Abstiegskampf im Fokus: Drei Teams im Kampf um Platz 14

Direktes Duell am Torfmoor

Es herrscht Hochspannung im Abstiegskampf der Kreisliga Südost. Drei Teams kämpfen um einen Platz. Foto: Niklas Runne

Lübeck – In der Kreisliga Südost stehen, bevor es am Sonnabend zum letzten Spieltag kommt, noch zwei Nachholspiele auf dem Plan. Dabei steht der Abstiegskampf klar im Fokus, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Es gibt ein direktes Duell, in dem maximal eine Mannschaft drin bleiben kann, sodass es um eine Menge geht. Dienstagabend steht zudem das Heimspiel im Teichstadion an, wo eine formstarke Mannschaft zu Gast ist. Es könnte zu Vorentscheidungen kommen.

VfL Vorwerk – ATSV Stockelsdorf (Di., 19.30 Uhr)

Es war kein guter Auftritt, den der VfL Vorwerk am Sonntagnachmittag beim TSV Gudow hinlegte. Im direkten Duell um den Klassenerhalt musste man sich mit 0:1 geschlagen geben, ohne dabei so richtig gefährlich zu werden. So rückte der Konkurrent auf einen Punkt heran und Vorwerk braucht dringend einen Sieg. Zu Gast im Teichstadion ist der ATSV Stockelsdorf. Bis vor wenigen Wochen war dieser ebenfalls noch im Tabellenkeller, doch befreite er sich zuletzt mit drei Siegen innerhalb einer Woche. So kann die Mannschaft von Jan Mehlfeld entspannt in den Schlussspurt gehen, möchte sicherlich dennoch den vierten Dreier am Stück einfahren. Im Hinspiel setzte sich Stockelsdorf durch, wobei Vorwerk in Unterzahl eine starke Moral zeigte und nur knapp einen Punktgewinn verpasste. Diesmal soll es mit dem Dreier klappen, damit ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden kann.

Die Defensive des ATSV ist durchaus eine Schwachstelle, das weiß man auch im Teichstadion. 95 Gegentore sind die drittmeisten der Liga, was klar zeigt, dass sich Chancen für den aktuellen Tabellendrittletzten bieten werden. Gleichzeitig ist die Mehlfeld-Elf aber auch enorm offensivstark. Dies zeigen nicht nur 26 Treffer in den jüngsten sechs Spielen, sondern auch insgesamt 79. Es sind mit Abstand die meisten der letzten Sechs in dieser Liga. Vor allem Tim-Niklas Seeger glänzt 2026 als Torjäger, denn er traf bereits zehnmal in dieser Saison. Zuletzt jubelte er regelmäßig. Bei Vorwerk wird es also wichtig sein, dass man vorne Nadelstiche setzt, doch die Defensive keineswegs vernachlässigt. Jeder Fehler könnte eiskalt bestraft werden, denn die individuelle Qualität der Stockelsdorfer ist hoch. Es braucht eine gute Balance aus Mut und Vorsicht, denn nur dann könnte es mit dem vierten Sieg in 2026 klappen.

TSV Eintracht Groß Grönau II – TSV Gudow (Mi., 19.30 Uhr)

Mehr Abstiegskampf geht nicht als am Mittwochabend am Torfmoor. Zwei Spiele vor dem Saisonende trifft der Tabellenletzte TSV Eintracht Groß Grönau II auf den Vorletzten TSV Gudow. Beide Mannschaften haben noch eine Chance auf den Klassenerhalt, doch dazu ist ein Sieg im direkten Duell eigentlich schon Pflicht. Beide Mannschaften sind mit 13 Zählern punktgleich, nur das etwas bessere Torverhältnis spricht für Gudow. Der Blick geht auf Platz 14, denn dieser ist der bestmögliche, den man im Endspurt noch erreichen könnte. Aller Voraussicht nach wird dieser für den Klassenerhalt reichen, doch nur eines von drei Teams ganz unten kann diesen erreichen. Vorwerk hat mit 14 Punkten derzeit die beste Ausgangslage, doch gegen die Lübecker gewann Gudow erst am vergangenen Sonntag. Es ist also alles hochspannend und dennoch haben sowohl Groß Grönau II als auch die Mannschaft vom Segrahner Berg nichts in der eigenen Hand. Gewinnt der VfL Vorwerk am Dienstagabend, dann steigt der Verlierer der Mittwochspartie sicher ab. Ein Remis würde nur noch einen Gleichstand in den Punkten bedeuten.

Es geht also um alles, wenn ab 19.30 Uhr der Ball in Groß Grönau rollt. Die Heimmannschaft hat dabei sicherlich nicht die beste Ausgangslage. Zwar gab es zuletzt einen kleinen Aufwärtstrend mit einem Sieg gegen Viktoria, doch insgesamt ist die Punkteausbeute nach dem Winter ungenügend. Neunmal wurde 2026 verloren, sodass die eigentlich gute Ausgangslage aus der Hinrunde komplett verspielt wurde. Auf der Gegenseite steht ein Team, das im Herbst eigentlich von vielen schon abgeschrieben und als klarer Absteiger abgestempelt wurde. Gudow blieb bis zum Winter sieglos und hatte gerade einmal einen Punkt auf seinem Konto. Mittlerweile sind es 13 und insgesamt wurden nur fünf der 13 Partien in diesem Jahr verloren. Dreimal sogar gewonnen. Man hat eine Aufholjagd gestartet und plötzlich realistische Chancen auf ein weiteres Jahr Kreisliga. Das Hinspiel gegen die Zweitvertretung ist nicht ganz einen Monat her, damals setzten sich die Lauenburger zu Hause mit 3:0 durch. Nun sind die Vorzeichen anders, denn es wird in Lübeck auf dem Kunstrasenplatz der Eintracht gespielt. Auswärts hat sich die Mannschaft von Marcel Schaper deutlich schwerer als zu Hause getan, sodass es spannend werden könnte.

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VfB Lübeck

Das Restprogramm der drei Kellerteams:

VfL Vorwerk – 14. Platz – 14 Punkte
H – ATSV Stockelsdorf
H – SG Breitenfelde/Mölln

TSV Gudow – 15. Platz – 13 Punkte

A – Groß Grönau II
A – Eichholzer SV II

Eintracht Groß Grönau II – 16. Platz – 13 Punkte
H – TSV Gudow
A – SV Azadi II

Die Tabelle

1.SG Reinfeld/​Kronsforde29113 : 3876
2.TSV Pansdorf II2976 : 2571
3.TSV Schlutup29103 : 4864
4.Eichholzer SV II2993 : 5158
5.TSV Kücknitz2982 : 6749
6.TSV Travemünde2968 : 4248
7.Breitenfelde/​Mölln2979 : 5046
8.SV Viktoria2965 : 7343
9.Lübeck 18762964 : 7738
10.SV Azadi Lübeck II2983 : 8435
11.Fortuna St. Jürgen2960 : 6135
12.ATSV Stockelsdorf2879 : 9528
13.VfL Rethwisch2946 : 8224
14.VfL Vorwerk2832 : 11614
15.TSV Gudow2830 : 9013
16.Eintracht Groß Grönau II2842 : 11613


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