Abschied nach sechs Jahren: „Man hat ja nur dieses eine Leben“

Leif Krause beendet im Sommer seine Trainerlaufbahn beim JFV Lübeck

Leif Krause (Trainer JFV Lübeck). Foto: Lobeca

Lübeck – Beim JFV Lübeck steht im Sommer ein personeller Einschnitt im Nachwuchsbereich an. Leif Krause hört nach sechs Jahren als Trainer am Karlshof auf. Der Dienstälteste Coach des Vereins ist aktuell für die U18-Auswahl verantwortlich und wird seine Tätigkeit beim Zusammenschluss verschiedener Vereine der Stadt nach der laufenden Saison beenden.

Krause prägte den JFV Lübeck über mehrere Jahrgänge hinweg entscheidend mit. Zuvor war er bereits im Nachwuchs von Hanse aktiv, ehe er beim JFV zu einer festen Größe wurde. In seiner Zeit feierte er mit seinen Mannschaften diverse Meisterschaften, Aufstiege sowie Pokalsiege und entwickelte zahlreiche Spieler weiter.

Ausbildung für Leistungszentren

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag stets auf der individuellen Förderung. Mehrere Spieler schafften unter Krauses Anleitung den Sprung in Nachwuchsleistungszentren, unter anderem zu Holstein Kiel und dem Hamburger SV. Krause selbst ordnet das bei HL-SPORTS nüchtern ein: „Das kann sich sehen lassen.“

Gerade diese nachhaltige Ausbildungsarbeit machte ihn innerhalb des Vereins und darüber hinaus anerkannt. Über Jahre hinweg stand Krause für Kontinuität, klare Prinzipien und hohe Präsenz auf dem Trainingsplatz.

Abschied im Guten

Der Entschluss zum Abschied ist wohlüberlegt. Krause sagt: „Ich war sicherlich nicht das letzte Mal Trainer im Fußball und vielleicht werden wir mit der U18 noch Meister, das wäre ein schöner Abschluss für mich. Ich gehe im Guten beim JFV. Gerade so Menschen wie Peter Geese, Thomas Oelfke und damals auch Stolle standen immer hinter mir, das ist nicht überall so und dafür möchte ich mich bedanken.“

Mehrere Punkte spielten eine Rolle für die Entscheidung. Krause führt seit Jahren eine eigene Malermeisterfirma und kann den zeitlichen Aufwand künftig nicht mehr leisten. Er sagt: „Man hört auch immer mit einem weinenden Auge auf, aber irgendwann muss es ja auch mal vorbei sein. Ich bin beruflich durch die neue Firma auf Mallorca eingespannter und kann nicht mehr viermal die Woche auf dem Platz stehen. Der wichtigste Punkt ist aber die Familie, die in der Vergangenheit zu kurz kam. Ihr gehört ein Großteil ab dem Sommer und darauf freue ich mich, man hat ja nur dieses eine Leben.“

Blick nach vorne: Pause und neues Engagement

Ganz vom Fußball verabschiedet sich Krause jedoch nicht. Für den Sommer plant er zunächst eine Pause, zugleich ist ein Engagement abseits des Spielfeldes vorgesehen: „Jeder weiß, dass ich auch Eishockey liebe und mich in Timmendorfer Strand bereits engagiert habe. Ich hätte große Lust ab Sommer beim CET im Vorstand mitzuarbeiten und dort die Jugend unterstützen, dort etwas bewegen. Bindeglied sein zwischen Jugend und Herren, das kann ich mir sehr gut vorstellen.“

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U18 mit guten Aussichten

Ob die laufende Saison sportlich noch gekrönt wird, ist offen. Klar ist jedoch schon jetzt: Mit Leif Krause verliert der JFV Lübeck im Sommer einen Trainer, der den Nachwuchsbereich über Jahre hinweg sportlich wie menschlich entscheidend mitgeprägt hat.

Danit es mit dem Meistertitel beim Bundesliga-Nachwuchs der 1. A-Jugend in der Landesliga klappt, sollte am Sonnabend bereits ein erstes Testspiel ausgetragen werden. Das wurde abgesagt. Nienstedten, Siebenbäumen und Grönau II heißen die kommenden Gegner in den Freundschaftsspielen. Ab dem 1. März geht es dann wieder um Punkte – im Auswärtsspiel beim TSV Plön. Die Qualifikation in der ersten Saisonhälfte hat das Krause-Team mit einer absolut weißen Weste abgeschlossen. Sieben Spiele gab es, alle wurde siegreich beendet. 57 Treffer erzielte seine Mannschaft selbst und das bei nur bei fünf Gegentoren.

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Bildquellen

  • Krause: Lobeca
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