
Lübeck – Der Mittwochabend der Landesliga Holstein sollte eigentlich von spannenden Begegnungen geprägt sein. Auf dem Platz hielten die Teams ihr Versprechen von hochklassigen Aufeinandertreffen, neben dem Platz wurde es besonders am Kasernenbrink hässlich.
Die Begegnung zwischen dem Türkischen SV und dem FC Dornbreite endete 2:3, damit fuhr der FCD den ersten Dreier der Saison ein. Hitzig war die Partie, wie es sich für ein Derby gehört. Zum Ende hin sollen die Emotionen allerdings überkocht sein, sogar die Polizei musste anrücke. Diese bestätigte gegenüber RADIO LÜBECK vor Ort gewesen zu sein und zwei Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen zu haben. Videomaterial liegt HL-SPORTS vor und ist auf den gängigen Social-Media-Kanälen zu finden.
Zum Spiel selbst sagt FCD-Coach Denny Skwierczynski: „Zu etwaigen Vorkommnissen nach dem Spiel äußere ich mich jetzt nicht weiter. Das wird sicherlich sauber aufgeklärt werden. Zum Spiel: Es war unter besonderer Flutlichtatmosphäre ein zu jeder Zeit spannendes Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Wir sind von Beginn an leidenschaftlich und mit der erforderlichen Intensität aufgetreten und haben insgesamt insbesondere kämpferisch über weite Strecken überzeugen können. Nachdem wir direkt nach der Pause den 1:1 Ausgleich hinnehmen mussten, haben wir eine tolle Reaktion gezeigt und sind mit einem schnellen Doppelschlag mit 3:1 in Führung gegangen. Danach gab es weitere gute Einschussmöglichkeiten für eine vorzeitige Entscheidung, die wir allerdings ungenutzt ließen. Nach dem 2:3 Anschlusstreffer und der anschließenden Drangphase des Türkischen SV mussten wir dann die eine oder andere Situation mit etwas Glück und gutem Defensivverhalten überstehen, wie es so oft im Fußball vorkommt. Unter dem Strich haben wir aber letztendlich ganz bestimmt nicht unverdient gewonnen und freuen uns sehr über drei wichtige Punkte.“
Sein Gegenüber, Serkan Rinal, meint: „Glückwunsch an Dornbreite. 2:3 verloren, wir haben sehr viel in dieses Spiel investiert, stehen am Ende aber leider mit leeren Händen da. Gerade hinten raus hätten wir das 3:3 noch machen müssen. Entweder stand immer ein Gegenspieler im Weg oder Nico Heyden. Kurz vor dem Schlusspfiff bekommen wir dann leider einen aus unserer Sicht glasklaren Elfmeter nicht. Warum der Pfiff ausblieb, weiß sicherlich nur der Schiedsrichter. Was nach dem Schlusspfiff passiert ist, kann ich leider nicht zu 100 % beurteilen, da ich zu diesem Zeitpunkt aufgrund meiner Gelb-Roten Karte bereits nicht mehr am Platz war. Wir werden das Ganze selbstverständlich aufarbeiten, um anschließend auch genauer Stellung dazu beziehen zu können. Unabhängig davon gilt für uns ganz klar: Gewalt gehört nirgendwo hin – erst recht nicht in den Sport.“
Weiter zum Sportlichen: Ebenfalls erstmalig gepunktet hat Absteiger Eutin 08. Gegen den stark gestarteten TuS Hartenholm gab es ein und die SVG Pönitz unterlag im Heimspiel gegen den SVT Bad Oldesloe deutlich mit 0:4.
Weitere Stimmen
SVG Pönitz – SVT Bad Oldesloe 0:4 (0:3)
Patrick Matysik (SVT): „Wenn du in der ersten Minute in Führung gehst, dann ist das definitiv ein Start nach Maß. Wir haben dann zeitig nachgelegt und schnell das Spiel auf unsere Seite gezogen. Wir haben im allgemeinen den Ball sehr schnell laufen lassen und konnten somit immer für Gefahr sorgen. Sicherlich war am Ende noch das ein oder andere Tor drinnen aber ich bin mit dem Auftritt meiner Jungs sehr zufrieden. Nach den ersten schlechten Auftritten in der Saison haben wir nun Charakter gezeigt und uns wieder hochverdient in den letzten Spielen belohnt.“
Eutin 08 – TuS Hartenholm 1:1 (1:0)
Jörg Zenker (Hartenholm): „Heute können wir mit dem einen Punkt sehr gut leben. Man hat deutlich gesehen, dass uns auf Grund der kurzen Pause die körperliche und geistige Frische gefehlt hat. Eutin hatte genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir werden jetzt bis Sonntag regenerieren und versuchen, gegen eine starke Horster Mannschaft unsere Lauf mit ungeschlagenen Spielen aufrecht zu halten.“







