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Barmenia Roland Kahl

Sereetz – Eigentlich kann man aus Sereetzer Sicht die abgelaufene Saison nur als Riesenenttäuschung betrachten. War man als Verbandsligaabsteiger doch als einer der Favoriten gehandelt worden, kam man im Verlauf der Spielzeit nie über Platz 9 hinaus. Das hatte man sich an der Berliner Straße sicher anders vorgestellt. Aus disziplinarischen Gründen und durch Verletzungen reduzierte sich die Truppe des scheidenden Trainers Norbert Laszig im Laufe der Zeit immer mehr, so dass man froh sein konnte, die Saison doch anständig zu Ende gebracht zu haben.

Norbert Laszig äußerte sich als „Trainer-Ruheständler“ nach der Saison gegenüber HL-SPORTS: „Als Verbandsligaabsteiger hatten uns natürlich alle für einen vorderen Platz auf dem Zettel. Mit 26 Mann starteten wir das Projekt Kreisliga OH. Alle Testspiele konnten in der Vorbereitung meist deutlich gewonnen werden und die Euphorie war dementsprechend groß. Ratekau wurde in der ersten Pokalrunde gleich mit 7:1 wieder nach Hause geschickt und alles freute sich auf das erste Punktspiel gegen Neukirchen. Symptomatisch für die ganze Saison war der Spielverlauf in dieser Partie. Viel Nervosität in der Anfangsphase und danach die Partie dominiert und zahlreiche Großchancen liegen gelassen. Von diesen Spielen hatten wir viel zu viele in der abgelaufenen Spielzeit und meistens konnten wir selbst eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen, da wir vergaßen den Deckel draufzumachen. Leider mussten wir uns konsequenterweise nach dem Hinspiel bei Strand 08 von einigen Spielern aus disziplinarischen Gründen trennen und somit reduzierte sich der Kader ganz schnell auf nur noch 17 Spieler. Am Ende der Saison mussten wir deshalb dann personell sogar gegen Pönitz passen und uns wurden folgerichtig in der Tabelle die drei Zähler abgezogen.

Aber es war eine Entscheidung für den Teamgeist und gegen Einzelspieler, die nur an ihr eigenes Wohl gedacht haben. Die Stimmung im Team war bis zum Schluss sehr gut, obwohl zunehmend die Trainingsbeteiligung weniger wurde. Es standen immer die gleichen Spieler auf dem Trainingsplatz, auf die man sich verlassen konnte. Wiederum andere Akteure nutzten die Situation aus und kamen nur zum Spiel, weil sie wussten, dass der Kader auch durch Verletzungen dezimiert war. Das am Ende der Saison keine Wunderdinge mehr von uns zu erwarten gewesen sind, war mir völlig klar, denn von nichts kommt auch nichts. Wenn man sich mit Trainerkollegen unterhält, benennen Sie die gleichen Verhaltensweisen der Akteure und das kann nicht der richtige Weg für den Mannschaftssport Fußball sein. Letztendlich blicke ich auf eine schöne Zeit in Sereetz zurück und würde die gleichen Schritte wieder tun.“

Statistik 2014/2015:

Endplatzierung: 12. Platz
Punkte: 32
Torverhältnis: 53:61
Heimbilanz: 5 Siege, 1 Remis, 9 Niederlagen
Dabei Punkte/Tore: 13/ 26:32/ 12. Platz
Auswärtsbilanz: 6 Siege, 1 Remis, 8 Niederlagen
Dabei Punkte/Tore: 19/ 27:29/ 7. Platz
Beste Torschützen: Philipp Jahrling (13), Valmir Kelmendi (8), Ufuk Senol (7)