
Wismar – Sportchef Hannes Köhn hatte noch bei HL-SPORTS gewarnt. Der Tabellenstand des F.C. Hansa Rostock II dürfe den FC Anker Wismar nicht blenden, hatte er vor dem Mecklenburg-Duell gesagt. Am Freitagabend bestätigte sich seine Einschätzung. Der Tabellenletzte setzte sich deutlich mit 4:1 (0:0) durch und fügte dem FCA die dritte Saisonniederlage in der NOFV-Oberliga Nord zu.
Nach torloser erster Hälfte fallen fünf Treffer
Dabei stand es nach den ersten 45 Minuten noch 0:0. Sämtliche Treffer der Begegnung vor 212 Zuschauern fielen erst im zweiten Durchgang.
Fiete Bock brachte die Gäste in der 62. Minute in Führung. Anschließend schlug Rezart Bytyqi (74., 76.) innerhalb kürzester Zeit doppelt zu und erhöhte mit seinen Treffern auf 3:0 für die Reserve-Kogge. Für Wismar gelang Henry Haufe (82.) noch der Anschlusstreffer zum 1:3. Den Schlusspunkt setzte allerdings erneut die Rostocker Zweitvertretung: Der eingewechselte Lares Kodanek (90.) markierte den 4:1-Endstand.
Damit bewahrheitete sich die Warnung von Ankers Sportchef Köhn. Hansa war mit lediglich zwei Punkten aus den ersten vier Partien und als Tabellenletzter nach Wismar gereist. Köhn hatte allerdings bereits vor dem Spiel betont: „Von der Tabelle lassen wir uns nicht blenden. Hansa steht aktuell zwar mit zwei Punkten am Tabellenende, hat aber gute, junge Spieler in seinen Reihen.“
Sieg: „Hansa einfach griffiger, mutiger und besser“
Nach der Partie zeigte sich Anker-Trainer Tobias Sieg entsprechend enttäuscht. „Wir verlieren gegen einen guten FC Hansa auch in der Höhe verdient mit 1:4“, lautete seine klare Einschätzung.
Vor allem die fehlende defensive Stabilität bemängelte der Trainer. „Wir haben es nicht geschafft, die defensive Stabilität, die uns in den zurückliegenden Wochen beinahe ausgezeichnet hat, auf die Platte zu bringen.“ Die Rostocker hätten auf die Anpassungen seiner Mannschaft immer eine Antwort gefunden und seien „insgesamt einfach griffiger, mutiger und im Ergebnis einfach besser“ gewesen.
Für den FC Anker heißt es nun, die deutliche Niederlage zu verarbeiten. Dafür bleibt zumindest etwas Zeit. „Wir müssen diese krasse Enttäuschung in den kommenden 14 Tagen abschütteln, hoffen, dass angeschlagene Spieler zurückkommen und inhaltlich gut arbeiten“, sagte Sieg.
Danach warten zwei anspruchsvolle Aufgaben. Mit dem SV Lichtenberg 47 und dem SV Siedenbollentin trifft Wismar auf zwei Mannschaften, die nach fünf Spieltagen jeweils in der Spitzengruppe der Oberliga stehen. Sieg weiß entsprechend, was auf seine Mannschaft zukommt: „Mit Lichtenberg und Siedenbollentin warten zwei herausragende Teams in den kommenden beiden Spielen.“
Test statt Pokal
Am kommenden Freitag bestreiten die Wismarer ein Testspiel beim SV Pastow, statt im Landespokal anzutreten. Dort flogen sie auf Rügen raus. In der Liga geht es am 10. Oktober bei Lichtenberg 47 weiter.
Bildquellen
- Haufe: Jens Upahl
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