Chancenverwertung und überragender Deniz List verhindern den Sieg– TSV Lensahn verliert bei der FT Preetz

Dritte Niederlage bereits für Lensahn

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Preetz – Am Dienstagabend stand bereits das erste Spiel des achten Spieltags in der Kreisliga Südost auf dem Plan. Dieses wurde vorgezogen, doch versprach gleich einmal eine Menge. Zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel lieferten sich ein direktes Duell. Dabei sollte der Zweitplatzierte bei einer zu Hause vor dem Spiel noch verlustpunktfreien Mannschaft antreten. Die mehr als 90 Minuten boten eine Menge und sollten einen Sieger ermitteln, den zur Pause nicht viele erwartet hatten.

Beide Teams schießen sich warm

Die FT Preetz empfing am Dienstagabend bereits den TSV Lensahn. Das für Freitagabend geplante Spiel sollte nun schon drei Tage früher steigen, sodass die Kreisliga-Fans nicht lange warten mussten, bis der Ball wieder rollen würde. Das Duell im Fichtestadion sollte eine Menge versprechen, denn es trafen nicht nur zwei Mannschaften aus der Top-Fünf aufeinander, sondern auch zwei der gefährlichsten Offensiven der Liga. Dies untermauerte der TSV Lensahn mit einem 11:1-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Aufsteiger TSV Dannau. Es war ein Statement, dabei waren genügend Chancen für weitere Tore da. Preetz hat zwei Tage zuvor zwar „nur“ fünf Treffer erzielt, doch mit dem SC Cismar auch eine Top-Mannschaft der Liga zu Gast. Es war der zweite Sieg in Folge gegen ein Team aus dem Favoritenkreis, denn schon die SG Göhl/Oldenburg wurde bezwungen. Beides war zu Hause der Fall, wo alle drei Saisonsiege eingefahren wurden. Dabei erzielte die FT sogar 18:3-Tore. Traditionell fühlt sich Preetz im heimischen Fichtestadion unglaublich wohl. Lensahn hat in der Fremde zwei Siege und zwei Niederlagen geholt. Die Ausbeute war mit Blick auf das Startprogramm nicht schlecht, auch wenn die beiden einzigen Pleiten gegen Cismar (1:7) und Gremersdorf (3:4) schmerzten. Defensiv waren dies beides Spiele, wo zu viele Gegentreffer kassiert wurden. Ansonsten sollte die Hintermannschaft allerdings gut stehen.

Torwart-Not bei Lensahn – Berk fehlt der FT

In der Vergangenheit hat sich Lensahn an der Kührener Straße enorm schwergetan. Es gab in den vergangenen beiden Jahren jeweils eine Pleite in Preetz, dabei sogar zehn Gegentreffer. Ein Lieblingsgegner ist die Elf von der Fichte also nicht wirklich. Die Frage des Personals ist unter der Woche in der Regel eine sehr spannende. Die Gäste, bei denen gegen Dannau alle vier Offensivspieler begannen, sollten personell relativ gut aufgestellt sein. Mit Alae Naji fehlte einer der Torschützen vom Sonntag, doch die große Baustelle war das Tor. Sverre Kripke fehlte gesperrt, nachdem der Stammkeeper im Pokal der unteren Mannschaften für die Zweite eine Rote Karte sah und Vertreter Gianluca Genco war verhindert: Daher sollte improvisiert werden, sodass Vadim König ins Tor ging. Zudem sollte Fabian Kommke sich beim Aufwärmen verletzen und durch Jonas Müller ersetzt werden. Preetz hatte personell kaum Sorgen. Özal Berk, der vergangene Saison die meisten Tore für die FT erzielte, sollte angeschlagen aus dem Cismar-Spiel gehen und war eine Hängepartie. Die Startaufstellung brachte Gewissheit und verriet, dass es für den im vergangenen Jahr aus Kühren zurückgekehrten Berk nicht reichen sollte.

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Jammeh weiter nicht zu stoppen

Die Gäste starteten spielbestimmend und suchten direkt den Weg nach vorne. Thorben Ratje sollte den ersten Schuss aufs Tor verzeichnen, doch der Ball segelte ein gutes Stück über die Latte. Kurz danach steckte dieser perfekt getimt durch zu Haruna Jammeh (5.), der eiskalt zur Führung traf. Es war der Blitzstart für die Ostholsteiner, die kurz darauf die Doppelchance auf das 2:0 hatte, doch Connor Prüss sollte zweimal am stark reagierenden Deniz List scheitern. Preetz war noch nicht im Spiel und war defensiv ordentlich gefordert. Offensiv kam die Heimelf noch überhaupt nicht zur Geltung. Es war Chance um Chance, doch die Ostholsteiner waren nicht effizient genug. Zudem sollten viele falsche Entscheidungen getroffen werden, sodass das überfällige zweite, wenn nicht sogar dritte Tor ausblieb. Selbst nach Standards sollte es nicht klappen, doch stattdessen lief Lensahn in einen Konter. Preetz lief aufs Tor zu und Michel Danberg (42.) blieb eiskalt. Es war mit dem ersten Torschuss der Ausgleich. Kurz darauf sollte es noch dicker kommen, denn für Wilhelm Gradert ging es verletzungsbedingt nicht mehr weiter.

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Haruna Jammeh jubelte nach dem Führungstreffer. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Freistoß-Variante zur Führung

Zur Pause musste Daniel Safadi also erneut die Innenverteidigung umbauen. Linus Schröder übernahm diesen Part und Moritz Gallowsky rückte ins Mittelfeld an die Seite von Lasse Köppen und Connor Prüss: Es ging nun darum sich für die Spielanteile zu belohnen und die Führung wiederherzustellen, doch der Start in den zweiten Durchgang stellte sich als durchwachsen heraus. Der erste gute Abschluss gehörte Preetz durch Ugurcan Er, der allerdings am zweiten Pfosten den Ball knapp verzog. Auf der anderen Seite war es Köppen, der mal abzog, doch Deniz List ließ diesen Schuss nach vorne abklatschen. Lensahn kam nach und nach wieder besser rein, doch der Zugriff im Mittelfeld fehlte. Zudem sollten vorne zu oft die falschen Entscheidungen getroffen werden, sodass aus aussichtsreichen Möglichkeiten, wie als Thorben Ratje in den Strafraum marschierte und nicht den Abschluss, sondern den Mitspieler suchte, zu wenig gemacht wurde. Der Gegner dagegen war effizient und sollte in Führung gehen. Ausgangspunkt war eine Freistoß-Variante. Das machten sie richtig gut und Lennox Salzborn (76.) traf zur Führung.

Lensahn hadert

Lensahn musste nun definitiv den Druck erhöhen, denn die Durchschlagskraft wie in den ersten 30 Minuten des Spiels sollte nach dem Seitenwechsel kaum noch zu sehen sein. Es gab wenige klare Chancen, denn oftmals wurde geklärt oder aber List war zur Stelle, bevor es brenzlig wurde. Der TSV warf nach und nach immer mehr nach vorne und so war auch klar, dass die FT, die gerne noch einen Foulelfmeter bekommen hätte, die Chancen kriegen sollte, den Sack zuzumachen. Ein langer Abstoß von List, verlängert von Verteidiger Jonas Müller, kam zu Bosse Klosz (91.), der zum 3:1 lupfte. Über König hinweg, der ein tadelloses Spiel absolvierte und sogar bei einem Freistoß gut auf seinem Posten war, sollte der Ball ins Tor gehen. Großer Jubel brach aus, denn der vierte Heimsieg war perfekt. Preetz setzte ein weiteres Ausrufezeichen und zieht in den Punkten mit Lensahn gleich. Gästetrainer Safadi haderte mit der Niederlage, denn diese war mehr als vermeidbar. Seine Mannschaft muss schon vor der Pause den Sack nahezu zumachen, doch stattdessen wurde die fehlende Konterabsicherung bei einer Ecke zum Verhängnis und brachte mit der ersten richtigen Chance der FT den Ausgleich. Es war der Knackpunkt im Spiel. Nach der Pause konnte nicht mehr an der ersten Hälfte angeknüpft werden, auch weil sich die Heimelf steigerte. Vor allem Michel Danberg sollte herausragen. Der Neuzugang betrieb massive Eigenwerbung und sollte seine hohe Qualität unter Beweis stellen. Erneut traf der Stürmer, doch er glänzte auch mit starker Laufleistung und beeindruckendem Willen.

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Die FT Preetz gewann das Flutlichtspiel. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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