
Norderstedt – Der FC Eintracht Norderstedt ist mit einem Unentschieden in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Im intensiven Duell mit Atlas Delmenhorst musste die Mannschaft von Trainer Özden Kocadal in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen. Ein in der 93. Minute verhängter Elfmeter sorgte dabei für einen bitteren Schlusspunkt.
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Norderstedt zeigte dabei die etwas spielerischere Note und belohnte sich kurz vor dem Seitenwechsel. Grau erkämpfte sich den Ball und schickte Ampofo mit einem starken Pass in die Tiefe. Atlas-Torhüter Schobert eilte aus seinem Strafraum, unterschätzte jedoch offenbar das Tempo des Norderstedters. Ampofo spitzelte den Ball am Keeper vorbei und hatte anschließend noch das Auge für Lukas Krüger (44.). Der musste nur noch einschieben und brachte die Eintracht mit 1:0 in Führung.
Atlas antwortet nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Atlas den Druck und kam zehn Minuten nach Wiederbeginn zum Ausgleich. Nach einem Einwurf von Temin wurde der Ball von Romero unglücklich per Kopf verlängert und landete vor den Füßen von Yehor Melenivskyi (55.). Der Offensivspieler zog aus der Drehung ab und traf zum 1:1.
Norderstedt ließ sich davon nicht entmutigen und blieb in der Schlussphase gefährlich. In der 82. Minute wurde ein Abschluss von Krüger zur Ecke abgefälscht. Nejad brachte den Ball anschließend gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Fabian Grau (83.) höher als alle anderen sprang und die Eintracht per Kopf erneut in Führung brachte.
Elfmeter sorgt für bitteren Schlusspunkt
Doch Atlas gab sich noch nicht geschlagen und drängte in den Schlussminuten auf den erneuten Ausgleich. In der vierten Minute der Nachspielzeit kam es schließlich zur entscheidenden Szene: Pesch brachte Rohwedder im Norderstedter Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Eintracht-Torhüter Huxsohl kam zwar noch an den Ball, verhinderte den Treffer von Lamine Diop (94.) zum 2:2-Endstand aber nicht.
„Wenn du in der 93. Minute einen Elfmeter gegen dich kriegst, den man pfeifen kann, aber nicht muss, dann ist das schon sehr bitter“, ordnete Kocadal die entscheidende Szene ein. „Alles in allem war es ein extrem intensives Spiel und ich bin natürlich froh, dass sich keiner verletzt hat und dass ich sehen konnte, dass meine Mannschaft in solchen intensiven Spielen da ist und auch dagegenhalten hat und auch seine Momente setzen kann.“
Mit der gezeigten Leistung war der Eintracht-Trainer trotz des späten Rückschlags zufrieden. „Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Leistung. Unentschieden geht klar, ist nur bitter, wie es am Ende ausgeht. Wir hätten uns schon gefreut, dann den Sieg mitzunehmen.“







