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Hamburg – Zwei Jung-Stars der Rothosen sorgen vor dem Spiel bei Bayern München für Schlagzeilen auf ihre Art. Und Kapitän Rafael van der Vaart (Foto) feierte gestern Geburtstag – wurde 32 Jahre alt. Aber hübsch der Reihe nach.

Nach seiner leichten Gehirnerschütterung (HL-SPORTS berichtete) im Spiel gegen Hannover 96 (2:1) trainierte Ronny Marcos (21) gestern wieder das volle Programm. „Mir geht es gut. Ich kann wieder richtig trainieren“, zitiert ihn „BILD“ – und auf das Duell mit Weltstar Arjen Robben angesprochen, sagte Marcos: „Ich habe gesunden Respekt, aber nicht mehr Ehrfurcht als vor einem anderen Gegner. Ich schaue mir Videos von Robben zur Vorbereitung an, freue mich auf das Spiel.“ Mit Hansa Rostock hat er schon einmal gegen Robben gespielt.

Der zweite Jung-Star meldete sich über „Facebook“ zu Wort. Bayern-Leihgabe Julian Green, der US-Nationalspieler, schrieb: „Hallo Leute, um die Verwirrung aufzuklären: Mit mir hat bisher weder der Trainer noch der Sportdirektor gesprochen. Ich habe selbst aus der Presse erfahren, dass ich ab jetzt angeblich für die U23 spiele. Der HSV hat mich am 3. Spieltag verpflichtet, damit ich die erste Mannschaft verstärke. Das war und ist mein Ziel und war der Grund für meinen Wechsel. Ich bin Lizenzspieler, habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und gebe in jedem Training alles. Ich bin jederzeit bereit, meinen Beitrag zum Ziel Klassenerhalt zu leisten. Wenn ich spielen darf, werde ich Tore schießen.“

Green reagierte auf eine Bemerkung von Sportdirektor Peter Knäbel, der von einer Degradierung des Talents in die HSV-U23 nichts wissen will: „Dort soll er sich aufdrängen. Ich erwarte, dass die Spieler dann auch da spielen. Schließlich ist die U23 kein Abfallkübel, sondern das Flaggschiff der Ausbildung.“

Greens Berater Roman Grill lobte seinen Schützling in der „tz München“ über den grünen Klee: „Er ist technisch stark, extrem schnell, beidbeinig und hat einen absoluten Torriecher. Wenn er spielen darf, schießt er auch Tore, das hat er bisher überall unter Beweis gestellt." Jetzt sollte er das erst einmal in der U23 des HSV demonstrieren.

Zurück zum Trainingsplatz: Johan Djourou und Gojko Kacar, tags zuvor noch im individuellen Programm, kehrten gestern ins Mannschaftstraining zurück. Cléber Reis indes hatte nach seinem Muskelfaserriss sein spezielles Programm mit dem Ball – unter den Augen von Athletik-Trainer Markus Günther.

Und außerhalb des Platzes eben die Glückwünsche an Rafael van der Vaart zu dem eingangs zitierten Anlass. Auf geht´s Buam – am Sonnabend bei den Bayern!

 

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