Jubel bei St. Pauli nach dem 2:0 von Taichi Hara (FC St. Pauli, linker Pfosten). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
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Kiel – Am Freitagabend empfing Holstein Kiel in der 2. Bundesliga den FC St. Pauli. Die Kiezkicker erspielten sich eine 2:0-Pausenführung, mussten sich am Ende jedoch durch einen späten Ausgleichstreffer mit einem 2:2 zufrieden geben.

Kieler Fehler eiskalt bestraft

Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Kaars plötzlich alleine vorm Kieler Kasten auftauchte. Der Niederländer scheiterte im Eins-gegen-Eins allerdings an Weiner. Kurze Zeit später kam Nekic auf der anderen Seite nach einer Ecke zum Abschluss, setzte diesen jedoch leicht darüber.

Nach einer guten halben Stunde schickten die Störche ungewollt Martijn Kaars (32.) erneut alleine vor das Tor, diesmal blieb er cool und erzielte die Führung für die Gäste. Ein Ballverlust am eigenen Sechzehner brachte das Team von Tim Walter vor dem Halbzeitpfiff ein weiteres Mal in die Bredouille. Das ermöglichte Pyrka, in der Mitte den freien Taichi Hara (45.) zu bedienen, der nur noch einschieben musste. Mit einem 2:0 aus Sicht der Hamburger ging es in die Kabinen.

Zwei Flanken zum Comeback

Nach dem Seitenwechsel brauchte die KSV nicht lange, um zu zeigen, dass sie das Spiel noch keineswegs abgeschrieben haben. Phil Harres (56.) wurde per Flanke von Bernhardsson bedient und traf, wie schon am ersten Spieltag, per Kopf zum Anschlusstreffer. In der Folge verpassten die Boys in Brown mehrfach die Entscheidung und wie es im Fußball so ist, rächte sich dies. Zwei Minuten vor Schlusspfiff gab Bernhardsson erneut von rechts in die Mitte. Diesmal kam über Umwege Jonas Therkelsen (88.) an den Ball, der die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen beförderte und damit den 2:2-Endstand markierte.

„Letztendlich müssen wir die Tore schießen“

Holstein-Trainer Tim Walter sprach nach der Partie die mangelnde Chancenverwertung und die individuellen Fehler seiner Mannschaft an. „Wir haben heute wieder ein paar Geschenke verteilt“, sagte Walter und erklärte damit auch den Rückstand zur Halbzeit. Trotz der beiden Gegentore habe seine Mannschaft das Spiel grundsätzlich dominiert.

Walter verwies zugleich darauf, dass Fehler zum Fußball dazugehören: „Fehler sind menschlich und die werden auch immer wieder vorkommen, die kann man einfach nicht abstellen. Wir sollten aber versuchen, weniger Geschenke zu verteilen.“

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Positiv hob der Trainer die Reaktion seiner Mannschaft hervor. Mit viel Energie und Teamgeist sei es gelungen, die Partie noch zu drehen. Für Walter zeigt sich damit erneut ein grundsätzlich positives Bild der Entwicklung. Bereits in der Vorwoche habe seine Mannschaft über weite Strecken dominiert. Diesmal sei die Dominanz sogar über die gesamte Partie zu sehen gewesen. Das entscheidende Manko bleibt für den Trainer allerdings die Effizienz: „Nur letztendlich müssen wir die Tore schießen und nicht noch dem Gegner auflegen.“

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