Der FC Anker Wismar musste sich im Derby bei der TSG Neustrelitz mit 0:1 geschlagen geben. Das Tor der Hausherren fiel in der Nachspielzeit. Foto: Bernhard Knothe

Der FC Anker Wismar musste sich am Wochenende im Landesderby gegen die TSG Neustrelitz mit 0:1 geschlagen geben. Das Siegtor der Residenzstädter fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit

Vier neue in der Startelf

Anker-Trainer Matthias Fink musste seine Aufstellung der letzten Woche gleich viermal ändern. Esdorf und Hurtig fehlten verletzt, Wallenta fehlte komplett und Jahnke saß zuerst auf der Bank. Für sie standen Rode, Pataman, John und Hauer in der Startformation.

Durch diese Niederlage hat der FC Anker Wismar einen großen Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld verpasst, denn nach den zwei Siegen in der englischen Woche gegen Makkabi Berlin und dem FC Viktoria Berlin musste sich das Team von Matthias Fink beim Tabellendritten TSG Neustrelitz mit 0:1 geschlagen geben. Besonders bitter war dabei die Tatsache, dass der Siegtreffer der Gastgeber erst in der 94. Minute fiel. „Wir standen zumindest ganz dich vor dem Unentschieden. Am Ende war dieses Gegentor aber ein harter Schlag für uns. Zwar hatte die TSG die etwas besseren Möglichkeiten, aber wir haben das Spiel in der Abwehr gut beherrscht, deshalb tat dieser Gegentreffer in der Nachspielzeit besonders weh. Den letzten Eckball haben wir einfach katastrophal verteidigt und sind dann bestraft worden. Die drei nächsten Spiele werden aber nicht einfacher, zuerst am nächsten Freitag beim Spitzenreiter Tasmania Berlin und dann das hochbrisante Pokalhalbfinale beim SV Pastow. Drei Tage später am 3. Mai haben wir dann unser nächstes Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg“, so Ankertrainer Fink.

Neustrelitz hatte anfänglich optische Vorteile und die wohl größte Gelegenheit zum Führungstreffer hatte Nick Höfer in der 25. Minute. Mustergültig bedient und völlig frei vor dem Tor, schoss er aber aus Nahdistanz über die Latte. In der 38. Minute klärte dann Ankertorwart Hajo Kurth noch einmal glänzend gegen Maik Frühauf. Aber kurz vor dem Seitenwechsel auch zwei gute Möglichkeiten für die Ostseestädter durch Pascal Breier und Evgeni Pataman, es blieb aber beim torlosen Remis zur Pause.

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Auch nach dem Seitenwechsel hatten beide Teams ihre guten Phasen, aber glasklare Torchancen gab es nicht, die etwas besseren lagen sogar auf der Seite der Hansestädter. Als sich schon alle mit der erneuten Punkteteilung abgefunden hatten (bereits im Hinspiel gab es ein 1:1 zwischen beiden Vereinen), gab es in der 94. Minute noch einmal eine Ecke für die TSG. Der eingewechselte Remmy Jason Orlando Kruse führte sie aus und Luis Inderwisch kam per Kopf zum Erfolg. Unbeschreiblicher Jubel auf dem Platz und auf den Rängen, es war wie eine Erlösung. Das ganze Gegenteil natürlich bei der Ankerelf, die mit hängenden Köpfen den Platz verließ.

Beide Trainer verlassen ihre Mannschaften am Saisonende

Interessant dann die anschließende Pressekonferenz, denn beide Trainer werden sich sicher länger nicht bei einer solchen treffen. Während der Abschied von Ankertrainer Matthias Fink bereits vor zwei Wochen öffentlich gemacht wurde, sind am Rande auch das Ende von TSG-Trainer Thomas Franke bekannt geworden.

Auf die Frage nach seinem Weggang zum Saisonende teilte er mit, dass er noch keine neue Verpflichtung eingegangen sei. „Ich habe noch gar nichts, aber ich denke, es ist einfach an der Zeit weiterzuziehen. Ich möchte höherklassig als Trainer arbeiten, und die Perspektive ist, das soll kein Vorwurf sein, hier in Neustrelitz nicht gegeben. Immer wieder Umbruch, immer wieder neue Spieler, von vorn anfangen, irgendwann entscheidet man sich schweren Herzens, und das habe ich in dieser Woche getan. Es hat mich sehr berührt, es gestern den Jungs sagen zu müssen. So emotional bin ich sonst nur am Spielfeldrand, weil ich Fußball liebe.“

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