Lübeck – Mit einem 1:0-Sieg über den SV Eichede im Landespokal zog man am Steinrader Damm das große Los, denn mit Holstein Kiel lockte man 1.100 Zuschauer an die heimische Anlage. Zwar verlor man mit 1:6, doch hatte man kaum damit gerechnet, überhaupt die erste Runde zu überstehen. So konnte der FC Dornbreite locker in die SH-Liga gehen und machte gleich im ersten Punktspiel von sich reden. Gegen TuRa Meldorf gelang ein 7:1-Husarenstück und einen obendrauf setzte Neuzugang Selin Sarikoc, der in der 70. Minuten eingewechselte wurde und danach einen lupenreinen Hattrick hinlegte. Der 21-jährige traf in der 75., 77. und 85. Minute gleich dreimal ins Netz. Der FCD setzte sich mit Beginn der Spielzeit an die Tabellenspitze. Diese sahen die Lübecker danach jedoch nicht noch einmal, denn es ging kontinuierlich bis auf Platz 14 bergab. Schwankend waren auch die wöchentlichen Leistungen der Mannschaft, denn so gab es von Woche zu Woche die unterschiedlichsten Ergebnisse. Mal einen Kantersieg, dann wieder eine Klatsche, demnächst ein Remis. Zum Ende der Saison ging der Mannschaft von Trainer Gero Maaß dann völlig die Luft aus. Sieben Niederlagen in Folge ließen sogar den zwischenzeitlich geglaubten Klassenerhalt in Frage stellen und da wurde es richtig eng. Vor dem letzten Spieltag musste man darauf hoffen, dass der Preetzer TSV nicht beim Husumer SV verliert. Vom Papier eine genauso klare Sache, wie der eigene Auftritt beim VfB Lübeck. Nachdem die Preetzer eine schnelle Führung hinlegten, war man auf Dornbreiter Seite auf der Lohmühle zur gleichen Zeit informiert und hatte gute Laune. Diese änderte sich zur Halbzeit als der Widersacher aus Husum das eigene Spiel drehte und mit einer 2:1-Führung in die Pause ging. Man selbst lag 0:1 hinten und musste um den Klassenerhalt das erste Mal zittern. Die Hoffnung aus eigener Kraft in der SH-Liga zu bleiben, machte eine 0:4-Niederlage dahin, also hoffte man auf Preetzer Schützenhilfe. Und die kam in Person von Torven Ziemer. Der Preetzer schoss innerhalb drei Minuten einen 3:2-Sieg bei den Husumern heraus und der FCD war zumindest sportlich gerettet.

In die Verlängerung ging es danach aber trotzdem, denn der SV Eichede durfte nicht aus der Regionalliga absteigen (hier hoffte man auf den Aufstieg in die 3. Liga des VfL Wolfsburg II) oder der VfB Lübeck musste in die vierte Liga aufsteigen. Die Gebete Richtung Wolfsburg blieben ungehört, doch dafür verschaffte grünweiße Stadtnachbar den Kickern vom Steinrader Damm eine weitere Saison in Schleswig-Holsteins höchster Spielklasse.

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Ein auf und ab, was durch die seltsame Informationspolitik des FCD-Vorstands nach Bekanntgabe vom Maaß-Abschied mit Sicherheit nicht noch einmal vorkommen wird. Auch hier dürfte man aus Fehlern gelernt haben. Mit dem frischgebackenen C-Lizenz-Inhaber und bisherigen Co-Trainer Norbert Somodi soll es in eine neue Ära nach fünfeinhalb Jahren Gero Maaß gehen.

Abgänge: Bastian Zeh, Christian Staackmann, Nico Röhrich, Nils Gramckau (alle Strand 08 II), Dennis Sauer (Preußen Reinfeld), Andre Kalbau (Anker Wismar), Kevin Rehberg (unbekannt), Marcel Brahmstaedt (pausiert).

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Zugänge: Tom-Eric Kunz, Sebastian Poppe (VfB Lübeck U19), Patrick Boy (RW Moisling), Jens Witthöft (TSV Altenholz), Niwar Jasim (FC Schönberg 95), Marcel Venzke, Ole Schliesser (FC Dornbreite II).

Leistungsnachweis FC Dornbreite in der Spielzeit 2013/2014:

Endplatzierung: 14. Platz
Punkte: 35
Torverhältnis: 58:76
Heimbilanz: 5 Siege, 4 Remis, 8 Niederlagen
Dabei Punkte/Tore: 19/ 30:32/ 16. Platz
Auswärtsbilanz: 5 Siege, 1 Remis, 11 Niederlagen
Dabei Punkte/Tore: 16/ 28:44/ 14. Platz
Beste Torschützen: Bastian Zeh (12), Andre Kalbau (11)

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