
Hamburg – Der Druck war groß, die Ausgangslage alles andere als komfortabel. Sieben Pflichtspiele ohne Sieg, zahlreiche Ausfälle, dazu ein formstarker Gegner – und trotzdem hat der FC St. Pauli gegen den VfB Stuttgart genau im richtigen Moment geliefert. Nach dem verdienten 2:1-Heimsieg herrschte am Millerntor nicht nur Erleichterung, sondern vor allem das Gefühl, sich diesen Abend gemeinsam erarbeitet zu haben.
„Ein Zeichen gesetzt“
Cheftrainer Alexander Blessin hob vor allem die erste Hälfte und die geschlossene Teamleistung hervor. Seine Mannschaft habe von Beginn an gezeigt, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. „Wir sind sehr froh und glücklich, dass wir uns für ein gutes Spiel endlich auch mal belohnt haben“, sagte Blessin. Besonders angetan zeigte er sich von der Balance zwischen mutigem Spiel mit Ball und konsequenter Arbeit gegen den Ball. Dass sein Team in der Schlussphase körperlich an Grenzen ging, war für ihn angesichts der Umstände nachvollziehbar – umso größer fiel das Lob aus. „Nach den vielen Ausfällen konnte man nicht unbedingt daran denken, dass wir heute was holen. Die Jungs haben es super gemacht, ihnen gebührt ein ganz großes Lob.“
Irvine: Schmerzgrenze für den Sieg
Symbol für diesen Abend war einmal mehr Jackson Irvine. Eigentlich nur für eine begrenzte Einsatzzeit eingeplant, biss sich der Kapitän durch – bis zum Schlusspfiff. „Es war vielleicht eines der härtesten Spiele meiner Karriere“, erklärte Irvine offen. Entscheidend sei die Herangehensweise gewesen: mutig, aggressiv, bereit, Verantwortung zu übernehmen. Gerade im Umschaltspiel habe St. Pauli die richtigen Räume gefunden und das Stuttgarter Pressing immer wieder überspielt. Für Irvine war klar: „Jeder, der heute gespielt hat, hat überzeugt.“
Bildquellen
- Irvine: Lobeca/Henning Rohlfs
- Sinani: Lobeca/Henning Rohlfs
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