Lübeck – Wie die Zeit verfliegt. Wenn am Wochenende auf den Verbandsligaplätzen die neun Begegnungen angepfiffen werden, befindet sich die 6. Liga bereits im Endspurt. Der 30. Spieltag steht bevor, der Countdown läuft, wichtige Grundlagen können gelegt werden. Zum Beispiel im Kampf um den Aufstieg oder gegen den Abstieg. Am Samstag tritt die Reservemannschaft des VfB an der Lohmühle gegen Pölitz an, möchte mit einem weiteren Dreier das „Privatduell“ gegen Eichede II um den Bronze-Rang spannend gestalten. Einen Tag später geht es dann ans Eingemachte. Während der TSV Pansdorf in Breitenfelde und Moisling gegen Güster frisch, fromm, fröhlich und frei antreten dürfen, keinen Druck verspüren, geht es anderswo um die berühmte Wurst. So zum Beispiel am Torfmoor, wo der TSV Travemünde versucht, den Sinkflug Richtung Abstiegsränge zu stoppen. Ähnlich wichtig ist der Auftritt des TSV Schlutup im Marlistadion zu bewerten. Denn dort sollte der Aufsteiger möglichst nach dem zuletzt deutlichen 5:0-Heimerfolg über Grönau weiter Zählbares einfahren. Um die Tabellenspitze hingegen geht es parallel in Ahrensburg – und zwar für Siebenbäumen. Die Grün-Weißen wollen und müssen eigentlich gewinnen beim SH-Ligaabsteiger, um weiter von einem Aufstieg träumen zu dürfen.  

HL-SPORTS war wie immer auf Informations- und Stimmenfang. Und das wurde von den Clubs zum Besten gegeben:  

Samstag 25. April

VfB Lübeck – SSV Pölitz (14 Uhr, Lohmühle)

Serkan Rinal (VfB-Trainer): „Wir wollen unsere Serie weiter ausbauen, müssen aber unsere Offensivaktionen besser und konzentrierter ausspielen, damit wir nicht wieder wie letzte Woche bis zum Schluss zittern müssen. Aber wir wissen auch, dass Pölitz jeden Punkt braucht und dementsprechend agieren wird.“

Sonntag 26. April

Breitenfelder SV – TSV Pansdorf  (15 Uhr, Am Sportplatz)

Björn David (TSVP): „Nach dem Sieg gegen Ahrensburg wollen wir natürlich versuchen auch in Breitenfelde unsere Serie auszubauen. Der BSV spielt eine starke Saison, hat eine junge, talentierte Truppe, gegen die wir alles abrufen müssen, um erfolgreich zu sein. Fehlen werden bei uns Tim Bolbrinker, Felix Dankert, Hendrik Broosch, Alexander Briegert und Leon Dippert. Fraglich ist, ob Philipp Kreutzfeldt dabei sein kann.“

Eintracht Groß Grönau – TSV Travemünde (15 Uhr, Torfmoor)

Sebastian Bielfeldt (Coach der Eintracht): „Für das Spiel gegen Travemünde hoffe ich natürlich darauf, dass möglichst viele der angeschlagenen Spieler wieder dabei sein können.
In der Woche vor dem Schlutup-Spiel,  das wir verdient verloren haben, war kein vernünftiges Training machbar, einfach zu viele Spieler waren nicht voll belastbar. Diese Woche sieht es schon besser aus. Sicher dabei ist wieder unser Kapitän Florian Hahn, der seine Sperre abgesessen hat. Das Hinspiel in Travemünde konnten wir mit 3:1 gewinnen.
Ich denke, wir können uns auf ein spannendes Match freuen.“
 
Sven Mielke (Trainer der Montekicker): „Wir verfallen nicht in Panik, aber das Wasser steigt stetig. Die Stimmung ist aber weiterhin gut…“

RW Moisling – SSV Güster (15 Uhr, am Brüder-Grimm-Ring)

Robert Balazs (RWM-Coach): „Wir wollen auf Güster mindestens den Abstand halten. Der SSV ist sehr unangenehm zu bespielen, besitzt einen ausgeglichenen Kader und kann an guten Tagen jeden schlagen. Daher ist es sehr wichtig, dass wir von Anfang an konzentriert ins Spiel gehen. Fehlen werden Repky, Bischkopf, Özdemir (alle verletzt) und Azzez (Urlaub).“

SSC Hagen Ahrensburg – GW Siebenbäumen – TuS Lübeck (15 Uhr, Sportanlage „Am Hagen“)

Patrick Hempel (GWS): „Hagen Ahrensburg hat in dieser Saison schon gezeigt, dass sie in der Lage sind, gegen Mannschaften im oberen Drittel zu punkten. Wir müssen eine gute Leistung abrufen, um die Punkte dort mitzunehmen.“

TuS Lübeck – TSV Schlutup (15 Uhr, im Marlistadion)

Andreas Burghammer (TuS-Trainer): „Der Countdown läuft – noch fünf Spiele, dann ist die Saison für uns Geschichte. Schläger, Kleemeier, Burkhardt und Waitschulies kehren in den Kader zurück, so dass wir wieder etwas Luft haben. Wir wollen das Spiel solange wie möglich offen halten.“

Michael Hellberg (TSV Schlutup): „Pflichtsiege, sowie fest eingeplante Punkte gibt es nicht. Auch wenn wir am Sonntag beim TuS, als in der Tabelle besser Dastehender anreisen, wird das kein Selbstgänger. Gerade diese Derbys haben ja bekanntlich eigene Gesetze, was bereits das Hinspiel zeigte. Wir werden hellwach und voll konzentriert weiter das Ziel Klassenerhalt verfolgen und versuchen, an das Grönau-Spiel anzuknüpfen. Fehlen wird Simon Broska.“