Anton Ihde: Joker mit Torriecher und ohne Angst vor Abwehrriesen

Phönix-Stürmer fühlt sich nach seinem ersten Treffer super

Anton Ihde (1. FC Phönix Lübeck). Foto: Lobeca

Lübeck – „Man versucht, was man kann“, sagte Anton Ihde direkt nach seinem Einsatz am vergangenen Donnerstag im Stadtderby gegen den VfB Lübeck, als der Adler-Angreifer für die letzten zehn Minuten in die Partie kam und sich sofort gegen Jannik Löhden versuchte durchzusetzen. Der Größenunterschied war dabei für den 19-Jährigen kein Hemmnis, denn Löhden misst 2,03 Meter, Ihde ist mit 1,86 Meter fast 20 Zentimeter kleiner. Das Halbfinale hat der 1. FC Phönix Lübeck gegen die Grün-Weißen zwar mit 0:1 verloren und den Youngster im Adler-Trikot hat das natürlich geärgert – „es war mehr drin“ – doch sein Selbstvertrauen war zu sehen.

Guter Schlaf nach Premierentreffer

Das holte er sich ein paar Tage zuvor, als er seine Mannschaft als Joker zum 3:2-Sieg bei Eintracht Norderstedt in der Regionalliga Nord schoss. Im Edmund-Plambeck-Stadion lief die 96. Minute, als Ihde sein erstes Tor bei den Herren erzielte. Wie er danach geschlafen hat, war die Frage von HL-SPORTS. Die Antwort: „Sehr gut. So etwas erlebt man nicht oft und ich denke, dass man das Tor schon ein bisschen feiern durfte.“ Eine Mannschaftsrunde blieb ihm erspart, doch alle Teamkollegen bejubelten das Phönixer Eigengewächs, der die ersten Fußballerfahrung an der Travemünder Allee machte.

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„Wir müssen einfach abliefern“

Am heutigen Sonntag (25.9.) um 14 Uhr kommt der Hamburger SV II an den Flugplatz. Ihde möchte wieder mitmischen und hofft auf einen weiteren Einsatz. „Wir müssen einfach das abliefern, was wir draufhaben, mit der richtigen Einstellung rangehen und dann kann auch ein technisch starker HSV zum Flugplatz kommen und dann gewinnen wir da auch“, so der 19-Jährige.

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Ihde kümmert sich um Bälle

Angekommen im Herrenfußball ist er und meint: „Ich fühle mich ganz gut, auch wenn es am Anfang eine Umstellung vom Jugendfußball war und dann direkt in die Regio-Mannschaft, aber ich glaube, ich bin ganz gut angekommen. Mit dem Tor in Norderstedt fühlt man sich auch ganz gut und es heißt einfach weitertrainieren und bestehen“, so Ihde. Jeder Rookie hat Aufgaben im Team. Bei ihm heißt Bälle holen, aber „da helfen die anderen auch mit“.

Qual der Wahl

Im Abschlusstraining am Sonnabend änderte sich nichts mehr in Sachen Kader vor der Partie gegen den Zweitliga-Nachwuchs. FCP-Cheftrainer Oliver Zapel hat die Qual der Wahl und will auf die frischeste Mannschaft setzen. Interessant wird sein, ob die „Bubi-Rothosen“ spielfreie Profis mit an die Trave bringen.

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