Auf Traumstart folgt Horror-Oktober – Fazit fällt durchwachsen aus

08 hadert mit Krise im Herbst

Jasper Frahm blickt auf die Hinserie zurück. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Eutin – Nach der Vizemeisterschaft und verlorenen Aufstiegsrelegation galt es für Eutin 08 II, einen neuen Anlauf zu nehmen. Es sollte in Richtung Verbandsliga gehen, und die ersten Wochen ließen vermuten, dass kaum etwas dagegen sprechen sollte. Ein Formtief kostete allerdings die Tabellenführung, sodass man auf Patzer der Konkurrenz hoffen muss. Das Hauptthema am Waldeck bleibt dennoch das Thema Entwicklung, worauf der Chefcoach einen ganz besonderen Fokus legt.

Zehn Spiele ungeschlagen

Besser hätte man wohl kaum in die Kreisliga-Ost-Saison starten können, als es Eutin 08 II tat. Trotz extrem kurzer Sommerpause und kaum Zeit für Erholung startete der Vizemeister furios und feierte zehn ungeschlagene Spiele. Nur einmal wurden zwei Punkte abgegeben, ansonsten gewannen die Eutiner neun Partien, und für nicht wenige schien es, als würde in diesem Jahr nichts an den Rosenstädtern als Meister vorbeiführen. Die Offensive schien unaufhaltsam, vor allem das Duo aus Jorge Bruckmann und Knipser Monty Gutzeit ragte heraus, doch es gab einen Leistungseinbruch. In Lensahn setzte es die erste Saisonniederlage an einem der berühmten Tage, wo einfach nichts klappt. Doch es blieb nicht bei der einen Pleite. Wettbewerbsübergreifend wurden fünf Spiele verloren, der gesamte Oktober blieb ohne einzigen Punkt. Hinzu kamen 24 Gegentreffer in den besagten Spielen, ein katastrophaler Wert. Die Tabellenführung war weg, doch man fand zurück in die Spur. In den letzten Spielen vor dem Winter holten die 08er die maximale Punktausbeute. Zur Winterpause steht man nun auf dem ersten Platz, doch die Konkurrenz hat noch drei Spiele weniger. Dobersdorf könnte weit wegrücken, und auch der zweite Platz könnte weg sein.

Fazit

Trainer Jasper Frahm, der ab Sommer die Erste mit Lukas Schultz übernimmt, sagte zur Hinserie: „Unser Fazit ist ein Stück weit durchwachsen. Wir hatten bekannterweise eine Phase im Herbst, die nicht einfach war für uns. Daraus sind wir aber auch wieder gut und stark herausgekommen, und auch das ist wieder eine Herausforderung für eine junge Truppe, das anzunehmen, damit umzugehen, aber auch es besser zu machen, und das haben wir zum Abschluss gemacht. Mit der Phase, die wir mittendrin hatten, die einfach zu lange war, sind wir nicht einverstanden, ansonsten von der Entwicklung sind wir zufrieden. Wir hatten sicherlich auch einige Verletzungsgeschichten oder auch berufliche Themen, wo jemand ein halbes Jahr nicht da war. Da freuen wir uns auf die Rückkehrer, die zur Vorbereitung wieder reinstarten werden. Das werden dann quasi wieder drei „Neuzugänge“ sein, die wir als zusätzliche Optionen im Kader haben, sodass wir tabellarisch sicherlich aktuell zufrieden sind, aber es auch einordnen können, dass einige Mannschaften noch mit den Nachholspielen an uns vorbeiziehen können. Nichtsdestotrotz schauen wir auf uns, wollen uns entwickeln und weiter erfolgreich sein, und da kommt es am Ende auch drauf an.“

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Frahm ist positiv gestimmt

In der Rückrunde wird man voraussichtlich eher die Rolle des Jägers einnehmen, die ihnen in der vergangenen Saison sehr gut lag. Eine starke Rückserie brachte am Ende die Vizemeisterschaft und das Hoffen auf die Verbandsliga. Die Moral der Mannschaft nach der Krise passte, und genau das könnte in der Rückserie enorm wichtig werden. Frahm sagte: „Die Phase im Herbst lief nicht so gut, aber was mich positiv stimmt, ist, wie die Mannschaft es angenommen hat und wir uns zusammen und gemeinsam befreit haben, das war schon sehr positiv, und darauf kann man aufbauen. Spieler hervorheben würde ich tatsächlich nicht. Ich denke, wir sind eine sehr homogene Mannschaft, haben eine geschlossene Mannschaft, die gemeinsam auftritt und auch keinen hervorhebt. Von sich aus schon gar nicht. Wir ziehen an einem Strang, und das ist wichtig. Hauptpunkt für die Rückrunde ist, dass wir das wieder beherzigen müssen, damit wir eine erfolgreiche Rückserie spielen.“

Nach der Krise kam man wieder in die Spur. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Drei Rückkehrer

Die Vorbereitung startet Ende Januar. Bis dahin stehen Hallenturniere in Bornhöved, Nortorf und die Hallenkreismeisterschaften an. Ansonsten hat das Team noch frei, wo es abzuschalten gilt und den Kopf freizubekommen. Gleichzeitig appelliert der Coach an seine Jungs, dass sie fit und hungrig zurückkehren. Personell gibt es mit Jesper Görtz einen Neuzugang, doch drei Spieler kann man ebenfalls als „Neuzugänge“ sehen. Denn mit Raphael Witt, Max Pfaff und Shadi Almadani kehren drei Spieler zurück, die in der gesamten Rückserie verletzungsbedingt oder beruflich fehlten. Es sind somit wieder mehr Optionen für den Coach, der vor allem für die Flügel wieder mehr Möglichkeiten bekommt. Testspiele wird es im Winter drei Stück geben. Gegen den TSV Schlutup, den BCG Altenkrempe und den letztjährigen Meister TSV Gremersdorf.

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