Lübeck – Nach dem Titelgewinn bei der Premiere 1999 und der Verteidigung des Pokals im darauffolgenden Jahr war der VfB Lübeck bis 2011 nicht mehr erfolgreich beim Hallenmasters in Kiel. Das soll sich bestenfalls in acht Tagen ändern, wenn am 10.01. um 17.45 Uhr mit dem traditionellen Feuerwerk der Startschuss zur 17. Auflage in der Sparkassenarena ertönt. Erinnern sollte sich die Mannschaft von Trainer Denny Skwierczynski in diesem Moment an den 15.01.2011 erinnern. Ein Teil der aktuellen Mannschaft ist in diesem Jahr wieder mit in Kiel und wird sich sicherlich sehr gut an diesen Triumph erinnern. Moritz Marheineke, Dennis Wehrendt, Nils Lange, Marcello Meyer, Andre Senger und Stefan Richter trugen damals schon das grünweiße Trikot. Und so lief es ab:

Nachdem die Grünweißen in der Vorrunde mit einem 1:3 gegen den FC Sylt einen glatten Fehlstart hinlegten, holten sie mit zwei Siegen gegen den Heikendorfer SV (4:1) und den VfR Neumünster (4:2) dennoch den Gruppensieg. Im Halbfinale hatten die Lübecker gegen den SV Todesfelde ein einfaches Spiel und gewannen mit 4:0. Die erste Finalteilnahme seit zehn Jahren war perfekt. Im Endspiel wartete Holstein Kiel, die bis dato ungeschlagen den FC Sylt mit 2:1 aus dem Finale verbannten.

Hier bei der Umfrage mitmachen!

Das Endspiel zwischen den beiden sportlichen Rivalen – diese Paarung hatte es in einem Finale erst einmal 1999 gegeben – wurde dann zu einem echten Krimi. Nach zehn Minuten führten die Störche in einem umkämpften, aber jederzeit fairen Finale mit 2:1 – Zwei Mal Kevin Schulz für Kiel und Danny Cornelius für Lübeck hatten getroffen. Als Marc Heider mit seinem achten Turniertreffer drei Minuten vor Schluss auf 3:1 erhöhte, schien das Spiel entschieden und der vierte Masters-Titel der Landeshauptstädter in Folge perfekt. Doch dann zeigten die Grünweißen auch auf dem Kunstrasen den Kampfgeist, der sie schon im gesamten Kalenderjahr 2010 in Regionalliga und Pokal ausgezeichnet hatte. Nach Marcus Steinwarths Anschlusstreffer drehte das von Co-Trainer Ingo Popp gecoachte Team noch einmal richtig auf und kam durch Marcello Meyer zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Der Regionalliga-Dritte hatte zu diesem Zeitpunkt viele der neutralen Zuschauer auf seine Seite gezogen, gab sich aber auch mit dem Unentschieden nicht zufrieden. 50 Sekunden vor Schluss wurden die Hansestädter für ihren Siegeswillen belohnt, als Domagoj Duspara zum viel umjubelten 4:3-Siegtreffer einnetzte und dem VfB den ersten Masters-Titel seit 2000 sicherte. Die Freude bei Mannschaft und Betreuerstab war entsprechend groß, als Kapitän Nourreddine Semghoun den Sinalco-Sieger-Scheck über 5.000 Euro und den Masters-Pokal entgegennahm.