Lübeck – Am vorletzten Spieltag dieses Jahres werden die Karten in der Regionalliga Nord einmal mehr neu gemischt. Der Spitzenreiter möchte die erste Saisonniederlage vergessen machen, das Schlusslicht an den jüngsten Erfolg anknüpfen und zwischendrin befinden sich viele Teams, die so kurz vor der Winterpause in der Tabelle noch einmal Boden gut machen wollen. Die besinnliche Adventsstimmung muss angesichts dieser 19. Runde offenbar noch warten.
 
FC St. Pauli II – Lüneburger SK Hansa (Sa., 14 Uhr)
Ein Heimspiel kommt gut an, an der Elbe. Nachdem St. Pauli beim 0:3 in Wolfsburg zum
fünften Mal in Folge ohne Sieg in der Fremde geblieben war, geht es nun auf eigenem Platz um Punkte. Dort gibt es für die Hamburger allerdings auch etwas zu tun. Denn die Bilanz von zehn Punkten aus sieben Heimspielen (3-1-3) lässt doch Luft nach oben. Der LSK möchte dagegen den dritten Sieg auf fremden Platz feiern. Würde man sich für die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren, könnte der Aufsteiger (13.) zudem weiteren Boden im Tabellenkeller gut machen.
 
Hamburger SV II – VfB Oldenburg (Sa., 14 Uhr)
Wie der Spitzenreiter wohl die erste Saisonniederlage wegsteckt? Beim 1:4 beim Nachbarn in Norderstedt hatten sich die Rothosen ja weniger über die Niederlage geärgert, sondern über die Art und Weise des Auftritts. „Wir haben die Fehler analysiert und möchten uns nun wieder anders präsentieren“, sagt HSV-Trainer Daniel Petrowsky vor dem Duell mit Oldenburg. Auf die seit dem vergangenen Spiel gesperrten Matti Steinmann (Gelb-Rote Karte) und Ahmet Arslan (Rote Karte) muss der HSV allerdings verzichten. Der Gegner aus Oldenburg litt zuletzt unter einer Grippewelle, tritt also auch nicht mit einem durch und durch fitten Kader an.
 
Eintracht Braunschweig II – BV Cloppenburg (Sa., 14 Uhr)
Beim 3:4 in Bremen sahen sich die Braunschweiger zuletzt um einen Punkt gebracht. Nun wollen sie gleich drei gegen den BVC. Die Gelegenheit erscheint günstig, denn der Gast tritt mit dem letzten Aufgebot an. „Aus unserem Kader stehen uns aktuell nur noch 13 Spieler zur Verfügung, und uns fehlt durch die vielen Verletzungen ein Leader auf dem Platz“, sagt Cloppenburgs Co-Trainer Mario Neumann. Seit sechs Spielen wartet Cloppenburg nun auf einen Sieg.

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr)
Beim 0:3 in Flensburg wurde es einmal mehr deutlich: Noch ist 96 nicht zur gewünschten
Konstanz gelangt, und deshalb sprang auch noch nicht mehr heraus als der neunte Rang. Im Nachwuchs-Duell geht es nun gegen den Dritten, und der kommt mit einem alten Bekannten. VfL-Trainer Thomas Brdaric bestritt in seiner aktiven Karriere 70 Bundesligapartien für die Hannoveraner und erzielte dabei 27 Treffer. Nun möchte er nach vier vergeblichen Anläufen mit dem VfL den vierten Auswärtssieg einfahren.
 
VfR Neumünster – ETSV Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)
Vier Siege und ein Remis stehen in der jüngsten Bilanz des Gastes – der VfR hat also eine harte Nuss zu knacken. Aber die Derbys scheinen dem Gastgeber zu liegen. Vor ein paar Wochen hatte Neumünster überraschend mit 2:1 in Lübeck gewonnen. Vielleicht bessert der VfR seine schwache Heimbilanz (1-0-7) also ausgerechnet gegen die Mannschaft der Stunde auf.
 
TSV Havelse – Goslarer SC (So., 14 Uhr)
Nach zwei Auswärtsspielen in Folge tritt der TSV nun wieder vor heimischem Publikum an,
und das Ziel ist klar: Ein Sieg für den zuletzt drei Mal sieglosen Gastgeber. Der hatte es
gegen den HSV II (1:2), den SV Meppen (3:4) und den VfB Lübeck (2:2) allerdings auch mit schweren Aufgaben zu tun bekommen. Der GSC hatte sein letztes Auswärtsspiel zwar mit 1:0 in Neumünster gewonnen, blieb unterm Strich aber drei Mal ohne Punkt und Tor in den vergangenen vier Partien.

Anzeige

FT Braunschweig – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Das 1:0 in Cloppenburg tut dem Schlusslicht richtig gut. „Die Mannschaft hat die vielen
Nackenschläge erfolgreich weggesteckt. Uns hat keiner mehr auf der Rechnung. Wir können befreit aufspielen und haben den Klassenverbleib noch nicht abgeschrieben“, sagt FT-Trainer Uwe Walther zum ersten Erfolg nach zuvor sieben Niederlagen. Man darf also davon ausgehen, dass die Braunschweiger mit neuem Selbstbewusstsein antreten werden. Der Gegner ist allerdings eine Herausforderung. Zwar blieb der VfB nun seit fünf Partien ohne Sieg (0-4-1). Gegen den HSV II und den TSV Havelse trennten sich die Lübecker zuletzt aber jeweils mit einem 2:2. Als Tabellenzehnter fand sich der Mitaufsteiger bislang zudem deutlich besser in der neuen Liga zu recht als die Braunschweiger.

BSV Rehden – Werder Bremen II (So., 15 Uhr)
Der Vorletzte empfängt den Zweiten – über die Rollenverteilung muss man sich vor dieser Partie keine Gedanken machen. Aber was heißt das schon. Im Hinspiel war der BSV in Bremen zu einem 2:2 gekommen. Auch Werder- Coach Alexander Nouri will von einer Favoritenstellung seiner Mannschaft nichts wissen: „Ich erwarte wieder ein ganz schwieriges Spiel für uns. Der Tabellenstand sagt nichts über das Leistungsvermögen von Rehden aus." Beim Gastgeber setzt man nach wie vor auf das Interimsduo Daniel Gunkel/Heinrich Neddermann. Mittlerweile werden die Trainer aber von Manager Franz Gerber sportlich beraten. Nach sechs Niederlagen in Folge war der BSV beim 1:1 in Lüneburg zu seinem ersten Punktgewinn gekommen.
 
SV Meppen – FC Eintracht Norderstedt (So., 15 Uhr)
Das Duell der Formstarken: Der SV Meppen ist seit fünf Partien unbesiegt (4-1-0), und der Gast seit drei Spielen in Folge siegreich. Dabei gelang der Eintracht am vergangenen
Spieltag das Kunststück, dem HSV II die erste Saisonniederlage beizubringen (4:1). Wie
auch immer dieses Spiel also ausgeht – es dürfte guter Fußball zu erwarten sein.

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -