
Eutin – Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zwischen Eutin 08 II und dem TSV Pansdorf II versprach im Vorfeld eine Menge. Die Konstellation garantierte zwei echte Fußballfeste, sodass die Vorfreude auf diese beiden Derbys groß war. Das Hinspiel bot nun bereits eine Menge, denn zwar wurde ein Sieger noch nicht gefunden, doch es bleibt offen und die ersten 90 Minuten zeigten ganz klar, dass es auch im Rückspiel spannend werden wird. HL-SPORTS sprach nach dem 1:1-Unentschieden am Freitagabend mit den beiden Trainern sowie einigen Spielern der beiden Zweitvertretungen.
Jasper Frahm (Trainer Eutin 08 II): „In der ersten Halbzeit war Pansdorf ein Stück weit einfach spielbestimmender. Sie haben Ballbesitz gehabt, weil wir die Räume nicht gut genug besetzt haben. Wir waren zum Teil zu defensiv mit beiden Reihen, sodass wir das Zentrum teils aufgelassen haben. Pansdorf macht es insgesamt gut, hatte auch ein, zwei dicke Torchancen, wo wir uns bei unserem Keeper bedanken dürfen, der überragend hält. Primär sind sie aber auch aus Standards gefährlich geworden. Zweite Halbzeit hat sich das Blatt ein bisschen gedreht. Wir haben mehr Kontrolle reinbekommen. Durch die etwas besseren Anpassungen haben wir die Räume besser besetzt, im Spielaufbau war es angenehmer, weil wir ein bisschen mehr Ruhe hatten, und haben dann auch gute Akzente nach vorne gesetzt. Dennoch ist Pansdorf in dieser Phase in Führung gegangen, aber die Truppe hat eine gute Moral bewiesen, hat gar nicht eingesteckt, sondern sofort gegengearbeitet und dann auch hochverdient aus dem Gewühl das 1:1 gemacht durch Florian Schumacher. Nichtsdestotrotz haben wir danach noch drei, vier hochkarätige Chancen. Wenn ich da an Jorge Bruckmann oder aber die dickste Chance von Dustin Uchneytz denke, hatten wir die Möglichkeit, auch zu gewinnen. Unter dem Strich war es ein rassiges, hochintensives Duell und dort geht das Unentschieden schon in Ordnung, wobei wir am Ende nur ein Fünkchen Glück gebraucht hätten, um hier einen Sieg einzufahren. So gehen wir aber mit einer guten Ausgangslage ins Rückspiel nach Pansdorf.“
Steven Tion (Trainer TSV Pansdorf II): „Ich glaube, die erste Halbzeit ist eine der besten, die wir in der ganzen Saison gespielt haben. Da haben wir Eutin komplett im Griff gehabt, das Einzige, was wir uns vorwerfen lassen müssen, ist, dass wir nicht 1:0 oder 2:0 zur Halbzeit führen. Sonst war es ein perfektes Spiel meiner Mannschaft. In der zweiten Halbzeit ist Eutin besser, kommt besser ins Spiel. Wir machen dann das 1:0 in der Drangphase von Eutin und hinten heraus verdienen sie sich den Treffer auch, weil sie stärker geworden sind und wir auch krampfbedingt wechseln mussten. Dies hat unsere Stabilität etwas durcheinandergebracht. Ansonsten war es ein sehr gutes Spiel und ich bin optimistisch für nächste Woche, dass das in die richtige Richtung geht.“
Lennard Jakubenko (spielender Co-Trainer Eutin 08 II): „Wie man das so kennt in einem Aufstiegsspiel, ist die Nervosität natürlich auf beiden Seiten da. Das hat man gemerkt, gerade am Anfang. Trotzdem geht die Anfangsphase tendenziell eher Richtung Pansdorf, die besser reingekommen sind, aber wir haben uns dann gut reingearbeitet. Wir kommen dann gut aus der Pause, fressen das 0:1, wie es überhaupt nicht geplant war, aber hinten raus mit dem Ausgleich waren wir nochmal am Drücker und können, wenn nicht sogar müssen, das Spiel gewinnen. Wir haben zwei Riesendinger, aber am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden.“
Jannik Jalas (Spieler des TSV Pansdorf II): „Erst einmal einen schönen Dank an diese große Kulisse. Es hat wirklich Spaß gemacht, hier auf einem guten Eutiner Rasen Fußball zu spielen. Grundsätzlich fand ich schon, dass wir in der ersten Halbzeit besser drin waren. Wir müssen vielleicht auch das 1:0 machen und damit in die Pause gehen. In dieser sprechen wir wichtige Dinge an, setzen es teilweise auch gut um, sind ein bisschen zu fahrig, zu ungeduldig in den Ballaktionen und ein bisschen zu hektisch, sodass wir Eutin mehr ins Spiel gebracht haben. Wir schießen dann das 1:0 in einer Phase, wo Eutin besser wurde, nehmen die Euphorie mit, waren vielleicht auch ein bisschen drüber und aufgrund von ein, zwei Wechseln hatten wir einen kleinen Bruch im Spiel, sodass Eutin besser reingekommen ist und wir den Ausgleich kassiert haben. Unter dem Strich würde ich sagen, ist es ein faires 1:1 und nächste Woche haben wir einen heißen Tanz in Pansdorf.“
Jorge Bruckmann (Spieler Eutin 08 II): „Ich fand, wir waren die bessere Mannschaft und am Ende sehr am Drücker. Leider hat uns das Tor gefehlt, um uns in eine nochmals bessere Ausgangsposition zu schießen, aber so wie es jetzt ist, können wir mit einem guten Gefühl und breiter Brust ins Rückspiel gehen.“
Mephew Hinze (TSV Pansdorf): „Es war erst einmal eine geile Anlage und Kulisse. Es war ein echt intensives, starkes Spiel. Die erste Halbzeit geht klar an uns. Wir haben gute Chancen, die wir machen müssen. Dann sind wir in die Pause gegangen mit dem 0:0, muss ich ehrlich gestehen, dass Eutin die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit sehr, sehr stark war. Am Ende ist es ein 1:1, man kann sagen, es ist gerecht. Unser Tor war super herausgespielt, das Gegentor kann man klären, aber es ist am Ende so passiert. Es gibt noch ein zweites Spiel und das auf unserem Platz, unserer Heimspielstätte. Das Gefühl, als ich den Ball reingemacht habe, war atemberaubend. Über 400 Leute hier, viele Pansdorfer, und genau dafür trainiere ich. Vor so einer Kulisse ein Tor zu schießen und dann mit der ganzen Mannschaft zu jubeln, da sind mir sogar fast Tränen gekommen. Das Gefühl – ich war auf Wolke sieben, hatte richtig Bock, bin von der Bank gekommen und wollte diese Mannschaft einfach unterstützen.“






