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Lübeck – Die Vereine denken um und das müssen sie auch. Im Lübecker Umland sind Spielgemeinschaften schon an der Tagesordnung, da einzelne Clubs nicht mehr genügend Spieler im Jugendbereich zusammenbekommen, um eine eigene Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen lassen zu können. Die Hansestadt ist noch größtenteils davon verschont, doch die Entwicklung zeigt, dass es auch hier zu Veränderungen kommt.

Vorreiter einer Kooperation zwischen mehreren Vereinen ist die SG Hanse. Viktoria 08, Lübeck 1876 und der Lübecker SC bilden das erfolgreiche Konzept von der C- bis zur A-Jugend. In der aktuellen Kreisliga kicken allerdings noch zwei weitere Spielgemeinschaften. Die SG Bad Schwartau und SG Fortuna/Eichholz II.

Bald könnte eine weitere hinzukommen, denn der SC Rapid sucht händeringend nach einem Partner im Junioren-Bereich. Ein Zusammenschluss mit dem SC Buntekuh stockt derzeit und Markus „Blacky“ Schwarz, Abteilungsleiter beim SCB, meinte dazu: „Es liefen Gespräche, doch Stand jetzt sind wir von einer SG noch weit auseinander.“
Auch Rapids Jugendabteilungsleiter Martin Weidemann sieht hier aktuell keine Zukunftsvision für beide Vereine auf diesem Gebiet. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und warnt bei HL-SPORTS: „Leider ist es in Lübeck schwer einen anderen Verein zu finden, der Interesse an einer SG hat. Sie denken alle nur an sich. Das ist ein Problem in der Stadt. Ich habe es schon mit Eintracht 04 und dem FC Dornbreite und VfL Vorwerk versucht, aber sie merken alle nicht, was wir alle für Probleme in den nächsten Jahren bekommen werden. Leider ist es so. Wir sind bereit mit fast allen Vereinen in der Umgebung eine SG zu bilden, aber keiner sieht es ein, dass es bald nur noch mit einer Spielgemeinschaft geht.“

Noch ist Zeit bis zur kommenden Saison und vielleicht erlebt man in der neuen Spielzeit ja doch eine SG Rapid/Buntekuh, die mal am Koggenweg und mal am Kasernenbrink kickt. Ein Kompromiss wäre es.

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