VfB Lübeck feiert in Wolfsburg den Sieg. Foto: Fishing4/Krause

Lübeck – Der VfB Lübeck wartet auf ein Zeichen vom Norddeutschen Fußballverband (NFV), der in der Regionalliga darüber entscheidet, wie es dort weitergeht. Die Grün-Weißen befinden sich seit vergangenem Freitag wieder im Training – als einzige Mannschaft der 4. Liga. Eine Sondergenehmigung der Gesundheitsbehörde machte das möglich. Auf Gegenliebe stieß das bei der Konkurrenz eher weniger. Wan geht es weiter und geht es überhaupt weiter?

Abstimmung über Saisonende

In Schleswig-Holstein steht indes fest, dass die Saison am 30. Juni in den Klassen ab der Oberliga abwärts endet. Auf- und Abstiegsregelungen stehen noch nicht fest. Diese Frage umtreibt die Viertligisten ebenfalls. Hier soll es in den kommenden Tagen eine Abstimmung nach dem Vorbild der Regionalliga West geben, wo die teilnehmenden Vereine befragt werden, für welche Lösung sie sind. Im Westen entschieden sich 17 von 18 Vereinen für keine Fortführung der Saison nach dem 30. Juni.

VfB Lübeck hat gute Karten

Reenald Koch, Vorsitzender des Regionalligaausschusses und Präsident von Eintracht Norderstedt: „Es gibt eine einzige Möglichkeit: Es wird rechtzeitig ein Impfstoff gefunden. Aber so lange die Abstandsregelung nicht aufgehoben wird, wird es wohl auf absehbare Zeit kein Amateurfußball in Deutschland geben. Meine Befürchtung ist, dass wir in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr Fußball spielen werden. Es gilt in Deutschland nach wie vor die Abstandsregel. Und wann die aufgehoben wird, weiß letztlich keiner.“ Koch ist für eine Quotientenregelung, „Die Anzahl der Spiele durch die erreichten Punkte – das ist, glaube ich, eine gute Lösung“, sagte gegenüber dem NDR. Damit wäre so gut wie klar, dass der VfB Lübeck die Nase vorne hätten und sollte es Aufsteiger geben, in der kommenden Saison wieder im Profifußball vertreten wären.

Sportminister wollen Trainingsbetrieb erlauben

Die Sportministerkonferenz (SMK) beriet in einer Telefonkonferenz über die Bundesliga, die ihre Saison in Geisterspielen zu Ende bringen wollen, aber auch über den Breitensport. Sie stellten in Aussicht, dass zunächst der Trainingsbetrieb wieder erlaubt werden könnte. Dieses soll allerdings nur für Sportangebote, auch in Vereinen, die unter freiem Himmel stattfänden. Dabei müsse eine Kontaktfreiheit und ein angemessener Abstand zwischen den Sportlern gewährleistet werden. Bis Dienstagabend sollen die SMK-Einschätzungen vorliegen. Diese soll am Donnerstag in die Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten über weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie ab dem 4. Mai einfließen.

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