Lübeck – Überschattet wurde der Spieltag durch eine schwere Knieverletzung des Phönixers Tim Kreutzfeldt, der mit dem Rettungswagen in die Uni-Klinik gebracht wurde. In der 68. Minute verdrehte sich der Neuzugang das Knie. Am Donnerstag soll ein MRT weitere Aufschlüsse bringen. Erste Vermutungen deuten auf eine Innenbandverletzung. Die Adlerträger gewannen gegen Rot-Weiß Moisling II mit 4:1 und bleiben weiterhin Spitzenreiter der Kreisliga. Der ATSV Stockelsdorf machte die Auftaktniederlage durch einen 3:1-Erfolg bei Aufsteiger Olympia wieder wett. Der TSV Kücknitz holte im zweiten Spiel den zweiten Dreier. Dadurch steht die neuformierte Mannschaft von LSC-Coach Hakan Temnur nun am Tabellenende. Der VfL Bad Schwartau sah schon wie der sichere Sieger aus, doch der SCB glich in der 90. Minute eine 2:1-Führung der Ostholsteiner aus.

Olympia Bad Schwartau – ATSV Stockelsdorf 1:3 (1:2)

Tore: 1:0 Spitzke (35.), 1:1 Hahn (43.), 1:2 Hepp (45.), 1:3 Witt (89.)

Jörg Mehlfeld (SVO): „Die zwei Tore vor der Halbzeit in so kurzen Abständen haben uns das Genick gebrochen. Das ist der Unterschied zur A-Klasse. Trotzdem verdienter Sieg für Stodo.“

Dirk Eisenberg (ATSV): „Erste Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hat Olympia verdient geführt. Aus dem Nichts konnten wir dann per Doppelschlag das Spiel glücklicherweise drehen. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser und wir haben es versäumt, bei diversen Kontermöglichkeiten das Spiel vorzeitig für uns zu entscheiden. So stand das Spiel lange auf der Kippe. Die ersten drei Punkte. Weiter geht’s.“

TSV Kücknitz – Lübecker SC 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Kindler (30.), 2:0, 3:0 Bregulla (69., 71.)

Claus Singelmann (TSVK): „Am Ende ein sicherer Erfolg. Wir haben es versäumt, aus einer Vielzahl von klaren Chancen Tore zu erzielen. Das Ergebnis stimmt, mit der sportlichen Leistung  kann ich nicht zufrieden sein.“

Hakan Temnur (LSC): „Wir haben in der ersten Hälfte verpasst, ein Tor zu machen. Es waren gute Möglichkeit da. Die junge Truppe braucht noch Zeit und die bekommt sie auch. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

TSV Siems – Eichholzer SV 5:3 (1:2)

Tore: 0:1 Nahnsen (21.), 1:1, 2:2, 5:3 Süssmann (23. FE, 52., 92.), 1:2 Duske (42.), 2:3 Karnib (58.), 3:3 Kili (66.), 4:3 Demir (76.)

Ali Demir (Siems): „Ein sehr körperbetontes Spiel, welches für uns gut endete. Es war ein Spiel, in dem beide Mannschaften gute Moral bewiesen und bis zur letzten Minute gekämpft haben. Wir können mit dem Spielverlauf und unserer Zweikampfleistung nicht komplett zufrieden sein, aber unser Ziel war es die drei Punkte in Siems zu behalten und das haben wir geschafft.“

Mourad Gabteni (ESV): „Nach dreimaliger Führung wieder ohne Punkte. Obwohl uns viele Spieler fehlten bin ich nicht unzufrieden mit der Leistung. Das war eine riesen Steigerung zum ersten Spiel. Nur müssen wir uns mal selbst belohnen. Kompliment an Siems. Es war eine sehr faire Begegnung und ein richtig gutes Kreisliga Spiel. Leider für uns mit dem falschen Resultat.“

VfB Lübeck III – VfL Vorwerk 3:3 (2:0)

Tore: 1:0, 2:0, 3:3 Dyballa (10., 30., 89.), 2:1 Wyska (60.), 2:2 Lamprecht (80.), 2:3 Küchler (85.) – GR: ? (90. Wulff, VfB III)
Florian Schnoor (VfB II): „Das Unentschieden ist eine Niederlage für uns, die unnötigste, die ich hier je miterlebt habe. Wir spielen die beste erste Halbzeit seit langem, sind klar spielbestimmend und spielen tolle Chancen raus. Wir müssen nach 45 Minuten mindestens 4:0 führen. Aus unerfindlichen Gründen schalten wir zwei Gänge zurück und geraten durch die Gegentore ins Schwimmen. Einzig positiv ist, dass wir nachdem das Spiel gedreht war, noch das 3:3 erkämpft haben. Jetzt geht’s zu Phönix, eine wichtige Motivation, zum richtigen Zeitpunkt.“

Tino Lüthje (Vorwerk): „Aufgrund der zweiten Halbzeit, aus meiner Sicht, eine gerechte Punkteteilung. Es freut mich für die Jungs, dass sie nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Leider haben wir uns heute nicht mit einem Dreier belohnt, dass Ausgleichstor fällt durch eine sehr unglückliche Abwehraktion. Im Gegenzug hätten wir sogar noch das Siegtor machen können, wäre aber sicherlich nicht verdient gewesen. Wir haben uns mit dem VfB einen harten Kampf geliefert, aber das Wichtigste ist, dass man sich nach dem Spiel die Hand gibt und die Emotionen im Spiel vergessen sind. Ich wünsche der Mannschaft vom VfB III noch viel Erfolg und freue mich im positiven Sinne auf das Rückspiel.“

1. FC Phönix – RW Moisling II 4:1 (3:0)

Tore: 1:0 Barsun (6.), 2:0, 4:1 Rach (8., 71.), 3:0 Gahrmann (17.), 3:1 Suew (60.)

Dirk Brestel (Phönix): „Die Partie war quasi nach 17 Minuten entschieden. So war der weitere Spielverlauf vorgezeichnet. Aufgrund einiger Auswechselungen kam Moisling nach der Halbzeit etwas besser ins Spiel und konnte verkürzen. Nach einem Torwartfehler machte Rach mit seinem zweiten Treffer alles klar. Nun freuen wir uns auf das Derby gegen die „Grünen.“

Dennis Keske (RWM II): „Wir haben die ersten 15 Minuten gepennt und lagen dann mit 0:3 zurück, obwohl wir uns danach gefangen haben und in Halbzeit zwei dann auch zum Anschluss kamen, könnten wir keine weiteren Tore nachlegen. Letztlich Glückwunsch an Phönix und gute Besserung an Tim Kreutzfeldt.“

SC Buntekuh – VfL Bad Schwartau 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Keller (42.), 1:1 Krause (75.), 1:2 Hüttl (85.), 2:2 Kick (90.) – R: Bingöl (90., VfL)

Carsten Schlatz (SCB): „Wir gehen als moralischer Sieger vom Platz. Wir sind zwei mal in Rückstand geraten und wieder zurückgekommen.“

Matti Meyer (VfL): „Heute haben wir geduldig gespielt, leider wurden wir wieder nicht belohnt. Wir hätten vorher den Sack zu machen müssen. Ich äußere mich nie über Schiedsrichter-Leistungen, aber heute waren viele Entscheidungen des Gespannes mehr als fragwürdig. Unserem 1:0 ging eine klare Abseitsstellung voraus. Beim 2:2 wurde unser Torwart Miro Kaminski klar beim Abwurf behindert, so dass der Ball beim Spieler Kick landete und dieser nur noch einschieben musste. Dieses hätte der Schiri aber vor allem der Linienrichter sehen müssen. Dieser wurde von mehreren Spieler meiner Mannschaft befragt und hob plötzlich die Fahne und der wiedergenesene Vedat Bingöl sah die rote Karte wegen Tätlichkeit am Schiedsrichter. Alle 22 Akteure auf dem Platz und 50 Leute neben den Platz konnten dieses kaum fassen. Meine Meinung dazu ist, dass man als Spieler trotz vieler versteckter Fouls, seine Emotionen im Griff haben muss. Aber auch Schiris müssen in Stresssituationen den Überblick behalten.“

Spiele vom Dienstag:
SC Rapid – Fortuna St. Jürgen 4:3 (1:2)
FC Dornbreite II – Türkischer SV 3:0 (1:0)
Hier geht es zu diesen Spielen.

Ergebnisse Kreisliga Lübeck: 
   
SC Rapid LübeckSV Fortuna St. Jürgen4:3
FC Dornbreite IITürkischer SV3:0
SV Oly. Bad SchwartauATSV Stockelsdorf1:3
TSV KücknitzLübecker SC3:0
TSV SiemsEichholzer SV5:3
VfB Lübeck IIIVfL Vorwerk3:3
1. FC Phönix LübeckRot-Weiß Moisling II4:1
SC BuntekuhVfL Bad Schwartau2:2

Tabelle Kreisliga Lübeck:      
        
Pl. MannschaftSp.Diff.Pkt.
1.1. FC Phönix Lübeck220096
2.SC Rapid Lübeck220046
3.TSV Kücknitz220046
4.FC Dornbreite II211034
5.TSV Siems211024
6.VfB Lübeck III211014
7.SC Buntekuh211014
8.ATSV Stockelsdorf210113
9.Türkischer SV2101-13
10.VfL Bad Schwartau202002
11.SV Oly. Bad Schwartau2011-21
12.VfL Vorwerk2011-61
13.Eichholzer SV2002-30
14.SV Fortuna St. Jürgen2002-30
15.Rot-Weiß Moisling II2002-40
16.Lübecker SC2002-60