
Oldenburg – Der elfte Spieltag in der Kreisliga Südost wurde bereits am Dienstagabend eröffnet. Der TSV Ggremersdorf und TSV Dannau duellierten sich in einem vorgezogenen Spiel. Am Ende hieß es 8:1, sodass sich die Heimelf die Tabellenführung zurückholte. Nun stehen am Wochenende einige weitere spannende Duelle an. Am Freitagabend trifft Eutin 08 II auswärts auf Preetz, zudem der TSV Lütjenburg auf die FSG Saxonia. Am Sonnabend geht der Blick vor allem nach Oldenburg, wo es ein echtes Topspiel gibt. In Kirchbarkau gilt es für beide Teams darum, mal wieder einen Sieg einzufahren. Dies ist auch das klare Ziel des SV Großenbrode, der nach Grömitz muss. Am Sonntag komplettiert der TSV Lensahn den Spieltag. Gegen den SV Rickling soll die makellose Heimserie ausgebaut werden und der erste Platz zurückgeholt werden.
SV Kirchbarkau – TuS Tensfeld (Sa., 14 Uhr)
Die vergangenen zwei Wochen rollte beim SV Kirchbarkau kein Ball. Sowohl gegen Preetz als auch Fehmarn wurde das Spiel verlegt, sodass man seit dem 11. September kein Spiel mehr bestritten hat. Die Pause war also lang, doch man konnte kleine Wunden lecken und vor allem das enttäuschende Spiel in Dannau (1:1) aufarbeiten. Es war ein ganz schwacher Auftritt des SVK, wobei man erst spät durch einen Elfmeter eine Niederlage abwendete. Dennoch war es das zweite Spiel in Folge ohne Sieg, was die drei Siege zuvor etwas trübte. Nun gilt es, ein anderes Gesicht zu zeigen, und man ist zuversichtlich, dass dies gelingt. Es ist wieder ein Heimspiel und dort fühlt man sich nun mal am wohlsten. Drei der vier Spiele zu Hause wurden gewonnen und genau daran gilt es anzusetzen.
Für Gegner TuS Tensfeld ist das Ziel allerdings ebenfalls klar. Es braucht Siege, denn der letzte Dreier liegt nun schon sechs Spiele zurück, sodass man derzeit Platz zwölf belegt. Dies ist nicht der Anspruch des TuS, bei dem es zuletzt gute Ansätze gab, doch die Ergebnisse einfach nicht stimmten. Zwei deutliche Heimniederlagen gegen die SG Göhl/Oldenburg und den TSV Lensahn schmerzten sehr. In beiden Spielen war es jeweils eine richtig gute erste Hälfte, in der das Spiel auch noch offen blieb, doch nach der Pause brach man ein. Selbst in Unterzahl gab es gegen Lensahn zu einfache Gegentore. Vorne fehlt Torge Broetzmann enorm, denn die Durchschlagskraft ist zu wenig. Nun vor dem kommenden Spiel sagt Trainer Christoph Hinz: „Wir haben das letzte Spiel besprochen, gerade mit der zweiten Hälfte konnten wir nicht zufrieden sein. Aber das ist jetzt abgehakt. Die Jungs haben Bock, ich habe Bock und jetzt wollen wir auf dem Platz eine Antwort geben. Dafür müssen wir wieder füreinander arbeiten, mutig sein und richtig Energie reinbringen. Personell ist es weiterhin nicht einfach.“
SG Dersau/Kalübbe – SG Insel Fehmarn (Sa., 15 Uhr)
Das ist die SG Dersau/Kalübbe, die alle vor der Saison erwartet hatten. Schwer zu bezwingen, defensiv enorm kompakt und vorne enorm effektiv. Dies zeichnet die „Keiler“ aus und machte sie schon im vergangenen Jahr so enorm stark. Nun ist man bereits fünf Spiele unbesiegt, feierte drei Siege und reduzierte die Anzahl an Gegentoren massiv. Nur viermal klingelte es in fünf Spielen hinten. In Preetz war man die erste Mannschaft, die es schaffte, der FT im Fichtestadion Punkte abzunehmen. Zwar gab es nur ein 0:0, doch schlecht war der Auftritt keineswegs. Nun soll allerdings wieder zu Hause gepunktet werden, denn dort fühlt man sich am wohlsten. 13 von möglichen 18 Punkten wurden eingefahren. Zu Gast im Waldstadion ist die SG Insel Fehmarn. Die Mannschaft von Andre Hack startete richtig gut in die Saison und grüßte von ganz oben. In Lensahn folgte allerdings der bittere Sturz in die Realität, wo es eine 1:7-Klatsche gab und man voll und ganz die Grenzen aufgezeigt bekam. Dies ist nun knapp zwei Wochen her, sodass die SG diese Klatsche aufarbeiten konnte. Es gilt einiges besser zu machen, damit es gegen die unbequemen Keiler nicht, wie in der vergangenen Saison, zwei deutliche Niederlagen gab. 1:4 verlor man in der Fremde, 1:3 zu Hause. Vor dem Wiedersehen sagt Co-Trainer David Beljan: „Mit Dersau/Kalübbe wartet der nächste starke Gegner auf uns, die sich gefestigt haben. Sind schon fünf Spiele ungeschlagen und haben aktuell einen guten Lauf. Die letzten Jahre haben wir uns immer sehr schwer getan und immer ordentlich auf die Mütze bekommen. Holger lässt gerne Fußball spielen, und da müssen wir versuchen, sie zu stören. Es ist eine super eingespielte Truppe, die sehr schwer zu schlagen ist. Es wird ein sehr harter Brocken für uns.“
SG Göhl/Oldenburg – SG Bösdorf/Malente (Sa., 16 Uhr)
Es ist das Topspiel des elften Spieltags. Die SG Göhl/Oldenburg empfängt die SG Bösdorf/Malente. Beide Mannschaften sind richtig gut drauf und belegen eine Platzierung in der Top-Drei. Die Heimmannschaft legte einen holprigen Start hin, doch sollte zuletzt immer mehr in Fahrt kommen. Drei Siege und 19:2 Tore sind ein unglaublicher Wert. Man stellt die zweitbeste Offensive der Liga und es scheint so, als wäre die Elf von Mario Markmann in der Kreisliga angekommen. Für viele Spieler ist es das erste Herrenjahr, sodass man Eingewöhnungszeit brauchte, doch es ist klar zu sehen, dass sich die Talente nach und nach immer besser zurechtfinden. In der derzeitigen Form ist die SGGO ein klarer Kandidat auf den Aufstieg, den man selbst vor der Saison angepeilt hat. Mario Markmann sagt vor dem Spiel: „Am Samstag steht bei uns ein Spitzenspiel an. Dass wir trotz der vier Niederlagen jetzt die Chance haben, wieder ganz oben dran zu sein, zeigt, wie ausgeglichen es derzeit ist. Wobei der Druck natürlich bei uns liegt und wir das Spiel auch unbedingt gewinnen müssen. Ich gehe mal davon aus, dass wir das erste Mal auf einen Gegner treffen werden, der sich nicht nur hinten reinstellen wird. Das kann ein interessantes Spiel von zwei Teams auf Augenhöhe werden. Da können Kleinigkeiten spielentscheidend sein. Die Jungs sind aktuell sehr gut drauf. Wir haben drei Spiele in Folge relativ deutlich gewonnen. Den Lauf wollen wir in das Spiel mitnehmen. Personell können wir aus dem Vollen schöpfen. Es waren zwar einige Spieler in der Woche krankheitsbedingt nicht beim Training, aber ich gehe davon aus, dass am Samstag alle wieder an Bord sind.“
Nun wartet allerdings ein Gegner, der erst ein Spiel in dieser Saison verloren hat: Die SG Bösdorf/Malente kam noch etwas besser in die Saison, denn aus zehn Spielen holte man 21 Punkte. Es ist eine richtig gute Ausbeute und es ist klar erkennbar, dass die Mannschaft von Benjamin Berger deutlich mehr Konstanz reinbekommen hat. Die jungen Neuen tun dem Team enorm gut, geben der körperlichen Truppe gute, spielerische Akzente. Diese wird es auf dem Oldenburger Kunstrasen am Sonnabend erneut brauchen. Coach Berger verriet, wie er das Spiel angeht und wo er den Gegner anfällig sieht: „Wir sind am Samstag zu Gast bei der SG GO. Wir treffen auf eine spielstarke Mannschaft, die vielleicht zum Vorteil, ausgenommen von ein paar Spielern, in der Regel mit der selben Aufstellung spielen. Sie kommen in der Regel aus einer 3-5-2-Grundordnung, wobei die Schienenspieler extrem hoch stehen, um den Gegner schnellstmöglich zu pressen. Des Weiteren komprimieren sie mit einer hohen Anzahl an Spielern das Zentrum, sodass hier wenig Räume entstehen werden, um durchzuspielen. Beeindruckend finde ich, wie hoch die 3er-Kette im Gesamtverbund steht und die äußeren Innenverteidiger ebenfalls je nach Spielsituation hoch anlaufen. Und da sehen wir eine Schwäche von der SG GO, die wir versuchen werden zu nutzen. Ansonsten werden wir auf dem kleinen Kunstrasen in Oldenburg ihnen den Ball überlassen und uns auf die Defensive konzentrieren, die wir aktuell gut bespielen. Irgendwann erhalten wir die Chance, sehr wahrscheinlich durch eine Standardsituation, womit wir das Spiel für uns entscheiden werden.“
SC Cismar – SV Großenbrode (Sa., 16 Uhr)
Eine neue Art von Fußball soll beim SC Cismar die lange Zeit so erhoffte defensive Stabilität bringen. Die Defensive steht viel mehr im Fokus und genau dies sollte sich auszahlen. Zwei Siege gab es zuletzt am Stück, beide ohne Gegentor. Man sorgt zwar nicht mehr für so viel Spektakel und Unterhaltung wie in der Vergangenheit, doch unter anderem personelle Sorgen bewegten die Grömitzer zu diesem Schritt. Dieser sollte sich gegen zwei Kellerkinder der Liga bisher auszeichnen, auch wenn die Offensive noch Luft nach oben hatte. Nun empfängt man den SV Großenbrode, gegen den es in der vergangenen Saison einen Heimsieg gab. Dieser soll nun erneut angepeilt werden. Daniel Temme sagt vor dem kommenden Spiel: „Wir erwarten mit Großenbrode einen unbequemen Gegner. Darauf müssen wir uns einstellen. Mit Schönspielerei wird das nichts. Wir wollen wieder defensiv kompakt stehen und in der Vorwärtsbewegung mehr Durchschlagkraft haben. Personell ist es wie die letzten Wochen eine Ausnahmesituation bei uns. Das Gute ist, dass unser Kader breit ist und wir jetzt schon sehen, dass Spieler, die anfangs wenig Spielzeit hatten, nun gebraucht werden und ihre Leistung abrufen! Das spricht für den guten Spirit in der Mannschaft! Wir freuen uns wieder auf ein Heimspiel und gehen dieses mit vollem Fokus an.“
Der SV Großenbrode möchte nach drei Niederlagen in Serie und nur einem Sieg aus acht Pflichtspielen endlich wieder punkten. Die vergangenen Wochen waren nicht einfach, denn nach vorne ging zu wenig und hinten wurden einfache Fehler gemacht. 15 Gegentore gab es in den vergangenen drei Spielen, was eindeutig zu viele sind. Jüngst unterlag man mit 1:8 auf dem heimischen Platz gegen die SGGO. Nur zwei Siege aus neun Spielen sind zu wenige, sodass man sich im Tabellenkeller, wie schon in der vergangenen Saison, wiederfindet. Es ist nicht da, wo man hinwollte, doch es braucht schnell wieder Erfolgserlebnisse. Vergangene Saison gelang es, den kommenden Gegner Cismar in der Hinrunde zu bezwingen, doch dies war zu Hause der Fall. Mut macht, dass beide Siege in der Fremde eingefahren wurden. Trainer Peter Thomm sagt: „Uns erwartet ein unangenehmer Gegner, der körperlich sehr robust ist. Mir fehlt der ein oder andere dieses Wochenende leider. Nichtsdestotrotz hab ich genügend Leute und werde eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken. Wir fahren dort nicht hin um nichts mitzunehmen, sondern wir fahren nach Grömitz und wollen nach Möglichkeit dort drei Punkte mitnehmen. Das ist unser Ziel und mal schauen, wie Cismar das Spiel angeht. Wir haben einen Plan und versuchen den umzusetzen.“
TSV Lensahn – SV Rickling (So., 13 Uhr)
Der TSV Lensahn zeigte zuletzt, warum man der Top-Favorit auf den Meistertitel in der Kreisliga Südost ist. Es gab deutliche Siege gegen Fehmarn und Tensfeld, sodass man den zehnten Spieltag als Tabellenführer beendete. Die Mannschaft von Daniel Safadi hat eine enorme Qualität, insbesondere in der Offensive. Mit 49 Toren stellt man den besten Sturm der Liga sowie mit Haruna Jammeh den Top-Torjäger. Dieser erzielte schon 16 Treffer in nur 717 Spielminuten. Alle 45 Minuten trifft der aus Ungarn gekommene Mittelstürmer im Schnitt, ein Wert, der seinesgleichen sucht. Nun wird er am Wochenende allerdings ausfallen, denn Jammeh kassierte eine Gelb-Rote Karte in Tensfeld. Somit müssen die Ostholsteiner gegen den SV Rickling ohne ihn auskommen. Man ist allerdings auch ohne den Unterschiedsspieler gut aufgestellt vorne. Die Ratje-Brüder wissen ebenfalls genau, wo das Tor steht, genauso auch Connor Prüss. Auf diese kommt es nun an, damit man zu Hause weiterhin ohne Punktverlust bleibt. Vadim König sagt: „Mit dem SV Rickling erwartet uns ein für uns eher unbekannter Gegner. Wir haben bisher weder gegen Rickling gespielt, noch habe ich ein Spiel von ihnen gesehen. Deshalb bin ich gespannt, was uns am Wochenende erwartet. Unter der Woche hatten wir zwei gute Trainingseinheiten. Die Jungs haben richtig Bock und die Stimmung ist gut. Genau das wollen wir mit ins Spiel nehmen. Trotzdem müssen wir diesmal etwas rotieren, da uns vier Spieler fehlen werden. An unserer Spielidee wird sich dadurch aber nichts ändern. Wir wollen unser Spiel aufziehen und dem Gegner von Anfang an zeigen, was wir vorhaben. Ich erwarte Rickling eher tief in der eigenen Hälfte und denke, dass sie versuchen werden, über Konter zum Erfolg zu kommen. Wenn man sich die ersten drei, vier Spiele anschaut, sind sie ordentlich unter die Räder gekommen. Danach haben sie sich aber gefangen. Ich gehe deshalb davon aus, dass sie an ihrem System etwas verändert haben und jetzt deutlich stabiler auftreten. Ich bin wirklich gespannt auf das Spiel und freue mich darauf zu sehen, wie wir gegen diesen für uns unbekannten Gegner auftreten werden.“
Für den SV Rickling gilt es am Sonntag erst einmal defensiv stabil zu stehen. Dies gelang dem Aufsteiger bereits beim SC Cismar über weite Strecken ziemlich gut, doch diesmal soll es über die volle Distanz so sein. Man wird deutlich mehr gefordert werden von der besten Offensive der Liga. Dort wird es ein hartes Stück Arbeit für die Segeberger. Diese feierten nur einen Sieg aus den vergangenen sechs Spielen. Vor allem auswärts zahlte man viel Lehrgeld. So unterlag man Top-Teams wie Bösdorf/Malente oder aber Göhl/Oldenburg. Beide sollten eine Nummer zu groß sein. Nun wartet ein ähnliches Kaliber, sodass der SVR gewarnt ist.









