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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Landesderby in Flensburg. Sonntag um 14 Uhr geht es für den VfB Lübeck beim ETSV Weiche zum Abschluss der englischen Woche. Für die Grünweißen könnte es zum dritten Mal in Folge einen Erfolg geben. Die Flensburger sind ganz miserabel in die Saison gestartet und belegen mit nur einem Sieg und einem Unentschieden Rang 14 in der Regionalliga Nord. Dabei sind die vier Niederlagen nicht exorbitant hoch ausgefallen. Gegen Hannover II und Meppen gab es jeweils ein 0:1 und gegen den HSV II (1.) ein 1:3 sowie gegen Havelse (2.) ein 0:2. Aber auch der Dreier gegen Neumünster (1:0) und das Unentschieden gegen St. Pauli II (0:0) waren knappe Spiele. Trotzdem zu wenig für den ehemaligen Lübecker Daniel Jurgeleit, der beim ETSV Weiche das Sagen an der Linie hat. Der 50-jährige wurde durch die vergangenen beiden Partien der Lübecker beeindruckt, die er sich anschaute. „Wir müssen hinten stabil stehen, sowie eine hohe Laufbereitschaft nach vorn und nach hinten zeigen. Dann haben wir auch die Möglichkeit zu punkten“, sagte er im Flensburger Tageblatt und ließ dabei offen, ob Tim Wulff, Patrick Thomsen, „Malla“ Kasumovic und Marc Böhnke wieder nur auf der Bank platznehmen müssen. Die vier Stammspieler hatte Jurgeleit aus taktischen Maßnahmen draußen gelassen. Am Ende hieß es 2:0 für den TSV Havelse. Ob es am Sonntag wieder so eine „Eingebung“ gibt, ist fraglich. Punkte sammeln ist das Ziel und da werden die Flensburger alles dran setzen, es dem VfB so schwer wie möglich zu machen. Sicherlich dürfte auch noch die Pokalfinalschlappe von 2012 auf der Lohmühle im Gedächtnis haben. Damals traf der Lübecker Deniz Kadah vier Mal beim 4:2-Erfolg. Der VfB zog dadurch in den DFB-Pokal ein. Eines ist dieses Mal anders. Kadah ist nicht mehr da und es geht nicht um den Pokal.

Der VfB ist nun wohl endgültig in der Regionalliga angekommen. Auf den 2:1-Heimsieg gegen den VfB Oldenburg stach mach den Niedersachsen-Meister und Mitaufsteiger Lüneburger SK mit 3:2 auf dessen Platz aus. Gegen Weiche wird es aber wieder ein anderes Spiel werden. VfB-Coach Denny Skwierczynski sagte zu HL-SPORTS: „Es wird eine knifflige Aufgabe gegen eine robuste und sehr erfahrene Mannschaft. Flensburg ist nicht so gut gestartet und wird sicherlich mit sehr viel „Wut im Bauch“ versuchen, den Wendepunkt zu schaffen. Wir erwarten eine intensive „Derby-Atmosphäre“, in der wir kühlen Kopf bewahren müssen.“ Etwas Zählbares könnte drin sein, wenn alles passt. Verletzt bzw. angeschlagen ist Sascha Steinfeldt (muskuläre Probleme, aber nicht schwerwiegend), Patrick Bohnsack (Schambein), Marcel Dümmel und Ricardo Radina. Einer könnte wieder mitwirken. Sven Theißen ist wieder voll belastbar und vielleicht auch schon in Flensburg dabei.

Kommt Weiche wieder in die Spur oder wird es eine Rückfahrt nach Plan? HL-SPORT wird am Sonntag darüber berichten.

Für das nächste Heimspiel des VfB Lübeck verlost HL-SPORTS wieder 11 Tribünenkarten. Hier können Teams mitmachen und sollten dabei nicht ihren Verein bzw. ihre Mannschaft angeben.