Symbolbild Polizei
Archiv-Foto: ar
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Der Spielabbruch vom Sonntag in der Verbandsliga-Partie Eichholzer SV gegen 1. FC Phönix II hat ein polizeiliches Nachspiel. Sie ermittelt nun. Die Begegnung wurde in der 68. Minute nicht weitergeführt. Ein Foul eines Phönixers löste Tumulte aus. Dabei lief ein Zuschauer auf das Feld und trat den Gästespieler mit Füßen (HL-SPORTS berichtete).

Nach dem Spiel versuchte die Polizei sich an der Guerickestraße ein Bild von den Geschehnissen zu machen. Polizei-Pressesprecher Ulli Fritz Gerlach sagte am Montag auf Nachfrage von HL-SPORTS: „Der aktuelle Stand der Ermittlungen ergibt, dass während der zweiten Halbzeit ein 33-jähriger Spieler des 1. FC Phönix einen 21-jährigen Spieler des Eichholzer SV schwer gefoult haben soll. Anschließend gerieten Fans und Spieler auf dem Spielfeld aneinander und es kam zu einer Rudelbildung auf dem Platz. In diesem Verlauf soll der 21-jährige Eichholzer durch Tritte verletzt worden sein. Auch der 33-jährige Spieler des 1. FC Phönix soll mehrere Tritte gegen den Kopf erhalten haben. Beide wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen einen 20-jährigen Zuschauer, der auf den Platz gelaufen und einem Spieler gegen den Kopf getreten haben soll, wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Im Zusammenhang mit den gesamten Geschehnissen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Körperverletzung, gefährlichen Körperverletzung und Bedrohung. Im Zuge der Ermittlungen werden nun Zeugen, Geschädigte und Tatverdächtige befragt. Vor diesem Hintergrund prüft die Polizei die weiteren Abläufe der Auseinandersetzung.“ Er betonte dabei, dass alle Beteiligten gehört werden sollen, damit sich ein genaueres Bild des Vorfalls ergibt. „Die Polizei prüft auch, ob Straftaten zum Nachteil des 20-Jährigen begangen wurden“, fügte Gerlach auf die Frage hinzu, ob der 20-jährige Zuschauer, der den Phönixer Kicker getreten haben soll, einen „Hausbesuch“ von aufgebrachten Personen bekam und bedroht wurde.

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