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Barmenia Roland Kahl

Köln – Ein Unentschieden, das sich wie ein Sieg anfühlt: Zum Auftakt der 52. Bundesliga-Saison hat der HSV beim Aufsteiger 1. FC Köln 0:0 gespielt. Ein Sieg!? Ja! Für Trainer Mirko Slomka fand die fürchterliche Serie von 15 sieglosen Bundesliga-Auswärtsspielen in Folge endlich ein Ende. Und: Nach zwei Pflichtspielen in der Saison 2014/15 sind die Rothosen – nach Cottbus (Pokal) und Köln – ungeschlagen!

Der HSV legte in Köln einiges vor, war in der ersten Halbzeit klar das bessere Team. Drei Plus-Punkte gab es aus der Statistik:  Mehr Zweikämpfe gewonnen (zum Beispiel Dennis Diekmeier – Foto –  mit 54 Prozent), mehr Ballbesitz und mehr Torschüsse. Nur ein Treffer fehlte!

Mit Valon Behrami stand nur ein Neuzugang im Slomka-Team. Wie angekündigt fehlten die Verletzten Nicolai Müller und Zoltan Stieber. Rafael van der Vaart und Pierre-Michel Lasogga hatten Chancen, aber es blieb zur Pause beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel hatte Ivo Ilicevic zwei Möglichkeiten, gleichwohl: das Kölner Tor wurde bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht getroffen. Und umgekehrt scheiterten die Kölner an der HSV-Abwehr, in der die Innenverteidiger Heiko Westermann und Johan Djourou eine souveräne Leistung ablieferten.

So wertete Mirko Slomka, der keinen Spieler auswechselte, auch das Spiel: „Wir haben heute sehr konzentriert und souverän gespielt und somit keine Euphorie beim Aufsteiger Köln zugelassen. In der ersten Hälfte waren wir einen Tick besser und im zweiten Durchgang hatten wir die besseren Torchancen. Mit etwas mehr Glück geht einer rein, Ivo Ilicevic hätte einmal mit dem Kopf und einmal mit dem Fuß treffen können. Aber das Wichtigste war, dass wir zu Null gespielt haben. Insgesamt war es eine sehr gute Leistung und wir haben gezeigt, dass wir marschieren können.“

Weiter geht’s am 30. August (15.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn – und nach der Länderspiel-Pause das Nord-Derby bei Hannover 96 am 14. September (17.30 Uhr). Danach könnte sich schon deutlicher zeigen, was die Nullnummer von Köln tatsächlich wert war.

So spielten sie:

1. FC Köln: Horn – Brecko, Maroh, Wimmer, Hector – Matuschyk, M. Lehmann – Risse (80.Olkowski), Osako (62.Vogt), D. Halfar – Ujah

Hamburger SV: Adler – Diekmeier, Djourou, Westermann, Jansen – Behrami, Badelj – Arslan, van der Vaart, Ilicevic – Lasogga

Tore: keine

Zuschauer: 50.374 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Gelbe Karten: Lehmann (56.), Risse (79.) / Djourou (72.), van der Vaart (79.)

 

Pokal-Hammer für Hamburg: HSV gegen Bayern, St. Pauli gegen Dortmund

Deftiger hätte es kaum kommen können: Für die  2. Hauptrunde (28./29. Oktober) des DFB-Pokals wurden den Hamburger Vereinen zwei Kracher zugelost. Der HSV trifft auf Pokalverteidiger Bayern München, FC St. Pauli auf den Pokalfinalisten Borussia Dortmund.

HSV-Trainer Slomka: „Sicher der schwerste Gegner, aber auch eine große Herausforderung. Bis dahin werden wir hoffentlich schon einen Schritt weiter sein, um den Bayern Paroli bieten zu können."

Die weiteren Spiele: Magdeburg – Leverkusen, Chemnitz – Werder, Bielefeld – Hertha, Offenbach – Karlsruhe, Dresden – Bochum, Duisburg – Köln, Würzburg – Braunschweig, 1860 München – Freiburg, Hoffenheim – FSV Frankfurt, Aalen – Hannover, Kaiserslautern – Fürth, Wolfsburg – Heidenheim, Leipzig – Aue, Eintracht Frankfurt – Gladbach.