Abwehrbollwerk empfängt Tormaschine – Formstarke Teams treffen sich in der „Kuhle“

Gelingt Eutin der Befreiungsschlag gegen einen alten Bekannten?

Es ist das Topspiel des sechsten Spieltags: Der TSV Gremersdorf empfängt den TSV Lensahn. Foto: Lobeca/Felix Schlikis
Anzeige
Anzeige
OH-Aktuell

Eutin – Am Wochenende geht es in der Kreisliga Südost wieder rund. Acht Spiele stehen auf dem Programm, davon bereits zwei am Freitagabend. So empfängt die FT Preetz die SG Göhl/Oldenburg zum Duell zweier starker Offensivreihen. Zudem gastiert der SC Cismar beim Aufsteiger TSV Dannau. Am Folgetag steht dann ein echtes Topspiel in Gremersdorf an. Eutin 08 II nimmt einen neuen Anlauf, den Negativtrend zu stoppen und auch die SG Insel Fehmarn ist wieder gefordert. Es ist auf allen Sportplätzen der Liga spannend, sodass man sich auf ein tolles Fußballwochenende freuen darf.

TSV Gremersdorf – TSV Lensahn (Sa., 15 Uhr)

Es ist das Topspiel am kommenden Wochenende in der Kreisliga Südost. Der Verbandsligaabsteiger trifft einen der Top-Favoriten. Es ist ein Spiel, das so viel verspricht und daher schon jetzt ein absolutes Spitzenspiel ist. Der TSV Gremersdorf empfängt den TSV Lensahn, der Tabellendritte den Ersten. Die Heimmannschaft konnte nach dem enttäuschenden Verbandsligakapitel schnell wieder in den Kreisliga-Modus schalten, denn dort sind sie nun mal echte Experten. Wenn man in dieser Liga an den Start ging, führte im oberen Drittel meist kein Weg am TSV vorbei und so scheint es auch in diesem Jahr der Fall zu sein. Dabei war dies aufgrund von extremen Personalsorgen, vielen Abgängen im Sommer und einem sehr kleinen Kader eigentlich gar nicht so selbstverständlich. Am Bankendorfer Weg wurden allerdings alle Widerstände bekämpft und als Kollektiv gepunktet. Elf von 15 Punkten sind die Früchte, die geerntet wurden, was nach einem anspruchsvollen Startprogramm sehr gut ist. Gegen starke Teams wie Bösdorf/Malente (2:2), Oldenburg/Göhl (3:1), Saxonia (1:1) oder zuletzt beim heimstarken SC Cismar (3:0) sollte allesamt nicht verloren werden. Ohnehin ist Gremersdorf noch unbesiegt. Das Fazit fällt für Christian Ippig daher sehr positiv aus, auch wenn es vor allem in einem Punkt noch Potenzial gibt: „Mit dem Saisonstart bin ich bisher zufrieden. Wir haben die Defensive stabilisiert, sind als Mannschaft gewachsen, allerdings müssen wir die Chancenverwertung verbessern.“

Nun gastiert der TSV Lensahn und somit der Ex-Club von Ippig. Es ist ein besonderes Wiedersehen, denn es geht um die Tabellenführung. Dabei muss die Defensive der Gremersdorfer an den vergangenen Spielen anknüpfen. Mit vier Gegentoren aus fünf Spielen kassierte man die wenigsten der Liga. Nun gastiert die beste Offensive, sodass es sehr spannend werden wird. Der Coach der Heimelf sagt: „Ein absolutes Topspiel wartet auf uns. Nun kann unsere Defensive – dies gilt selbstverständlich für alle Mannschaftsteile – zeigen, sich gegen die Topoffensive der Liga beweisen. Ich erwarte ein sehr intensives Spiel, in welchem wir Standards bis 30 Meter vor unserem Tor vermeiden und schnell umschalten müssen, um dann unsere Chancen zu verwerten.“ Zudem setzt Ippig fort: „Wir wollen an unsere zweite Halbzeit gegen Cismar anknüpfen. Es kehren zwar Luca Zielinski und Felix Severin wieder in den Kader zurück, allerdings werden Tim-Ole Uhtenwoldt, Merlin Schöning, Oskar Fink, Patrick Eichholz, Ron Kruse und Rune Jaekel nicht dabei sein. Es wird zwar wieder knapp, aber bisher haben die Jungs die Ausfälle immer kompensieren können.“

Der TSV Lensahn kommt mit einem 7:1 gegen Eutin 08 II im Rücken an den Bankendorfer Weg und möchte dort sicherlich weitermachen. Der Angriff der Mannschaft von Daniel Safadi ist hochkarätig besetzt, denn mit Haruna Jammeh und Connor Prüss hat man zwei Spieler, die zuletzt alle sieben Tore auf sich verteilten. Fünfmal traf Prüss, sodass bei ihm der Knoten geplatzt zu sein scheint. Doch es ist nicht nur das Duo, sondern man hat schließlich noch zwei Stürmer, die so für den TSV Lensahn stehen, wie niemand anderes. Die Brüder Thorben und Finn-Ole sind jahrelang die Torgarantien und Unterschiedsspieler im Jahnstadion gewesen. Man war jahrelang enorm abhängig vom Brüder-Duo, was sich nun geändert hat. Dennoch sind beide unheimlich wichtig für das Team und Spiel der Ostholsteiner. Nach vier Siegen und einer Niederlage fällt das erste Fazit durchaus positiv in Lensahn aus: „In erster Linie hat uns der Start gezeigt, dass uns Niederlagen oder schlechte Tage nicht mehr völlig aus der Bahn werfen. Aber auch haben die bisherigen Spiele gezeigt, dass unser Kader so aufgestellt ist, dass wir fast jede Situation meistern können, ohne in größere Schwierigkeiten zu kommen“, sagt Vadim König.

Nun steht das Spiel in Gremersdorf an, was eine richtig harte Aufgabe wird. Man ist gewarnt und gut vorbereitet für das Spitzenduell. König sagt: „Am Wochenende wird es ein ganz heißer Kampf werden. Gremersdorf wird alles dafür tun, um uns das Leben so schwer wie möglich zu machen und die drei Punkte in Gremersdorf zu lassen. Am Wochenende werden wir zeigen müssen, dass wir auch in solchen Spielen bestehen und körperlich dagegenhalten können. Wir müssen den Ball noch besser in den eigenen Reihen laufen lassen und nicht unnötig früh und ohne Vorbereitung in die Tiefe suchen.“

SG Dersau/Kalübbe – TSV Lütjenburg (Sa.,15 Uhr)

So hat man sich den Saisonstart sicherlich nicht vorgestellt. Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen läuft die SG Dersau/Kalübbe den eigenen Erwartungen hinterher. Die große Stärke, eine stabile Defensive, ist derzeit kaum zu erkennen, denn es gab schon jetzt 15 Gegentreffer. Drei pro Spiel sind einfach zu viele und sicherlich nicht das, was Holger Böttcher von seinem Team erwartet. Zuletzt gab es gegen den SV Kirchbarkau eine katastrophale erste Halbzeit, in der man nach knapp 50 Minuten mit 0:3 hinten lag. Es war ein unerklärlicher Auftritt, doch die Einwechslung von Steffen Uhl sollte wieder einmal das Offensivspiel beleben. Man glich dank eines Doppelpacks des besagten Jokers sowie Marten Biss aus. Es schien, als würde das Spiel nun doch auf ihre Seite kippen, doch nur wenige Minuten nach dem Ausgleich kassierte man das 3:4. So stand die SG doch wieder mit leeren Händen da. Der Fehlstart ist längst perfekt, doch nun gilt es, schnell aus diesem Tief zu kommen und wieder sein Potenzial auszuschöpfen.

Zu Gast ist mit dem TSV Lütjenburg eine Mannschaft, die in den ersten fünf Spielen keinen einzigen Punkt holte und am Tabellenende steht. Selbst das Kellerduell gegen Aufsteiger SV Rickling ging in die Hose, sodass eine ganz harte Saison wartet. Für Dersau/Kalübbe ist es nun also eigentlich der perfekte Gegner, um den berühmten Knoten zu lösen, doch es ist durchaus auch gefährlich. Lütjenburg kassierte zwar deutliche Niederlagen und bereits 27 Gegentore, doch die meisten erst spät. Sie haben die bisherigen Gegner durchaus zur Geduld gezwungen und dies wollen sie nun auch im Waldstadion machen. Dort wird Torhüter Tobias Geisler gesperrt fehlen, sodass es im Tor eine Veränderung geben muss.

Eutin 08 II – SV Kirchbarkau (Sa., 16 Uhr)

Wer derzeit auf die Tabelle der Kreisliga Südost schaut, reibt sich höchstwahrscheinlich die Augen. Eutin 08 II belegt derzeit den 14. Tabellenplatz, tief im Tabellenkeller. Abstiegskampf statt Aufstiegshoffnung ist der aktuelle Stand, dabei gingen die 08er als Vizemeister in die Saison. Nicht viel fehlte und man wäre nun in der Verbandsliga, doch stattdessen ist die bittere Realität ein absoluter Horrorstart in der Kreisliga. Nur drei von möglichen 15 Punkten sowie 7:22 Tore sind absolut nicht das, was man sich vorgestellt hat. Doch ganz wichtig ist es, realistisch und vor allem geduldig zu bleiben. Es ist ein Umbruch gewesen, der in der Zweiten, sogar in der gesamten Herrenabteilung von Eutin 08 vollzogen wurde. Personelle Veränderungen auf der Trainerbank, doch auch auf dem Platz, haben den Sommer geprägt. So sind wichtige Stützen des Erfolgs in die Erste hoch, wie Trainer Jasper Frahm, Kapitän Jannik Sarnow oder aber Jorge Bruckmann. Zudem musste auch Torjäger Monty Gutzeit aushelfen. Die Achse, die den Unterschied machte, ist somit nicht mehr da, stattdessen kamen einige neue, sowohl von extern als auch aus der A-Jugend. Diese brauchen logischerweise Zeit, so war es auch unter Frahm vor drei Jahren, nachdem der XXL-Umbruch vollzogen wurde.

Die deutlichen Niederlagen der Eutiner lesen sich brutal, doch spiegeln nicht komplett die Realität auf dem Rasen wider. Man hat sich in der zweiten Halbzeit mehrfach ergeben und wie gegen die SGGO abschießen lassen. Auch in Lensahn (1:7) war dies zuletzt der Fall. Dies muss dringend abgestellt werden, denn regelmäßige Klatschen machen den Entwicklungsprozess keineswegs einfacher. Nun gastiert am Sonnabend der SV Kirchbarkau am Waldeck, wo nun endlich der Befreiungsschlag gelingen soll. Trainer Florian Schumacher sagte: „Leider sind wir nicht so gestartet, wie wir es wollten. Die Ergebnisse spiegeln leider nicht den Spielverlauf wider und fallen zu hoch aus. Dennoch dürfen wir da nicht in uns zusammenfallen. Wir wissen um unsere Qualität und nun gilt es, sich gemeinsam dort hinauszuarbeiten. Die Mannschaft hat einen Umbruch und den gilt es weiter voranzutreiben. Wir im Trainerteam sind uns sicher, dass wir zeitnah daraus die Früchte ernten werden und punkten werden. In dieser Woche haben wir einiges angesprochen, was wir besser machen müssen. Nun gilt es, dies am Wochenende abzurufen. Mit Kirchbarkau erwarten wir eine Mannschaft, die für uns unbekannt ist, aber für mich schon Ausrufezeichen gesetzt haben. Sie haben gute Ergebnisse erzielt und sind gut gestartet. Für uns gilt es, zu Hause drei Punkte zu holen und dafür wird die Mannschaft alles geben.“

Der kommende Gegner ist für Eutin ein Unbekannter, denn man begegnet sich zum ersten Mal überhaupt. Als Aufsteiger von 2024/25 war der SVK vergangenes Jahr noch in der Nordost-Staffel aktiv, bevor nun ein neues Abenteuer begann. Dieses startete mit drei Siegen aus fünf Spielen wirklich gut. Die Siege gegen Cismar (3:2) und Dersau/Kalübbe (4:3) waren Ausrufezeichen, denn in beiden Spielen wurde hochverdient gepunktet. Auch gegen Lütjenburg (6:0) wusste Kirchbarkau zu überzeugen. Alle neun Punkte wurden allerdings zu Hause geholt, sodass in der Fremde noch kein Punkt verbucht wurde. Gegen die SGGO (2:3) und auch Lensahn (1:5) wurde verloren, denn man tut sich auf Kunstrasen schwer. Nun wartet in Eutin erneut solch einer. Mit dabei sein wird ein Spieler, der das Waldeck sehr gut kennt. Jesse Schlüter spielte einst für die Erste der Ostholsteiner und ist mittlerweile der Unterschiedsspieler beim SVK.

Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck

SG Insel Fehmarn – FSG Saxonia (Sa., 16 Uhr)

Nach drei Siegen und einem furiosen Start sollte die SG Insel Fehmarn zuletzt wieder in die Realität zurückkehren. Bei der SG Bösdorf/Malente musste sich die junge Mannschaft von Andre Hack knapp mit 2:3 geschlagen geben. Zwar war die Enttäuschung über die erste Saisonpleite groß, doch es war alles andere als ein schwacher Auftritt. Trotz dünnem Kader und einigen angeschlagenen Spielern sollte die SG Insel im ersten Durchgang die gefährlichere Mannschaft sein, die der Führung wesentlich näher war. Erst nach der Pause sollte das Spiel leicht kippen, doch geht dieses Unentschieden aus, beschwert sich wohl keiner. Bei einer solch heimstarken und unbequemen Truppe muss man erst einmal so auftreten, sodass die Ostholsteiner stolz sein durften. David Beljan sagte: „Generell sind wir zufrieden mit dem Start, der Dämpfer in Bösdorf/Malente ärgert uns natürlich, da war mehr drin gewesen, aber das muss man akzeptieren und weitermachen.“

Nun gastiert am Sonnabend mit der FSG Saxonia ein enorm unangenehm zu bespielender Gegner. Erst einmal verlor die Mannschaft von Tobias Becker in dieser Saison. Ansonsten gab es drei Unentschieden und zuletzt zwei Siege in Folge. Man ist defensiv enorm kompakt, verfügt über viel Erfahrung, doch hat vor allem in der Offensive einige junge, schnelle Spieler dazubekommen. Diese waren es letztlich, die zuletzt sowohl gegen Dannau als auch Preetz zum Matchwinner wurden. Für Fehmarn gilt es also, auf diese aufzupassen, doch verstecken wird man sich auch gegen die FSG nicht. Was für ein Spiel man erwartet und was es besser zu machen gilt, verriet Co-Trainer Beljan: „Saxonia ist eine robuste Mannschaft, die über die Zweikämpfe kommt, da erwartet uns ein Kampfspiel über 90 Minuten. Wir müssen lernen, noch effektiver vor dem Tor zu sein, und versuchen, noch aggressiver in die Zweikämpfe zu kommen. Saxonia möchte sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Jungs von Saxonia können auch guten Fußball spielen, die Jungs sind besser, als der Tabellenplatz aussagt. Das wird ein Kampfspiel.“

SV Rickling – SV Großenbrode (So., 15 Uhr)

Nach dem 3:1-Sieg gegen den TSV Lütjenburg wartet nun das nächste direkte Kellerduell auf den SV Rickling. Mit breiter Brust und Hoffnung, dass man nun endlich in der Kreisliga angekommen ist, begrüßen die Segeberger den SV Großenbrode. Einen Punkt trennen die beiden Mannschaften, was die Bedeutung dieser Partie klar aufzeigt. Die Heimmannschaft hofft in dieser erneut auf Torjäger Shafli Bakari setzen zu können. Der 23-Tore-Mann aus der Aufstiegssaison belebte das Offensivspiel direkt. Mit dem pfeilschnellen Stürmer soll der erste Heimsieg gelingen und gegen Großenbrode gepunktet werden. Trainer Oliver Pekrun sagt: „1. Wir sind denkbar schlecht in die Saison gestartet. Letztes Wochenende stand der erste Sieg zu Buche, was uns wieder positiv stimmt. Den Gegner trennt nur ein Punkt von uns, somit haben wir die Chance, in der Tabelle etwas Boden gut zu machen. Aber ich denke nicht, dass Großenbrode die Punkte so einfach bei uns lassen wird. Es wird wieder ein sehr schweres Spiel werden. Wir müssen wieder den Kampf annehmen und die Chancen, die sich auftun, konsequent nutzen. Wir haben letztes Wochenende wenig zugelassen hinten und müssen weiter gut verteidigen. Das Spiel nach vorne sah schon deutlich besser aus, nur die Chancenverwertung muss besser werden.“

Großenbrode hat vier Punkte auf dem Konto, doch hätte durchaus auch mehr haben können. Am Sonntag war man trotz 1:3-Niederlage gegen Tensfeld nicht die schlechtere Mannschaft. Zwei Standards sowie ein individueller Fehler sollten den Unterschied machen. Zudem wachte man erst spät auf und wurde mutig. Nun braucht es über 90 Minuten diesen Mut, denn es wartet eine ungewohnte Rolle. Außenseiter sind die Ostholsteiner nicht, sodass zu erwarten ist, dass man nun selbst wesentlich mehr für das Spiel tun muss. Trainer Peter Thomm sagt vor dem Spiel am Sonntag: „Mein bisheriges Fazit nach einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ist durchwachsen. Gerade letztes Wochenende war einen Tick mehr drin, aber Mund abwischen, denn das nächste Spiel steht an, dementsprechend konzentrieren wir uns voll darauf. Ich erwarte von meiner Mannschaft ganz klar die Zielsetzung, dass wir die drei Punkte mitnehmen wollen. Das muss jedem bewusst werden, dass es ein enorm wichtiges Spiel für uns sein kann und sollte, dementsprechend fahren wir dort auch hochmotiviert hin. Nach Möglichkeit wollen wir dort die drei Punkte holen. Besser zu machen gilt es ganz klar, diesmal nicht erst so spät aufzuwachen, sondern von vornherein voll fokussiert und mutig, mit ganz viel Wille nach vorne zu verteidigen und dann siegreich zu sein.“

TuS Tensfeld – SG Bösdorf/Malente (So., 15 Uhr)

Nach holprigem Start in die Saison sollte der TuS Tensfeld zuletzt zweimal erfolgreich sein. Sowohl in Lütjenburg (2:1) als auch Großenbrode (3:1) wurde gewonnen, sodass der Fehlstart abgewendet wurde. Der neue Trainer forderte Geduld nach zwei Spielen, bei nur einem Punkt und dies sollte sich direkt auszeichnen. Eine Niederlage aus vier Spielen sind nun die bisherige Ausbeute. Dennoch ist es noch schwer zu sagen, wo die Segeberger stehen. Das Anfangsprogramm war relativ machbar, denn die schwierigen Aufgaben warten noch. Dennoch zieht Christoph Hinz ein erstes Fazit: „Ich bin mit den ersten Wochen grundsätzlich zufrieden. Die Jungs nehmen die Dinge gut an und man sieht immer mehr, in welche Richtung wir wollen. Natürlich sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen, und es gibt genug Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Aber genau darum geht es gerade: jeden Tag besser zu werden und als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen.“

Nun gastiert die SG Bösdorf/Malente, wo den TuS eine schwierige Aufgabe erwartet. Hinz sagt: „Ich erwarte ein intensives Spiel, in dem wir von Beginn an gefordert sein werden. Wir wollen selbstbewusst auftreten und versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Wichtig wird sein, dass wir in den entscheidenden Phasen wach sind und unsere Möglichkeiten nutzen.“ Mit Blick auf das vergangene Spiel sieht man einiges, woran man anknüpfen, doch sich auch noch steigern möchte: „Aus dem letzten Spiel können wir einiges mitnehmen. Wir hatten viele gute Phasen, waren stabil und haben wenig zugelassen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir noch konstanter werden können. Genau daran arbeiten wir und da erwarte ich auch, dass wir Woche für Woche einen Schritt nach vorne machen.“

Mit der SG Bösdorf/Malente gastiert nun eines von zwei Teams, das noch ungeschlagen ist. Elf Punkte stehen bereits auf dem Konto der SG, die somit den zweiten Platz belegt. Der Saisonstart verlief nach Plan, sodass das erste Fazit von Benjamin Berger positiv ausfällt: „Wir sind mit den ersten fünf Spieltagen sehr zufrieden. Aktuell noch ohne Niederlage und 3,4 Toren pro Spiel können wir sehr zufrieden sein. Leider haben wir etwas die Klarheit im eigenen Spiel verloren und haben mit acht Gegentreffern definitiv zu viele bekommen. Daran müssen wir arbeiten und müssen schnellstmöglich wieder dahin kommen, mehr den Ball zu haben und mehr Aktionen auch mit diesem zu gestalten.“ Zuletzt gab es einen Heimsieg gegen Fehmarn, wo man vor allem nach der Pause überzeugte. Der Gegner stellte Bösdorf vor Herausforderungen, die allerdings gut gelöst werden konnten.

Nun steht ein Spiel an, das mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr unangenehm wird. Der B-Lizenz-Inhaber kennt die Auswärtsspiele am Bahndamm bereits aus der Vergangenheit, als er mit Putlos gastierte. Damals hütete Berger selbst das Tor, bevor er die Rolle des Feldspielers nach dem Seitenwechsel übernahm. Dies wird diesmal nicht passieren. Auch eine 0:4-Niederlage möchte der Coach nicht erleben, sodass er vor dem kommenden Spiel warnt: „Spiele in Tensfeld sind immer unangenehm. Der Platz ist super, aber auch groß. Ich selbst habe mir das Spiel gegen Lütjenburg von Tensfeld angeschaut und weiß, worauf es ankommen wird. Sie spielen schnell in die Spitze und suchen durch Broetzmann einen schnellen Torabschluss. Sie haben aber auch ihre Schwächen, die wir ausnutzen wollen. Wir müssen mehr Klarheit in unserem Spiel haben. Wir müssen das Spielgeschehen kontrollieren – auch wenn wir nicht so viele Ballbesitzphasen haben sollten. Das erwarte ich auch von meinen Spielern und da müssen wir wieder hinkommen. Dann werden wir schwer zu schlagen sein.“

Der 6. Spieltag

FT Preetz – SG Göhl/Oldenburg (Fr., 19.30 Uhr)
TSV Dannau – SC Cismar
TSV Gremersdorf – TSV Lensahn (Sa., 15 Uhr)
SG Dersau/Kalübbe – TSV Lütjenburg
Eutin 08 II – SV Kirchbarkau (16 Uhr)
SG Insel Fehmarn – FSG Saxonia
SV Rickling – SV Großenbrode (So., 15 Uhr)
TuS Tensfeld – SG Bösdorf/Malente

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein