
Stockelsdorf – Am Freitagabend geht es bereits weiter in der Kreisliga Süd. Der ATSV Stockelsdorf empfängt dabei den TSV Zarpen. Mit Blick auf die Tabelle ist die Favoritenrolle geklärt, doch in den vergangenen Wochen gab es für beide Mannschaften wenig Grund zur Freude. Beide holten seit Wochen keinen Sieg mehr, sodass durchaus schon etwas Druck auf dem Freitagabendspiel steckt.
Zarpen ging die Luft aus
Der Saisonstart des TSV Zarpen war höchst beeindruckend. Als Aufsteiger sorgte der Meister der Kreisklasse A für Furore, bezwang Top-Teams der Liga und zeigte spektakuläre Aufholjagden. Man führte die Liga an, doch die Verantwortlichen traten auf die Euphoriebremse. Man wollte an der eigenen Ausrichtung nichts verändern, sodass der Klassenerhalt das klare Ziel bleibt. Mit der Niederlage gegen Eichholz II war Zarpen die letzte Mannschaft in dieser Saison, die bezwungen wurde, doch seitdem hakt es etwas bei der Mannschaft von Trainer Tobias Clasen. Personell fehlen immer wieder Spieler, wie Schlüsselspieler Nico Scheel, und auch auf der Bank sieht es wesentlich leerer aus. Das Momentum des Saisonstarts ist verpufft, sodass es zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen gab. Jüngst bot man einen enttäuschenden Auftritt beim SV Fortuna St. Jürgen, wo man mit 1:4 unterlag. Es war eine katastrophale erste Hälfte, die nun abgeschüttelt werden muss. Es braucht ein anderes Gesicht, denn dass man die Qualität hat, das haben die ersten zwei Monate der Saison gezeigt.
Aufsteiger ließ Basics vermissen
Vor dem anstehenden Spiel sagt Trainer Tobias Clasen: „Das wird definitiv keine leichte Aufgabe, aber die gibt es in der Kreisliga auch nicht. Man muss in jedes Spiel hundertprozent konzentriert reingehen und das haben wir tatsächlich in den letzten drei Spielen nicht immer getan. Wir haben viele Basics vergessen in den vergangenen drei Spielen und nur einen Punkt geholt, was meiner Meinung nach etwas zu wenig ist. Es wäre definitiv in dem ein oder anderen Spiel mehr drin gewesen, wenn wir uns einfach wieder mehr auf uns als auf andere Dinge konzentrieren würden. Wir wollen jetzt in Stockelsdorf den Schalter umlegen und versuchen, die drei Punkte wieder mitzunehmen. Uns erwartet ein Freitagabendspiel, das sehr umkämpft sein wird. Personell sieht es wieder wesentlich besser bei uns aus als in den letzten drei Wochen, wo wir sogar Unterstützung aus der Altherren bekommen haben, die das super gemacht haben. Es fehlen immer noch welche mit Arnold Becker, Bennet Böttger, Marcel Schinck und Nico Budriks.“
Stockelsdorf will ein anderes Gesicht zeigen
Für den ATSV Stockelsdorf gab es zuletzt einen klaren Trend nach unten. Vier der vergangenen fünf Spiele wurden verloren, wobei es zuletzt zwei enttäuschende Auftritte gab. Gegen den SV Fortuna St. Jürgen unterlag man mit 2:5, wobei man ein ganz schwaches Bild bot. Mit fünf Gegentreffern waren die Ostholsteiner gut bedient, denn der Gegner ließ zahlreiche weitere Chancen liegen. In Kücknitz sollte ein anderes Gesicht gezeigt werden, doch dieses war es keineswegs. Bereits zur Pause war die Messe gelesen und am Ende unterlag der ATSV mit 0:6. Es war eine deutliche Pleite und dennoch kam man mit einem dunkelblauen Auge davon. Der Gegner sprach von zu viel Arroganz vor dem Tor, sodass zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten ohne Ertrag blieben. Vor allem defensiv braucht Stockelsdorf nun eine Verbesserung. Mit zehn Punkten belegen sie den Relegationsplatz 14. Der Vorsprung beträgt noch vier Zähler, sodass man etwas Luft noch hat, doch es braucht dringend wieder Punkte. Trainer Yannik Biemann sagt vor dem Spiel am Freitag: „Nach den letzten Wochen wollen wir gegen Zarpen ein anderes Gesicht zeigen und von der ersten Minute an deutlich machen, dass wir bereit sind, um jeden Meter zu kämpfen. Wir müssen als Mannschaft geschlossen auftreten, Leidenschaft zeigen und füreinander einstehen. Wir wollen alles auf dem Platz lassen und unsere Stärken abrufen.“








