
Wahlstedt – Der SV Wahlstedt hat einen echten Unterschiedsspieler in seinen Reihen. Dies zeigte nicht nur der vergangene Sieg, sondern auch die abgelaufenen Wochen. Mit Enrik Nrecaj besitzt man einen Spieler, der quasi im Alleingang ein Spiel entscheiden kann und nur schwer bis gar nicht zu verteidigen ist. Dies stellte er bereits zuletzt unter Beweis, dabei kommt der Torjäger jetzt erst richtig in Fahrt.
Ober,- und Landesligaerfahrung für die Kreisliga
Das Toreschießen ist sicherlich die große Stärke für den Fußballer Enrik Nrecaj. Der Mittelstürmer trifft Jahr für Jahr konstant in verschiedensten Spielklassen und gilt daher als echter Unterschiedsspieler. Dies war bereits bei seinen vorherigen Stationen beim TSV Sasel oder aber der Kaltenkirchener TS der Fall. 69 Oberligatore. 53 Treffer in 55 Landesligaspielen sowie einige weitere prägten die Karriere des 31-Jährigen. Er schoss die Kaltenkirchener TS mit 21 Toren im Alleingang in die Oberliga, wurde im Vorjahr mit 31 Saisontoren Torschützenkönig der Landesliga Holstein. Dass Nrecaj hohe fußballerische Qualität mitbringt, ist unumstritten. In der vergangenen Saison sollte er in der Rückrunde häufiger bei der Zweiten von KT aushelfen und war auch dort mit 14 Saisontoren maßgeblich an der Meisterschaft in der Kreisliga verantwortlich. Nun spielt er erneut in dieser Liga, doch im Trikot des SV Wahlstedt. Dort kommt er immer mehr in Fahrt.
Nrecaj zerschießt die Kreisliga
In seinen ersten Wochen an der Scharnhorststraße sollte er sich noch etwas schwertun, was an einer Verletzung lag. Er war noch weit von den einhundert Prozent entfernt und konnte daher sein Potenzial noch nicht ganz vollständig abrufen. Einen Treffer erzielte er in vier Spielen. Im Anschluss kam er allerdings immer mehr in Fahrt. In den vergangenen sieben Partien traf Nrecaj immer mindestens einmal. Insgesamt waren es 15 Tore in diesem Zeitraum, sodass der Sommerneuzugang nun schon bei 16 Toren in elf Spielen steht. Er führt die Torjägerliste an und setzt derzeit gefühlt mit jedem Spiel noch einen drauf. Gegen den SV Sülfeld sollte der Knipser einen Viererpack erzielen. Zwar reichte dieser nicht für die drei Punkte, doch eindrucksvoll war der Auftritt des Stürmers dennoch. Nun, am jüngsten Sonntag, sollte er allerdings nochmal einen draufsetzen. Im ersten Durchgang tat er sich noch etwas schwer, wie alle Wahlstedter vor dem Tor, doch nach der Pause sollte er aufdrehen. Aus einem 1:2-Pausenrückstand wurde am Ende ein 7:2-Erfolg und Nrecaj erzielte gleich fünf Tore. 37 Minuten lagen zwischen seinem ersten und fünften Treffer. Er war nicht zu stoppen und auch mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate, wenn er wieder hundert Prozent in Form ist, könnte er der Faktor im Aufstiegsrennen sein. Im Schnitt braucht er 60 Minuten für einen Treffer. Setzt er seinen Schnitt fort, könnte es eine historische Ausbeute werden für einen Spieler in der Kreisliga.

Gier nach Toren macht ihn stark
Beim SV Wahlstedt ist man enorm dankbar, dass man einen Spieler mit dieser Qualität in seinen Reihen hat. Er soll den Unterschied machen, auch in den Topspielen. Dies war der Fall, als man Tralau bezwang, und soll er auch in weiteren machen. Am Sonnabend steht solch eines an, denn dann gastiert der SVW beim Top-Favoriten SV Henstedt-Ulzburg. Dort soll der Unterschiedsspieler erneut ein Faktor sein. Sein Trainer Nimet Jusufi sagt über ihn: „Wir haben ihn nicht ohne Grund geholt. Er ist ein Wahnsinns-Stürmer, der immer den Unterschied macht, egal wie es steht. Er ist immer torgefährlich und gierig, weiter Tore zu schießen. Das Einzige, was ihn aufhalten kann, ist der Abpfiff.“








