Abstiegskampf in Heidenheim: HSV nach Mega-Auftritt vor wegweisender Aufgabe – Jubiläum und Wiedersehen

Feiern die Rothosen den ersten Auswärtssieg?

Heidenheims Luca Kerber hat es erneut mit Miro Muheim (HSV) zu tun. Foto. Lobeca/Norbert Gettschat

Hamburg – Für den Hamburger SV wird es in der Bundesliga ernst. Nach dem sehr guten Auftritt gegen den FC Bayern München (HL-SPORTS berichtete) geht es nun zu einem anderen Kaliber. Am Sonnabend (15.30 Uhr) treten die Rothosen beim 1. FC Heidenheim an – ein Duell zweier direkter Konkurrenten im Tabellenkeller. Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison, bislang mit besseren Erinnerungen für den HSV: Sowohl im Hinspiel (2:1) als auch im DFB-Pokal (1:0) behielten die Hamburger die Oberhand. Doch die Ausgangslage ist nun eine andere – es geht um dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf.

Muheim feiert Jubiläum

Ein besonderes Spiel wird es für Miro Muheim. Der Schweizer steht vor seinem 150. Pflichtspiel für den HSV und betont vor der Partie: „Das bedeutet mir unglaublich viel.“ Der Linksverteidiger, der in dieser Bundesliga-Saison zu den Dauerbrennern zählt, sieht sein Jubiläum jedoch vor allem als Verpflichtung. Gerade nach dem emotionalen 2:2 gegen die Bayern soll der Schwung mitgenommen werden. „Diese Entwicklung ist sichtbar. Solche Spiele geben uns sehr viel Energie für die kommenden Aufgaben“, so Muheim, der den Fokus klar auf das Punktemeilen im Februar legt.

Polzin hofft auf Neuzugänge

Trainer Merlin Polzin erwartet in Heidenheim eine „schwere Aufgabe“ gegen einen „maximal aggressiven, mannorientierten und zweikampfstarken“ Gegner. Die Mannschaft von Frank Schmidt werde zusätzliche Motivation aus den beiden Niederlagen gegen den HSV ziehen. Personell müssen die Rothosen auf Alexander Rössing-Lelesiit, Fabio Balde, Jean-Luc Dompe sowie den gesperrten Nicolas Capaldo verzichten. Positiv: Die Neuzugänge hinterließen im Training einen guten Eindruck. Polzin lobte insbesondere Philip Otele für seine „Durchschlagskraft nach vorn“ und sieht auch Albert Grönbaek nach gesteigertem Trainingspensum bereit.

Auswärts noch kein Sieg

Ein zentrales Thema bleibt die Auswärtsbilanz. Während der HSV zu Hause regelmäßig punktet, fehlt in der Bundesliga noch der erste Auswärtssieg. Für Muheim ist klar: „Natürlich wollen wir in Heidenheim den ersten Auswärtssieg einfahren und ich bin überzeugt, dass uns das auch gelingen kann.“ Polzin ergänzt: „Ob wir die Punkte zu Hause oder auswärts holen, ist für mich weniger relevant. Wir wollen am Samstag auf den Punkt da sein.“

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Alles deutet auf ein intensives, umkämpftes Spiel hin. Geduld, Zweikampfhärte und die richtige Balance zwischen Absicherung und Offensive werden entscheidend sein. Im Abstiegskampf zählt jeder Zähler – und für den HSV könnte Heidenheim zum Prüfstein werden, ob die jüngste Entwicklung auch auswärts Bestand hat.

Weitere Termine

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Spieltage 25 bis 27 terminiert. Der Aufsteiger muss in Wolfsburg am Sonnabend, 7. März um 15.30 Uhr antreten. Das Heimspiel gegen Köln (14.3.) und das Auswärtsspiel in Dortmund (21.3.) sind jeweils sonnabends um 18.30 Uhr Top-Spiele.

Ex-HSV-Trainer Daniel Thioune ist nun beim Nordrivalen Werder Bremen. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Daniel Thioune in Bremen

In rund zweieinhalb Monaten wird es übrigens ein Wiedersehen der Rothosen mit Daniel Thioune geben. Der 51-Jährige soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten. Der Tabellen-15. entließ vor ein paar Tagen Horst Steffen, der erst zu Saisonbeginn von der SV Elversberg an die Weser kam. Thioune hingegen war bis zum vergangenen Oktober Trainer bei Fortuna Düsseldorf. Von 2020 bis Mai 2021 durfte er sich beim HSV probieren, wurde dort allerdings kurz vor Saisonende beurlaubt.

Der 21. Spieltag (6.–8.2.2026)

Berlin – Frankfurt (Fr., 20.30 Uhr)
Freiburg – Bremen (Sa., 15.30 Uhr)
Mainz – Augsburg
Wolfsburg – Dortmund
St. Pauli – Stuttgart
Heidenheim – Hamburg
Mönchengladbach – Leverkusen (18.30 Uhr)
Köln – Leipzig (So., 15.30 Uhr)
München – Hoffenheim (17.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München2074 : 1851
2.Borussia Dortmund2041 : 1945
3.TSG Hoffenheim2043 : 2342
4.VfB Stuttgart2037 : 2639
5.RB Leipzig2038 : 2736
6.Bayer 04 Leverkusen1938 : 2635
7.Sport-Club Freiburg2031 : 3327
8.Eintracht Frankfurt2040 : 4527
9.1. FC Union Berlin2025 : 3324
10.1. FC Köln2029 : 3223
11.FC Augsburg2024 : 3722
12.Bor. Mönchengladbach2024 : 3321
13.Hamburger SV1919 : 2919
14.VfL Wolfsburg2028 : 4219
15.SV Werder Bremen2022 : 3819
16.1. FSV Mainz 052023 : 3318
17.FC St. Pauli2018 : 3414
18.1. FC Heidenheim 18462019 : 4513

Bildquellen

  • Muheim: Lobeca/Norbert Gettschat
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