Hamburg – Während am Montag der Hamburger SV seine Profis in den Urlaub schickte und für die Sportliche Leitung und das Trainerteam die Saison-Analyse ansteht, ist die Regionalliga-Mannschaft in die Vorbereitung gestartet. U21-Cheftrainer Hannes Drews begrüßte dabei den bisher einzigen Neuzugang der Profis erst einmal in seinem Team. Amadou Onana hat seine Zelte bei der TSG Hoffenheim abgebrochen und spielt zukünftig für die Rothosen.

Fünf Leihspieler verabschiedet

Bei den Profis dagegen wurden am Mittwoch offiziell folgende Spieler verabschiedet: Adrian Fein (Bayern München), Martin Harnik (Werder Bremen), Joel Pohjanpalo (Bayer Leverkusen), Louis Schaub (1. FC Köln) und Jordan Beyer (Borussia Mönchengladbach) kehren zu ihren Vereinen zurück. Die Leihe ist beendet.

Fünf Leihspieler wieder auf dem Lohnzettel

Dagegen könnten Jonas David (Würzburger Kickers), Manuel Wintzheimer (VfL Bochum), David Bates (Sheffield Wedndesday), Aaron Opoku (Hansa Rostock) und Berkay Özcan (Basaksehir Istanbul) bald wieder im Volkspark aufschlagen. Die Ausleihe ist ebenfalls beendet und sie stehen wieder auf dem Lohnzettel der Hamburger.

25-Mann-Kader zur neuen Saison

Drei Torhüter (Daniel Heuer Fernandes, Tom Mickel und Julian Pollersbeck), neun Verteidiger (Rick van Drongelen, Gideon Jung, Ewerton, Tim Leibold, Josha Vagnoman, Jan Gyamerah, Stephan Ambrosius, Bates und David), zehn Mittelfeldspieler (David Kinsombi, Jeremy Dudziak, Aaron Hunt, Sonny Kittel, Bakery Jatta, Xavier Amaechi, Khaled Narey, Opoku, Onana und Özcan) und drei Stürmer (Lukas Hinterseer, Bobby Wood und Wintzheimer) sind somit im HSV-Kader der kommenden Saison.

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Umbruch ja, aber nicht so groß – Woods neuer Anlauf sich zu verändern

Es wird einen Umbruch beim HSV geben und von daher werden die 25 aufgeführten Spieler sicher nicht den endgültigen Kader bilden. Vor allem bei Wood hofft Sportvorstand Jonas Boldt, dass der US-Amerikaner einen neuen Verein findet. Der Stürmer kam auf sieben Einsätze in der vergangenen Saison, darunter kein einziger über 90 Minuten. Das einstige Talent hat es nicht geschafft, einen der bisherigen Trainer in Hamburg zu überzeugen. Nun hat er erst einmal den Berater gewechselt. Vielleicht spült ihn das ja woanders hin. In der Buchhaltung am Volkspark würden vermutlich Freudensprünge folgen. Wood ist der teuerste Kicker derzeit und erhält rund 2 Millionen Euro Gehalt. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer des kommenden Jahres.

Alles wartet auf Dieter Hecking

Seit Mittwoch ist der Hamburger SV im Übrigen ohne Trainer. Dieter Heckings Vertrag war nur für ein Jahr geschlossen worden und hätte sich nur automatisch bei einem Aufstieg in die Bundesliga verlängert. Der 55-Jährige düste am Montag nach der kurzen Besprechung mit der Mannschaft nach Hause (Bad Nenndorf). Zum Ende der Woche sollen die Gespräche mit Boldt stattfinden. Beide bekräftigten zuletzt, dass sie gerne zusammen weitermachen würden. Welche Erkenntnis bringt Hecking in diese Gespräche nun mit ein? Möchte er einen neuen Angriff mit dem HSV starten, wird er Einbußen in der Mannschaft und wohl auch am eigenen Geldbeutel machen müssen. Auf der anderen Seite könnte es ihn wurmen, als Trainer des verpassten Aufstiegs abzutreten. Ob sich das der erfahrene Coach nachsagen lassen möchte?