Hamburg – Zum dritten Mal in Folge hat der Hamburger SV den Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Das trifft auch Finanzvorstand Frank Wettstein, denn er muss zukünftig jeden Cent zweimal umdrehen – schlimmer als je zuvor. Der Verein muss noch mehr sparen. Doch der 47-Jährige beruhigte in einem NDR-Interview etwas: „Der HSV ist immer noch überlebensfähig und hat seine Position sicherlich nicht verschlechtert.“

Top-Club in der 2. Liga

Schon bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Tim Walter vermittelte Wettsteins Vorstandskollege Jonas Boldt, dass Platz vier keine Option sei. Der Finanzvorstand schlug nun in die gleiche Kerbe und gab sich kämpferisch: „Wir geben nicht auf, starten einen neuen Versuch und werden es auch irgendwann schaffen.“ Er glaubt, dass der HSV auch in der 2. Liga „einer der fünf, sechs Clubs sein wird, die um den Aufstieg mitspielen“.

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Bisher keine Kredite nötig

Corona hat die Ausgangslage zwar nicht verbessert, doch Wettstein sieht die Kasse stabil: „Prinzipiell sind wir bislang passabel durch die Corona-Pandemie gekommen. Die Dinge, die wir mit unseren Partnern vereinbart haben, reichen bis heute aus und werden mit Sicherheit auch noch die nächsten Wochen und Monate ausreichen, um stabil durch die Krise zu kommen.“ KfW-Kredite und Punktabzug wegen Verstoßes gegen die Lizenzauflagen sind kein Thema im Volkspark.

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Wettstein hofft auf Fan-Rückkehr

Sogar Hoffnung steht am Ende, denn die Fans könnten bald wieder in Stadion dürfen. Wettstein: „Wir haben die Hoffnung, dass in Anbetracht der steigenden Impfquoten und der sinkenden Corona-Inzidenz die Zuschauer-Zulassung wieder ein akutes Thema wird. Wir sind in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden. Wir haben unsere Konzepte alle vorgelegt. Und jetzt muss die Politik eine Entscheidung treffen.“ Diese dürfte allerdings nicht sofort fallen und auch eine Auslastung von 50 Prozent ist eher für den Finanzvorstand utopisch. Dennoch dürfte es dann wenigstens finanziell eine Entlastung geben.

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