Bremen – Wer hätte vor der Partie von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln noch einen Pfifferling für das Team von Trainer Florian Kohfeldt gegeben? Die bis dato so heimschwachen Grün-Weißen hatten die schier unmögliche Vorgabe eines 4:0-Sieges bei gleichzeitigem Punktgewinn der Fortuna Düsseldorf bei Union Berlin. Ein Düsseldorfer Sieg hätte bereits den direkten Abstieg bedeutet. Nun ist es am Sonnabendnachmittag im Geisterspiel – wie zu dieser Stunde dem Fußball-Fan bekannt sein dürfte – alles ganz anders gelaufen.

Kantersieg gegen schlaffe Geissböcke

Die entfesselten Hausherren im Weserstadion erzielten nach Belieben ein halbes Dutzend Tore, siegten mit 6:1 gegen schlaffe Geissböcke; fernab im Stadion an der Alten Försterei in Berlin bekamen die Düsseldorfer kein Bein auf den Rasen, kassierten ein 0:3 – aus die Maus, direkter Abstieg!

Und nun Heidenheim – oder HSV?

Bremen  schaut sich nun heute erst einmal das Finale in der Zweiten Bundesliga an. Wer wird Dritter – der 1. FC Heidenheim oder der Hamburger SV? Einer von beiden ist bereits am Donnerstag zu Gast im Weserstadion zum ersten Spiel in der Relegation; am Montag, 6.7., folgt bereits das Rückspiel.

„Bitte guckt zu Hause Fußball!“

Besteht das Kohfeldt-Team die Relegationsprüfung, dann gibt es tatsächlich das „Wunder an der Weser“ nach einer total verkorksten Saison. „Wir dürfen uns das jetzt nicht mehr aus der Hand nehmen lassen“, konstatierte Kohfeldt. Und an die Werder-Fans appellierte er: „Auch wenn die Emotionen  jetzt immer höher werden, egal was passiert, bitte bleibt zu Hause. Wir sind immer noch in einer Pandemie. Egal, wer am Donnerstag kommt:  Bitte guckt zu Hause Fußball!“

Was bleibt noch vom letzten Spieltag der Bundesliga-Saison? Mönchengladbach sicherte sich mit dem 2:1 gegen Hertha BSC endgültig die Champions League-Teilnahme. Leipzig (2:1 in Augsburg) hatte sie ebenso in der Tasche wie Vizemeister Dortmund, der sich daheim mit 0:4 gegen Hoffenheim blamierte.

Leverkusen (1:0 gegen Mainz) und Hoffenheim qualifizierten sich für die Europa League, Wolfsburg (0:4 gegen Bayern München) kann als Tabellensiebter auch noch dabei sein.

Schalke krönte die schlimme Minus-Serie mit einem 0:4 in Freiburg, landet in der Schlussrechnung auf dem 12. Tabellenplatz.

Schlusslicht Paderborn verabschiedet sich aus der Bundesliga mit einem 2:3 bei Eintracht Frankfurt.

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