Torwart Lukas Raeder (32, VfB Lübeck). Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Sieben Partien, kein Sieg, lediglich zwei Unentschieden konnte der VfB Lübeck verbuchen. Das ist definitiv zu wenig, um das Abenteuer 3. Liga zu bestehen. Die Verantwortlichen, auch die Spieler, geben sich nach außen hin aber weiter optimistisch. Statements wie „wir sind nicht schlechter wie die anderen“, „wir werden den Bock umstoßen“, oder „man muss als Mannschaft klare Worte finden, auch mal einen dreckigen Punkt mitnehmen“, sind da nur Beispiele. Die Wahrheit liegt aber bekanntlich (5 Euro für das Phrasenschwein) auf dem Platz. Und dort reicht es (bisher) eben noch nicht für die volle Ausbeute, einen Dreier. Nächste Chance: Am Freitag geht es mit dem Bus (!) nach Köln, zur Viktoria. Martin Röser sagte zu dieser Aufgabe zuletzt auf der Pressekonferenz nach der Halle-Pleite (2:3): „Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir uns als Mannschaft nicht auseinander dividieren lassen. Viele von uns waren schon in so einer Situation, dass man schlecht in eine Saison startet. Da zählt es jetzt, dass man echte, harte Arbeit auf den Platz bringt, im Training gut arbeitet. Wir müssen nach vorne schauen, haben uns den Start sicherlich alle zusammen anders vorgestellt. Man sieht aber auch, dass wir Qualität auf dem Platz haben. Nun muss es schnell passieren, dass wir Punkte holen. Ich glaube, dass wir das schon gegen Köln schaffen können“, so der Sommerneuzugang. Na dann…

Unbeschriebenes Blatt…

Doch was kommt da mit der Viktoria auf den VfB Lübeck zu? Zunächst einmal ein Kontrahent, gegen den man noch nie zuvor ein Pflichtspiel bestritt. Der Fußballverein aus dem rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Höhenberg spielt im zweiten Jahr in der dritthöchsten Liga, steht mit 13 Punkten aus sieben Partien gut da.

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Wann kommt das ersehnte Erfolgserlebnis für den VfB Lübeck? Mirko Boland. Foto: Lobeca/Raasch

„Ex-HSV-Recke“ ist Trainer…

Mit Pavel Dotchev haben die Kölner einen Trainer, der schon so einige Stationen in seiner Laufbahn aufweisen kann. Beim FC Hansa Rostock, Erzgebirge Aue, Preußen Münster, SV Sandhausen, ZSKA Sofia (Bulgarien), den SC Paderborn oder Rot-Weiß Erfurt sammelte der 55-jährige, frühere Fußballprofi des Hamburger SV (1992 bis 1993), Erfahrung.

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Kader gut besetzt in Köln…

Am Sportpark (Fassungsvermögen 10.001 Zuschauer) in Höhenberg haben sich in den letzten Jahren aber auch gute Fußballer eingefunden. Das geht von Schlussmann Sebastian Mielitz, im Sommer vom dänischen Club SonderjyskE gewechselt, über Urgestein Mike Wunderlich, der Kapitän gehört dem Verein seit 2011 an, bis hin zu Angreifer Albert Bunjaku (davor u.a FC Erzgebirge Aue, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Nürnberg) oder den Leihgaben Yannik Bangsow (Eintracht Braunschweig) und Marcel Risse (1. FC Köln).

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Es bleibt nach wie vor nur die Hoffnung, daß endlich der Knoten platzt. Ausgerechnet auswärts in Köln?!?
Viel Erfolg und ein bisschen Glück.