
Lübeck – Der ATSV Stockelsdorf steht in der Kreisliga Südost auf dem 13. Tabellenplatz. Statt Aufstiegsrennen ist die bittere Realität nun der harte Kampf gegen den Abstieg. Man steht geradeso über dem Strich, hat ein Polster von fünf Punkten Vorsprung auf den drittletzten Platz, doch die immer wieder aufkommenden Schwächephasen bereiten große Sorge. Trainer Jan Mehlfeld blickt im Gespräch mit HL-SPORTS auf eine schwache Hinrunde.
Unzufriedenheit beim ATSV
Gerade einmal 15 Punkte holte der ATSV Stockelsdorf aus den ersten 18 Spielen. Nur 0,8 Punkte holt man im Schnitt pro Spiel, sodass man alles andere als zufrieden sein darf. Man nahm sich deutlich mehr für die Saison vor, wollte in eine andere Tabellenregion schielen, doch stattdessen befindet man sich tief im Tabellenkeller. Die Saison war bisher ein typisches Auf und Ab, denn es gab gute Phasen, doch überwiegend schwache. Bereits der Saisonstart ließ sich als enttäuschend bezeichnen. Aus den ersten zehn Spielen gewann Stockelsdorf gerade einmal eines, ein Auswärtssieg beim Eichholzer SV II. Ansonsten hagelte es vor allem Gegentreffer. Die Defensive ist die große Baustelle, denn mit 63 kassierten Gegentoren stellt der ATSV die viertschwächste Abwehr. Im Schnitt klingelt es pro Spiel 3,5-mal, was trotz einer besseren Offensive nur schwer zu kompensieren ist. Zwischenzeitlich schien es, als hätte sich die Mannschaft von Jan und Jörg Mehlfeld stabilisiert, doch im Endspurt vor der Winterpause zeigte sie, dass es keineswegs so ist. Fünf sieglose Spiele, darunter drei Niederlagen mit zwölf Gegentoren, ließen sie zurück in alte Muster fallen. Trainer Jan Mehlfeld sagte zu den ersten 18 Spielen: „Wir sind mit dem Verlauf bis zum Winter nicht zufrieden. Wir hatten uns deutlich mehr Punkte erhofft und wollten eigentlich im oberen Mittelfeld stehen. Nun stehen wir im Abstiegskampf, die aktuelle Situation nehmen wir an und werden uns schnellstmöglich von den unteren Plätzen verabschieden.“
Lichtblicke
Die größte Baustelle ist ganz klar die Defensive, was auch Mehlfeld so sieht: „Klar ist, dass wir unser Defensivverhalten verbessern müssen. 63 sind einfach zu viele Gegentore, daran werden wir arbeiten. Im offensiven Bereich war es okay, aber auch hier müssen wir noch kaltschnäuziger werden.“ Einzelspieler hervorheben wollte der Coach nicht: „Hier steht für uns immer das Team im Vordergrund. Hier muss ich das Team loben, denn der Zusammenhalt im Team ist trotz der negativen Serie sehr gut. Deswegen bin ich mir auch sicher, dass wir wieder positive Ergebnisse liefern werden in naher Zukunft.“ Lubecco Behrens und Luis Fricke glänzten in der Offensive mit zusammen 18 erzielten Toren, was sehr eindrucksvoll ist. Letzterer kam im Sommer aus der Zweiten und ist daher bisher der „Newcomer“ des ATSV Stockelsdorf. In der Rückrunde möchte der Offensivspieler daran sicherlich anknüpfen.
Vorbereitung mit neuen Optionen
Seit dem 15. Januar befindet man sich bereits wieder im Training. Das erste geplante Testspiel gegen Ahrensbök fiel bereits dem Wetter zum Opfer, doch bis zum Ligastart am 21. Februar bleibt genügend Zeit. Geplant sind Tests gegen den SC Rönnau, TSV Gremersdorf, SV Hamberge und FC Selmsdorf, bevor es dann ein wichtiges Kellerduell mit dem VfL Vorwerk zum Auftakt gibt. Personell gibt es sowohl auf der Zugangs- als auch Abgangsseite Bewegung. Den Verein hat Marian Draguhn in Richtung Schlutup verlassen. Außerdem sind Marcel Dahm und Ali Shaan nicht mehr Teil des Kreisligisten. Neu begrüßt man Marvin Kuppert, der vom VfL Bad Schwartau kommt. Tobias Schöning und Maik Themer kehren aus Verletzungen zurück und bieten ebenfalls neue Optionen.







