Sieg, bei dem allerdings noch längst nicht alles so lief, wie man es sich wünscht. Individuelle Fehler waren es zu viele, außerdem fehlte ihnen die Ordnung. Das frühe Pressing des Gegners stellte den Verbandsligaabsteiger vor Herausforderungen. Nun stand das erste Heimspiel der Saison an und zu Gast war der Bargfelder SV. Dort wollte man vor allem in der Defensive wieder mehr Ruhe reinbekommen. Bargfeld forderte einen konzentrierteren Auftritt gegen den Ball. Auf Seiten der FSG startete mit Nico Post der Dreierpacker vom ersten Spieltag. Dieser agierte als einzige Spitze und sollte direkt wieder zeigen, dass er ein Unterschiedsspieler in dieser Liga sein kann. „Wir haben gut angefangen in den ersten 15 Minuten. Das 1:0 resultiert aus einem Fehler, aber von Nico ist das bockstark, dass er da raufpresst“, verriet FSG-Coach Harjas Ahluwalia. Bereits am Sonntag startete man gut in die Partie, doch verlor anschließend den Faden. Nun war es erneut der Fall, sodass man das Spiel aus der Hand gab: „Dann verlieren wir komplett die Rolle, wie auch gegen Hartenholm. Eine Führung gibt uns aktuell keine Sicherheit. Das machen die Gegner dann geschickt, pressen immer höher, weil sie merken, dass wir dort unsicher sind.“

Alsterland verliert die Kontrolle

Bargfeld wurde aktiver und stärker. Das Spiel ging nun vermehrt in die Richtung des FSG-Tores. Tim Richter (26.) und Aschkan Feizi (36.) drehten das Spiel, sodass es mit einer Bargfelder Führung in die Pause ging. Es musste sich etwas ändern bei Alsterland, die im ersten Heimspiel zurück ins Spiel finden wollten. Ahluwalia sagte: „In der Halbzeit nehmen wir ein paar Umstellungen vor. Wir wollten das Spiel etwas anders spielen, aber im selben System, aber sauberer und einfacher. Das gelingt uns gut, denn ich glaube, die zweite Hälfte dominieren wir komplett mit einem strukturierten Ball nach vorne.“

Heimelf kommt gut aus der Pause

Alsterland bekam wieder mehr Kontrolle und wurde zwingender. Vor allem Torschütze Post hatte seine Füße immer wieder im Spiel. So setzte er drei Minuten nach Wiederbeginn einen Freistoß an den Außenpfosten. Kurz darauf war es ein Kopfball, den der Stürmer allerdings nicht kontrolliert bekam, sodass er knapp vorbeiging. Bargfeld setzte leichte Nadelstiche, wurde allerdings nicht mehr zwingend. Nach etwas mehr als einer Stunde fiel dann der verdiente Ausgleich. Ein langer Ball fand Post (63.), der diesen festmachte und eiskalt traf. Es war wieder alles auf Null und das Momentum war auf Seiten der Hausherren gerückt. In einem intensiven und hart umkämpften Spiel sollten es viele lange Bälle sein, die für Gefahr sorgten. Sieben Minuten vor dem Ende war es dann mal wieder ein Umschaltmoment der Gäste, denn der Flügelspieler entwischte dem Verteidiger, doch der Pass in die Mitte wurde abgefangen.

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Es war ein intensives Duell zwischen der FSG Alsterland und Bargfeld. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Post schnürte den Dreierpack

Stattdessen kam drei Minuten nach dem Umschaltmoment der Steckball durch die Mitte, sodass Post (86.) den Ball ins lange Eck schob. Es war nicht nur sein dritter Treffer des Tages, sondern gleichzeitig auch der Siegtreffer für Alsterland. Im Anschluss verpassten die Segeberger eher die Vorentscheidung als Bargfeld den Ausgleich. Die Stormarner hatten in den letzten Minuten zwar Annäherungen, doch so richtig gefährlich wurde es nicht. So brachte die FSG die späte Führung über die Zeit und fuhr den Sieg ein. Der siegreiche Coach sagte: „Ich glaube, über 90 Minuten haben wir es wirklich verdient. Das war heute wirklich Kampf und Leidenschaft. Die Bank, Startelf und Zuschauer haben alle mitgezogen, also ein echt geiles Spiel für einen Donnerstagabend.“ Die Leidenschaft und der Kampf waren für Ahluwalia besonders hervorzuheben. Dies machte ihn stolz: „Im zweiten Durchgang gefiel mir alles. Das Spielerische, die Einstellung, die Leidenschaft, aber über 90 Minuten, dass du dann bei einem Rückstand dich so in der Kabine ans Herz packst, die Mannschaft untereinander auch und so viel Herz auf dem Platz lässt, ist definitiv ein riesiger Grund, dass wir gewonnen haben.“

Bargfeld belohnt sich nicht

Bargfeld-Coach Michael Burg sah ebenfalls einen guten Auftritt seiner Mannschaft, auch wenn es am Ende erneut keine Punkte gab: „Nach den anfänglichen Anlaufschwierigkeiten am Donnerstagabend in Seth haben wir gezeigt, was in uns steckt: Wir waren druckvoll, aggressiv und haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Leider wurden wir am Ende für unseren Aufwand nicht belohnt und mussten eine unglückliche Niederlage hinnehmen.“

Ausblick auf den 3. Spieltag

SV Henstedt-Ulzburg – SSV Großensee (Sa., 14 Uhr)

Der SV Henstedt-Ulzburg haderte am Mittwochabend mit einer schwachen ersten Hälfte. Beim Leezener SC geriet der Titelfavorit in der ersten Hälfte bereits mit 0:3 in Rückstand, sodass es gegen leidenschaftlich verteidigende und kompakte Hausherren eine ganz schwere Aufgabe werden sollte. Man kam zwar auf 1:3 zurück, doch kassierte kurz darauf das vierte Gegentor, wodurch die Partie entschieden war. So verlor man mit 2:4 an der Hamburger Straße. Dieses Spiel muss schnell aus den Köpfen bekommen werden, denn am Sonnabend steht bereits die nächste Aufgabe an. Es ist das zweite Heimspiel, in dem man, wie bereits in der Vorwoche gegen den SV Sülfeld (3:0), erneut erfolgreich sein möchte. Dazu muss man gegen den SSV Großensee eher an die zweiten 45 Minuten anknüpfen. Trainer Keven Bostelmann sagte: „Vom Einsatz her müssen wir es machen, wie am Mittwoch in der zweiten Halbzeit. Spielerisch müssen wir uns um drei Klassen drehen. Großensee hat sich punktuell verstärkt, aber ich denke, dass wir vor niemandem Angst haben müssen, wenn wir unser Spiel spielen. Aber wenn wir uns so verkaufen wie heute, dann wird es trotzdem nichts, weil die Kreisliga nicht so schlecht ist, wie alle denken.“

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Der SVHU möchte an der zweiten Hälfte vom Spiel am Mittwoch anknüpfen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Großensee reist mit Leichtigkeit zum Favoriten

Der SSV Großensee ist allerdings keineswegs schlecht gestartet. Großensee startete mit vier Punkten aus zwei Spielen, wobei man in beiden Spielen spielbestimmend und über weite Strecken offensivstark war. Neun Tore in den beiden Spielen verdeutlichen dies, doch gleichzeitig gab es auch noch einige Verbesserungspunkte, an denen man arbeiten muss. So fiel ihnen gegen Möhnsen am Dienstagabend zwischenzeitlich zu wenig ein. Erst spät rettete Max Kischkat seiner Mannschaft einen Punkt. Bitter war allerdings, dass mit Defensivmann Kevin Krüger ein Spieler am Sonnabend gesperrt fehlen wird. Vor dem Duell an der Theodor-Storm-Straße sagt SSV-Coach Sascha Bartlakowski: „Morgen spielen wir gegen einen der Meisterschaftsfavoriten und haben somit natürlich ein schweres Spiel vor der Brust. Trotzdem gehen wir relativ entspannt ins Spiel, da Punkte gegen einen solchen Gegner nicht gerade eingeplant sind. Vielleicht können wir aufgrund dieser Leichtigkeit eine Top-Leistung abliefern und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herausspringt.“ Die Bilanz zwischen den beiden Mannschaften ist relativ ausgeglichen, wobei der SVHU knapp die Nase vorn hatte. In sechs Spielen gab es drei Siege für die Segeberger sowie zwei Siege des SSV Großensee. Einmal endete die Partie Remis. In der vergangenen Saison waren es zwei deutliche Angelegenheiten, denn im Hinspiel setzte sich SVHU mit 5:0 durch. Zu Hause hieß es am Ende 6:2.

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VfB Lübeck

TSV Trittau II – FSG Alsterland (So., 12 Uhr)

Der TSV Trittau II hat unter der Woche spielfrei gehabt. Die ursprünglich geplante Partie gegen den SV Eintracht Segeberg wurde verlegt und somit hatte man etwas länger Zeit, um die Niederlage aus dem ersten Spiel aufzuarbeiten. Dort unterlag die Zweitvertretung dem TuS Hoisdorf mit 2:5, trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung im ersten Durchgang. Man ließ sich nach dem Seitenwechsel von den schnellen Offensivspielern des Gegners überrennen, sodass es am Ende doch noch eine deutliche Niederlage gab. Nun steht direkt das nächste schwierige Spiel an, denn mit der FSG Alsterland kommt ein starker Gegner. Dort wird man sicherlich erneut aus einer stabilen Defensive heraus spielen und versuchen, über Umschaltmomente gefährlich zu werden. Dabei könnte Alexander Agne wieder eine wichtige Rolle spielen, denn dieser verfügt über ein hohes Tempo. Zudem gab es zuletzt dreifache Unterstützung aus dem Verbandsligakader in Person von Bastian Fitzner, Till Schwarz und Felix Scheer. Nun vor dem zweiten Saisonspiel sagt Trainer Sören Metzner: „Der Kader sieht um zwei Personen besser aus als noch letzte Woche gegen Hoisdorf. Wir sind ein bisschen mehr, denn der ein oder andere kommt jetzt aus dem Urlaub zurück. Das lässt mich hoffen, aber ich muss gleichzeitig auch sagen, dass der Gegner wieder der ganz klare Favorit ist.“

Alsterland muss etwas improvisieren

Die FSG Alsterland startete mit zwei Siegen und neun erzielten Toren. Dabei glänzte vor allem einer mit zweimal drei Toren. Metzner sagte zum Gegner: „Gerade mit dem Auftakt, den sie da hingelegt haben und der Post, der anscheinend in einer überragenden Form ist, werden das große Herausforderungen sein. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel. Es ist wieder ein Heimspiel und meine Mannschaft und ich werden möglichst positiv aggressiv und motiviert in das Spiel gehen, um dort das Bestmögliche rauszuholen. Ich sehe den Gegner wie auch zuletzt gegen Hoisdorf als Favorit, weshalb wir schauen, was dort drin ist. Aber es werden irgendwann Gegner kommen, die auch auf unserer Augenhöhe sind. Ich freue mich trotzdem sehr auf das Spiel und wir schauen mal, was der Spieltag so mit sich bringt.“ Doch trotz der maximalen Punktausbeute gab es für die Segeberger durchaus auch noch Luft nach oben. In beiden Spielen wurde nach einer frühen 1:0-Führung der Faden verloren, sodass man zwischenzeitlich sogar ins Hintertreffen geriet. Das hohe Pressing von Gegnern bereitet ihnen Schwierigkeiten, sodass es dort durchaus noch Arbeit gibt. Das Spiel am Sonntag in Trittau wird erneut kein einfaches, doch erneut gegen eine Mannschaft, die potenziell sich eher in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet. Vor diesem Spiel sagt FSG-Coach Harjas Ahluwalia: „Es ist schwierig einzuschätzen, ähnlich wie Hartenholm, denn es kommt darauf an, was sie sich aus der Ersten holen, denn die haben spielfrei. Wir gehen mit einem kleineren Kader dorthin, also von unserem Offensivspiel werden wir etwas abweichen müssen. Wir werden den Kampf annehmen müssen und dann könnte es eine Kopie vom Hartenholm-Spiel werden, nur dass ich Trittau noch ein bisschen zweikampfintensiver erwarte und dort müssen wir komplett gegenhalten.“

VfL Oldesloe – SV Borussia Möhnsen (So., 15 Uhr)

Der VfL Oldesloe startete mit zwei Niederlagen in die neue Kreisligasaison. Der Verbandsligaabsteiger hat nach dem Neuanfang sich sicherlich mehr erhofft, auch wenn man realistisch sein muss. Die Mannen aus der Kreisstadt haben zum Start eine deutliche 1:7-Niederlage gegen den SSV Großensee hinnehmen müssen. Dabei war man defensiv teils überfordert. Offensiv gab es gute Ansätze über die schnellen Stürmer. Gegen die SG Bargteheide/Hammoor erhofften sich die Oldesloer eine Steigerung und diese gab es durchaus. Vor allem im ersten Durchgang sollte man nach der 1:0-Führung sogar mehrere gute Möglichkeiten haben, diese auszubauen. Man verpasste es allerdings und musste zudem die Verletzung des auffälligsten Spielers, Michel Falkus, verkraften. Mit seiner Auswechslung schwand die Durchschlagskraft, sodass das Spiel immer mehr kippte und der Gegner am Ende mit 4:2 gewann. Es war eine bittere Niederlage, denn dort war wesentlich mehr möglich. Nun muss dieses Spiel allerdings schnell abgeschüttelt werden, denn am Sonntag geht es bereits weiter. Im Travestadion nimmt man einen neuen Anlauf, doch der Gegner ist in dieser Saison noch ungeschlagen.

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Möhnsen-Coach Martin Krüger möchte von seiner Mannschaft einen besseren Auftritt mit dem Ball sehen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Borussia Möhnsen holte am ersten Spieltag einen Punkt zu Hause gegen den Leezener SC. Man verteidigte dort leidenschaftlich und selbst, als man hinten einmal geknackt wurde, zeigten die Lauenburger eine starke Moral und glichen noch aus. Mittwochabend folgte dann das Auswärtsspiel beim SSV Großensee, wo man erneut überwiegend gegen den Ball arbeiten musste und sich sehr tief hinten reindrängen ließ. Dennoch war man vom Sieg nicht weit entfernt, denn man führte bis in die Schlussminute mit 2:1. Dann kassierten sie allerdings doch noch den Ausgleich. Ein Auswärtssieg in Großensee wäre auch aus Sicht von Coach Martin Krüger zu viel des Guten gewesen, denn der Coach war nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. In beiden Duellen wurde Möhnsen zu passiv und schaffte es zu selten, für Entlastung zu sorgen. Nun in Bad Oldesloe möchte man sicherlich auch mal selbst mehr für das Spiel tun wollen. Dort ist die Krüger-Elf favorisiert und nach zwei Remis zum Start möchte man dort nun auch im dritten Spiel unbesiegt bleiben. Der Cheftrainer sagt vor dem Duell: „Es erwartet uns vermutlich ein anderes Spiel als die beiden Partien zum Auftakt. Darauf werden wir uns gut vorbereiten. Die Mannschaft zieht aktuell im Training und den Spielen sehr gut mit. Wir müssen unsere Einstellung erneut auf den Platz bringen und fußballerisch einen Schritt nach vorne machen.“

Bargfelder SV – SV Sülfeld (So., 15 Uhr)

Im Spiel zwischen dem Bargfelder SV und SV Sülfeld steckt schon eine Menge drin. Beide Mannschaften haben die ersten beiden Spiele verloren und wollen daher zum Abschluss der Englischen Woche den Fehlstart abwenden. Bargfeld musste sich zum Start gegen den Aufsteiger SV Eintracht Segeberg mit 1:3 geschlagen geben, dabei führten die Stormarner sogar mit 1:0. Es war ein Spiel, in dem man durchaus auch die Chance hatte, das Spiel, selbst als der Gegner in Führung ging, wieder auf seine Seite zu ziehen. Diese wurde allerdings nicht genutzt, sodass es am Ende eine Niederlage gab. Auch am Donnerstagabend gegen die FSG Alsterland führte man, diesmal sogar mit 2:1 zur Pause, doch erneut stand der BSV mit leeren Händen da. Es war besonders bitter, denn die Mannschaft von Michael Burg bot ein gutes Spiel. Der Cheftrainer sagt nun vor dem Duell mit der nächsten Segeberger Mannschaft: „Gegen den Aufsteiger Sülfeld wollen wir am Sonntag von der ersten Minute an hellwach sein, mutig auftreten und das Spiel in die Hand nehmen. Wir wollen unseren Gegner früh unter Druck setzen und mit voller Leidenschaft um die drei Punkte kämpfen.“

Sülfeld braucht mehr Ideen

Der SV Sülfeld wartet nach dem Aufstieg noch immer auf seinen ersten Punkt. Beide Spiele wurden verloren, wobei es sechs Gegentore gab. Gegen den SV Henstedt-Ulzburg war man klarer Außenseiter. Die Überraschung blieb aus, doch zwei späte Tore machten das Ergebnis erst so deutlich. Am jüngsten Donnerstag gastierte der TuS Hartenholm II und dort gab es eine weitere 0:3-Pleite. Diese war leistungsgerecht, denn bereits zur Pause hätte man schon höher hinten liegen können. Offensiv kam Sülfeld kaum zur Geltung, verzeichnete in den 90 Minuten gerade einmal einen Torschuss. Es hakt vorne noch massiv, was sicherlich auch daran liegt, dass Torjäger Robin Geller noch weiterhin mit einer Schulterverletzung fehlt. Es braucht mehr Kreativität, was man sich vereinzelt über den auffälligen Marvin Bastian erhofft, doch er allein schafft es auch nicht, die Offensive zu beleben. Ein weiterer Spieler ist Mittelstürmer Sebastian Hoppe, auf dem ebenfalls viel Hoffnung liegt, doch dieser wird am Sonntag in Bargfeld gesperrt fehlen.

TuS Hartenholm II – Leezener SC (So., 15.30 Uhr)

Der TuS Hatenholm II startete gut in die neue Saison. Im ersten Spiel unterlag man der FSG Alsterland mit 3:6, wobei die Mannschaft von Neu-Trainer Timo Novak einen guten Auftritt hinlegte. Vor allem in der ersten Halbzeit wusste die Zweitvertretung zu überzeugen, denn mit dem hohen Pressing provozierten sie Ballverluste des Gegners, die man gnadenlos bestrafte. So führte der TuS nach 0:1-Rückstand mit 2:1. Dennoch gingen sie mit einem 2:3-Rückstand in die Pause. Erst in der zweiten Halbzeit wurde es dann die deutliche Angelegenheit. Novak konnte aus diesem Spiel einige Erkenntnisse sammeln, die man bereits am Donnerstag auf dem Platz beim SV Sülfeld zeigen wollte. Dort war es ein sehr souveräner Auftritt, bei dem man offensiv sich Chancen erspielte und hinten bis auf einen Torschuss nichts anbrennen ließ. Daran möchte man nun anknüpfen, wenn man im zweiten Heimspiel der Saison die nächsten drei Zähler anvisiert. Klar ist aber auch, dass mit dem Leezener SC ein schwieriger Gegner wartet, wo man der Außenseiter ist.

Leezen möchte Leistung vom Mittwoch bestätigen

Am Mittwochabend setzte der Leezener SC schließlich ein dickes Ausrufezeichen. Zur Pause führte die Mannschaft von der Hamburger Straße bereits mit 3:0 und dies gegen niemand Geringeres als den Favoriten SV Henstedt-Ulzburg. Es war ein leidenschaftlicher Auftritt gegen den Ball, denn man agierte diszipliniert und kompakt aus einer Fünferkette heraus. Vorne setzte der LSC Nadelstiche, die eiskalt genutzt wurden. Als der Gegner den Druck erhöhte und verkürzte, drohte das Spiel kurzzeitig etwas zu kippen, doch mit dem 4:1 machte Leezen alles klar. Es gab zwar noch ein weiteres Gegentor, doch selbst in Unterzahl verteidigte der LSC alles weg. Am Sonntag in Hartenholm möchte man nun den zweiten Sieg einfahren, doch dort wird es ein anderes Spiel werden. Trainer Phil Paustian sagt: „Ich erwarte da nun eher eine Mannschaft, die defensiveren Fußball spielt. Da müssen wir einen anderen Gesicht zeigen und einen anderen Matchplan uns ausdenken als am Mittwoch. Wir haben uns eine Grundtaktik ausgedacht und wollen uns einfach immer dem Gegner anpassen und dann kleine Veränderungen vornehmen und auf jeden Gegner reagieren.“

Der 3. Spieltag im Überblick

SG Bargteheide/Hammoor – SV Wahlstedt (Fr., 19.30 Uhr)
Tus Teutonia Alveslohe – Eintracht Segeberg (20 Uhr)
TuS Hoisdorf – Tralauer SV
SV Henstedt-Ulzburg – SSV Großensee (Sa., 15 Uhr)
TSV Trittau II – FSG Alsterland (So., 12 Uhr)
VfL Oldesloe – Bargfelder SV (15 Uhr)
Bargfelder SV – SV Sülfeld
TuS Hartenholm II – Leezener SC (15.30 Uhr)

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