
Hamburg – Der Hamburger SV ist mit einem späten Erfolg in das neue Kalenderjahr gestartet. Im Heimspiel gegen die SGS Essen setzte sich der Aufsteiger mit 2:1 (0:0) durch. Hillebrand entschied die Partie in der Nachspielzeit per Elfmeter und sorgte damit für den ersten Heimsieg der Saison in der Frauen-Bundesliga. In der Tabelle steht man nun vor der Spielgemeinschaft aus dem Ruhrgebiet.
Drei Neuzugänge von Beginn an und erstmal Ruhe
Nach intensiver Wintervorbereitung und insgesamt sechs Neuzugängen im Kader setzte Trainerin Liese Brancao direkt auf frisches Personal. Lea Paulick, Paulina Bartz und Magou Doucoure standen in der Startelf.
Zu Beginn herrschte im Volkspark ungewohnte Ruhe. Die 4.410 Zuschauer beteiligten sich am ligaweiten, 14-minütigen Stimmungsboykott gegen Montagsspiele. Auch auf dem Platz tasteten sich beide Teams zunächst ab.
Die 1. Halbzeit: HSV übernimmt Kontrolle vor der Pause
Ab der zwölften Minute erhöhte der HSV das Tempo. Lotta Wrede setzte sich an der Strafraumkante durch und legte auf Maria Mikolajova ab, deren Abschluss jedoch ohne Erfolg blieb. In der Folge drängten die Hamburgerinnen die Gäste zunehmend in deren Hälfte. Ein Freistoß von Emilia Hirche brachte Gefahr, der Kopfball wurde jedoch geblockt. Essen kam nach dem Ende des Fan-Protests besser ins Spiel und setzte in der 16. Minute einen ersten Akzent, ohne Paulick im HSV-Tor ernsthaft zu prüfen. Der HSV blieb spielbestimmend und wurde nach zwei Ecken gefährlich, die jeweils in letzter Sekunde geklärt wurden. Kurz vor der Pause scheiterte erneut Mikolajova nach starker Vorarbeit von Wrede knapp.
Nach der Pause: Führung nach Wiederanpfiff
Zur zweiten Halbzeit brachte Brancao mit Camilla Linberg eine weitere Winter-Neuverpflichtung für Bartz. Der HSV kam druckvoll aus der Kabine und belohnte sich früh. Sophie Hillebrand (50.) setzte sich nach einem Essener Rückpass energisch gegen zwei Gegenspielerinnen durch und lupfte den Ball über Torhüterin Sindermann hinweg zur 1:0-Führung. In der Folge kontrollierten die Rothosen das Spielgeschehen. Mikolajova (58.) verfehlte per Freistoß nur knapp das Tor. Essen reagierte personell, brachte Natasha Kowalski und erhöhte den Druck. Ein Eckball führte zum Ausgleich, als Paulina Platner (67.) per Kopf zum 1:1 traf. Dabei sah Hamburgs Torhüterin Paulick ganz schlecht aus. Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt rettete allerdings später mit einer Glanztat und machte ihren Fehler wieder gut. Der HSV antwortete umgehend. Linberg bereitete mehrere gefährliche Aktionen vor, Mikolajova und Brunnthaler verpassten jedoch die erneute Führung. Auch defensiv blieb es eng: Doucoure klärte eine Ecke in höchster Not. In der siebenminütigen Nachspielzeit fiel schließlich die Entscheidung. Linberg drang mit Tempo in den Strafraum ein und wurde gefoult. Schiedsrichterin Annika Kost zeigte auf den Punkt. Sophie Hillebrand (93.) übernahm Verantwortung und verwandelte sicher ins rechte untere Eck.
Nächstes Heimspiel folgt
Am kommenden Sonntag ist bereits das nächste Heimspiel. Dann kommt der SC Freiburg in den Volkspark. Das Hinspiel im Breisgau endete im Sommer 2.6 aus Sicht der Rothosen (HL-SPORTS berichtete).
Der 15. Spieltag (23.-25.1.2026)
Berlin – Leverkusen 1:2
Köln – Freiburg 1:0
Jena – Wolfsburg (abgesetzt)
Bremen – Nürnberg 1:1
Frankfurt – Hoffenheim (abgesetzt)
Hamburg – Essen 2:1
München – Leipzig 3:0
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 15 | 57 : 4 | 43 |
| 2. | VfL Wolfsburg | 14 | 49 : 20 | 34 |
| 3. | SV Werder Bremen | 15 | 23 : 21 | 27 |
| 4. | TSG Hoffenheim | 14 | 29 : 19 | 25 |
| 5. | Bayer 04 Leverkusen | 15 | 23 : 25 | 25 |
| 6. | 1. FC Köln | 15 | 20 : 18 | 24 |
| 7. | Eintracht Frankfurt | 14 | 34 : 28 | 23 |
| 8. | SC Freiburg | 15 | 28 : 23 | 23 |
| 9. | 1. FC Nürnberg | 15 | 20 : 36 | 16 |
| 10. | 1. FC Union Berlin | 15 | 20 : 30 | 15 |
| 11. | RB Leipzig | 15 | 20 : 32 | 13 |
| 12. | Hamburger SV | 15 | 15 : 39 | 10 |
| 13. | SGS Essen | 15 | 11 : 34 | 9 |
| 14. | FC Carl Zeiss Jena | 14 | 12 : 32 | 6 |
Bildquellen
- Hillebrand: Lobeca/Henning Rohlfs
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