Das erste Saisondrittel ist vorbei: Die Zwischenbilanz in der Kreisliga Süd

Alle 16 Teams im Check

Eichholz II und der TSV Kücknitz sind beide im oberen Drittel der Kreisliga Süd. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Der zehnte Spieltag in der Kreisliga Süd steht in den Geschichtsbüchern und somit ist das erste Saisondrittel bereits absolviert. Daher wird es nun Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. HL-SPORTS nimmt alle 16 Teams unter die Lupe und schaut, wie sie in die Saison gestartet sind.

Top-Favorit kommt ins Rollen

Als Top-Favorit gehandelt, ging der Eichholzer SV II in sein zweites Kreisligajahr. Bereits im Premierenjahr nach dem Aufstieg 2025 sollte die Zweitvertretung für Furore sorgen und nach einer beeindruckenden Rückrunde die Spielzeit auf Rang vier beenden. Keine einzige Niederlage nach der Winterpause waren bereits ein Bewerbungsschreiben zur Favoritenrolle im Folgejahr und mit einigen hochkarätigen Neuzugängen wie Marcel Stellbrinck, Niklas Hamer oder auch Nico Hoffmann und Tom Meier war für viele klar, dass dieses Team ein ganz großes Wort um den Titel mitreden würde. Der Start war allerdings etwas holprig, denn schon am zweiten Spieltag riss die Serie und ausgerechnet gegen Angstgegner Viktoria 08 musste sich die Elf vom Pöbelberg geschlagen geben. Bei dieser einen Niederlage sollte es allerdings bleiben, sodass Eichholz selbst schwierige Aufgaben bestand, auch wenn es gegen Travemünde und Wentorf nur zu einem Remis reichte. Ansonsten wurden alle Spiele gewonnen, sodass man trotz zwischenzeitlicher personeller Sorgen die Liga anführt. Dabei scheint es so, als würde die Mannschaft von Stephan Lindhoff jetzt erst so richtig in Fahrt kommen. Es war in den ersten Wochen noch etwas Sand im Getriebe, doch mit den Siegen im Spitzenspiel beim TSV Zarpen sowie einem Kantersieg gegen Aufsteiger Krummesse schien man erst so richtig in Fahrt gekommen zu sein.

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Siebenbäumen in der Spur, doch mit leichten Ausrutschern

Als Verbandsligaabsteiger neu in die Liga gekommen, sollte der SV Grün-Weiß Siebenbäumen gemeinsam mit Eichholz II als Top-Favorit gelten. Die Lauenburger behielten einen sehr großen Teil des Kaders aus der Vorsaison und ergänzten diesen zudem mit Unterschiedsspielern, wobei vor allem Franz Walter Schlatow zu nennen ist. Dieser spielt im Team von Marco Urban, der im Sommer vom VfL Oldesloe auf die Hufe kam, eine große Rolle. Spannend sollte es sein, wie GWS in die Saison starten würde. Nach mehreren schwierigen Jahren, in denen es nur eine Handvoll Siege gab, sollte ein möglicher Fehlstart suboptimal sein. Doch man startete gut in die Saison und holte direkt in den ersten Spielen einige Punkte. Zwar gab es auch Wehrmutstropfen wie die Niederlage in Zarpen, das Unentschieden in Ratzeburg oder aber die jüngste Pleite beim TSV Kücknitz, doch ansonsten ist der Saisonstart absolut in Ordnung. Man belegt den zweiten Platz mit 19 Punkten und hat ein Spiel weniger als der Tabellenführer, sodass man bis auf einen Punkt rankommen könnte. Man ist also voll im Rennen, was an einer starken Defensive mit nur elf Gegentoren, doch auch einer gnadenlosen Offensive, die bereits 35 Treffer erzielte, liegt. Luft nach oben gibt es dennoch, doch blickt man auf die schwierigen vergangenen Jahre, dann ist der Saisonstart in der stark besetzten Kreisliga kein schlechter.

Heimmacht Kücknitz

Mit der Verpflichtung von Maurice Maletzki im Sommer setzte der TSV Kücknitz ein Statement. Der erfahrene Offensivspieler sollte den ohnehin starken Kader noch einmal upgraden und dafür sorgen, dass es nach Platz acht und sieben in den ersten beiden Kreisligajahren nun eine Platzierung im oberen Drittel herausspringt. Dieses peilt man am Roten Hahn an, doch der Start war noch etwas holprig. Nur zwei Siege aus fünf Spielen sowie das Pokalaus gegen den A-Klassisten Eintracht Lübeck waren dürftig, doch vermeidbar. Die Chancenverwertung bereitete große Sorgen, denn selbst zahlreiche Hochkaräter blieben ungenutzt. Dennoch konnte Trainer Mirco Groß Erkenntnisse mitnehmen und in den Spielen sehen, dass man selbst Top-Favorit Eichholz, doch auch anderen Mitfavoriten wie Breitenfelde oder Wentorf-Sandesneben durchaus auf Augenhöhe begegnet, auch wenn die Ergebnisse nicht danach aussahen. Zuletzt kam der TSV immer mehr in Fahrt, sodass man nun seit sechs Ligaspielen unbesiegt ist. Vier Siege gab es jüngst am Stück, wobei vor allem der Erfolg am zurückliegenden Wochenende ganz hoch zu bewerten ist. Mit Leidenschaft, Physis und hoher Offensivqualität kaufte man Favorit Siebenbäumen den Schneid ab und holte wichtige drei Punkte. Es unterstrich nochmals die Heimstärke, denn am Roten Hahn wurden bis dato alle fünf Spiele gewonnen. Mit den Lübeckern muss man also auch weiterhin absolut rechnen, denn schaffen sie es, anders als die vergangenen beiden Jahre, nun konstant zu performen, dann wird Kücknitz lange Zeit ein ganz ernstes Wort um den Aufstieg mitreden.

Zarpen überrascht die Liga

Es ist die Überraschungsmannschaft der ersten zehn Spiele. Der TSV Zarpen ging als Aufsteiger in die Saison und machte direkt deutlich, dass der Klassenerhalt oberste Priorität hat und nichts anderes das Saisonziel ist. Dementsprechend überraschend kam der Start in die Saison. Bereits die ersten Wochen waren eindrucksvoll, denn man ließ einem gut besetzten SV Azadi II keine Chance, punktete beim Vorjahresdritten Schlutup und setzte mit einem 3:1-Heimerfolg gegen Siebenbäumen ein fettes Ausrufezeichen. Sieben von neun Punkten trotz einem absoluten Mammutprogramm sorgten für Staunen. Es war unglaublich schwer, die Stormarner zu schlagen, denn daran bissen sich einige die Zähne aus. Lübeck 1876, Kücknitz oder auch Travemünde, alle drei schafften es nicht. So sollte Zarpen am neunten Spieltag als letzte ungeschlagene Mannschaft dastehen und die Liga anführen. Nach fast einem Saisondrittel führte ein Aufsteiger die Kreisliga an. Zuletzt sollte die Serie allerdings reißen. Oftmals gelang es, durch späte Tore die Pleite noch abzuwenden, doch Eichholz II war letztlich eine Nummer zu groß. Dennoch bot man dort einen starken Auftritt und machte es dem Favoriten alles andere als leicht, doch die brutale Effizienz des Gegners war am Ende ausschlaggebend. Nun folgte zuletzt in Breitenfelde direkt die zweite Niederlage, was für den TSV suboptimal ist, doch nicht allzu überraschend kam. Personell sah es alles andere als gut aus und dies konnte man letztlich nicht kompensieren. Dennoch muss man nach zehn Spielen und 18 Punkten den Hut vor dem Team von Tobias Clasen ziehen, denn dieser Start bei solch einem Anfangsprogramm war wirklich beeindruckend.

Kleiner Kader macht sich bei Schlutup bemerkbar

Für den TSV Schlutup gab es im Sommer seit Jahren mal wieder einen größeren Umbruch. Nach der verpassten Top-Zwei und somit dem Nichterreichen des Saisonziels Aufstieg, für das man so viel investierte, sei es durch drei verschiedene Trainer, aber auch einen Top-Transfer mit Mert Büyükdemir, sollten einige Veränderungen anstehen. Einige Leistungsträger gingen, wobei vor allem Kapitän Lage schmerzlich vermisst wird, und auf der Bank nahm mit Robertino Borja ein neuer Coach Platz. Dieser wollte die Platzierung aus dem Vorjahr nun gerne bestätigen und der Start war auch wirklich positiv. Es gab sieben von neun Punkten zu Beginn, doch so richtig souverän wirkte es noch nicht. Eine 4:5-Niederlage gegen Ratzeburg II sollte dann für Fragezeichen sorgen, denn diese war nur schwer zu erklären. Im Anschluss gab es zwar Siege gegen Azadi II (5:3), Lübeck 1876 (3:2) oder aber zuletzt bei Viktoria (2:1), doch gleichzeitig auch Niederlagen gegen Stockelsdorf (2:3), wo eine 2:0-Führung spät verspielt wurde, oder aber das Pokalaus gegen Vorwerk. So richtig souverän wirkt es am Palinger Weg nicht, denn es wurden bereits acht Punkte in nur acht Spielen liegengelassen. Ein kleiner Kader macht sich zudem ebenfalls bemerkbar, denn mehrere Spiele mussten aufgrund personeller Sorgen verschoben werden. Sowohl gegen Kücknitz als auch Siebenbäumen.

Ein Auf und Ab bei Lübeck 1876

Vor der Saison war es schwierig, Lübeck 1876 nach einem großen Umbruch einzuordnen. Leistungsträger der vergangenen Jahre haben den Verein verlassen und der Ersatz war zumindest auf dem Papier eher nicht gleichwertig. Einzig mit Daniel Möllner hat man einen Transfercoup setzen können. Die Testspielergebnisse waren bereits durchwachsen und mit den ersten beiden Pflichtspielen setzte sich dies fort. Ein Ausscheiden im Pokal gegen Stockelsdorf sowie eine heftige 1:6-Pleite in Breitenfelde sollten früh Sorge bereiten. Das Trainerteam musste Anpassungen vornehmen und den Fokus mehr auf die Defensive legen, was sich auszeichnete. Es folgten sechs Spiele bei nur einer Niederlage und fünf Gegentoren. Plötzlich klopfte 1876 oben an. Ein formstarker Norman Bierle sowie Daniel Möllner, der seine Rolle als Soforthilfe erfüllte, sollten dafür sorgen, dass die 1876er plötzlich ganz oben mitspielten. Doch zuletzt sollte sich zeigen, dass dies wohl doch eher nur eine Momentaufnahme war, denn ausfallende Leistungsträger waren schwer zu kompensieren und die Fehler häuften sich. Es gab drei Niederlagen, sodass die Tendenz derzeit eher in Richtung Mittelfeld geht.

Krisenmanagemebt beim TSV Travemünde gefragt

Bereits im vergangenen Jahr sorgten zwei zwischenzeitliche Sieglosserien dafür, dass der TSV Travemünde sich nur mit Platz fünf zufriedengeben musste und es für ganz oben nicht reichte. Dies sollte nun anders sein, sodass man sich im Sommer gut verstärkt hat. Spieler wie Aldermann, Citea, Keremsah oder Langner sollten die Qualität nochmals im Kader erhöhen und dafür sorgen, dass man sich zur Vorsaison tabellarisch verbessert. Der Start sah auch wirklich gut aus, denn nach den ersten sechs Spielen stand nur eine Niederlage. Es gab deutliche Siege gegen Viktoria (5:1) und Stockelsdorf (6:0) sowie hart erarbeitete Siege in Breitenfelde (2:1) und St. Jürgen (1:0). Hinzu kam ein starkes Remis gegen Eichholz II, wo man zeigte, dass man mit Top-Favoriten mithalten kann. Zuletzt verfiel man allerdings wieder in alte Muster, denn es hakte bei den Monte-Kickern. Drei Spiele gab es ohne Sieg, darunter ein desolater Auftritt gegen Krummesse, wo man mit 0:4 verlor. Acht Punkte wurden liegengelassen, sodass nach neun absolvierten Spielen derzeit 14 Punkte und Platz sieben stehen. Man ist nun erst einmal ins Hintertreffen geraten, was bitter für den TSV ist, doch aussichtslos ist diese Situation nicht und Abschenken sollte man diese Saison schon gar nicht. Man hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, sodass man bestenfalls auf einen Punkt an Zarpen heranrücken könnte. Nun braucht es allerdings schnell wieder die Wende, denn es stehen harte Wochen bevor. Am Sonntag geht es zu Azadi II, bevor die Duelle mit Siebenbäumen (A), Lübeck 1876 (H) und Kücknitz (A) warten.

Die zwei Gesichter der SG Breitenfelde/Mölln

Mit 14 Punkten belegt die SG Breitenfelde/Mölln im Moment den achten Tabellenplatz. Der Saisonstart brachte Licht und Schatten, wobei vor allem eine Phase besonders schmerzte. Man nahm sich vieles vor, wollte mit der jungen Truppe den nächsten Entwicklungsschritt machen und hoffte, auf die Top-Fünf schauen zu können. Nach Rang sechs im Vorjahr war dieses Ziel alles andere als utopisch. Personell ging man dieses allerdings mit einem wesentlich dünneren Kader als noch im Vorjahr an, denn zwar stehen vielen Abgängen auch Zugänge gegenüber, doch die Verluste überwiegen. Dennoch war es ein guter Start, denn mit einem 6:1 gegen Lübeck 1876 setzten die Lauenburger direkt ein Ausrufezeichen. Im Anschluss folgte eine knappe Pleite in Kücknitz, wo man mit einer schwachen Chancenverwertung haderte, bevor es dann allerdings vier Punkte aus zwei Spielen gegen Viktoria (2:1) und Rethwisch (1:1) gab. Eine Niederlage aus vier Spielen sollte in Ordnung sein, doch es folgte aufgrund einiger fehlender Spieler ein kleines Tief. Drei Niederlagen setzte es am Stück. In Eichholz war die Aufgabe einfach zu groß, doch die Auftritte gegen Travemünde (1:2) und Stockelsdorf (1:3) gefielen Coach Arne Riewe nicht. Man geriet etwas ins Hintertreffen, doch kam zuletzt wieder mehr in Fahrt. Sieben von neun Punkten, darunter zwei Siege gegen Wentorf (5:2) und Zarpen (4:2), waren genau nach dem Geschmack der SG. Beide gab es zu Hause, wo man sich deutlich wohler fühlt. Zwölf Heimpunkte stehen nur zwei Zählern in der Fremde gegenüber.

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SGWSS kommt ins Rollen

Nach einem Jahr sollte die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg nach Lübeck zurückkehren. Eine neue, aber nicht komplett unbekannte Liga wartete auf die Lauenburger. Mit Dennis Hadler hat man einen Trainer dazubekommen, der den Fußball in der Hansestadt gut kennt. Für viele war die SGWSS ein Geheimfavorit auf die oberen Plätze. Mit hoher Offensivqualität durch Spieler wie Luis Zak, Florian Allner, Lennart Krüger oder Lasse Löffler sollte man Wentorf auf jeden Fall auf dem Zettel haben. Der Start verlief allerdings sehr holprig, denn es gab nur einen Sieg aus den ersten vier Spielen. Man fand sich doch eher im unteren Mittelfeld wieder, wie bereits vor zwei Jahren, als man letztmals den Weg aus der Stormarner in die Lübecker Kreisliga fand. Doch mit dem 4:0-Sieg gegen den VfL Rethwisch platzte der Knoten. Es gab nur noch eine Niederlage aus fünf Spielen, sodass der Trend aktuell ganz klar nach oben zeigt. Gegen Top-Favorit Eichholz II holte man trotz personeller Sorgen einen Punkt und auch wenn es in Breitenfelde eine bittere Niederlage setzte, folgten zuletzt zwei Siege gegen Stockelsdorf und St. Jürgen. Nun zeigt man das, was vor der Saison als so stark eingeschätzt wurde. Die Defensive, wenn alle da sind, steht und vorne wird eiskalt zugeschlagen. Nun warten drei Aufsteiger auf die SGWSS, bevor das formschwache Azadi II gastiert. Die kommenden Wochen können entscheidend sein, in welche Richtung es letztlich für die Elf von Niklas Oelrichs und Dennis Hadler geht.

Ambitioniertes Rethwisch braucht mehr Konstanz

Mit einem neuen Trainer an der Seite startete der VfL Rethwisch erneut in die Lübecker Kreisliga-Staffel. Eine erneut schwierige Aufgabe wartete. Coach Till Knifka allerdings zeigte sich vor der Saison mutig und schaute aufs obere Tabellendrittel. Es war ein Ziel, das für Aufruhr sorgte, denn schließlich hatte seine Mannschaft eine katastrophale Rückrunde erst hinter sich, sodass man dank einer guten Hinserie den Abstiegskampf fernhielt. Doch in den ersten Wochen schien es so, als würde Knifka Recht behalten. Seine Mannschaft legte einen guten Start hin und gewann direkt mal die ersten beiden Spiele. In Stockelsdorf (3:1) und gegen Travemünde (1:0) setzte sich der VfL durch, sodass dieser tatsächlich von oben grüßte. Es folgte in Eichholz eine 4:6-Niederlage, wo man zur Pause bereits mit 1:6 zurücklag, doch am Ende aufgrund vergebener Chancen am Ausgleich kratzte. Es war ein anderes Rethwisch als im Vorjahr, denn dieses sollte nun auch gegen Breitenfelde punkten. Eine Niederlage aus vier Spielen trotz schwierigem Startprogramm war ein Ausrufezeichen der Stormarner. Im Anschluss sollte es allerdings den Sturz in die Realität geben. Zwei 0:4-Pleiten gegen Wentorf und St. Jürgen waren nicht das, was man sich vorgestellt hatte. Jüngst gab es allerdings zwei Heimsiege am Stück, wobei 10:3-Treffer erzielt wurden. Man befindet sich somit im gesicherten Mittelfeld und steht bei bereits 14 Punkten.

Aufsteiger Ratzeburg wird immer stärker

Viel souveräner aufsteigen wie der Ratzeburger SV II im vergangenen Jahr kannst du eigentlich nicht. Bis auf ein Unentschieden wurden alle Spiele gewonnen und nur gerade einmal .. Gegentore kassiert. Es war ein regelrechter Durchmarsch durch die Kreisklasse A, doch klar war auch, dass dies in der Kreisliga wohl nicht passieren würde. Dort wartete eine ganz andere Aufgabe. Die Vorbereitung verlief sehr schwierig aufgrund von vielen fehlenden Spielern sowie kaum Testspielen. Dies setzte sich zum Saisonstart fort, denn man kam nicht so richtig in Fahrt und sollte nach drei Spielen gerade einmal einen Punkt auf dem Konto haben. Niederlagen gegen Krummesse und Azadi II sowie ein Remis gegen Stockelsdorf wurden eingefahren, was nicht gerade der erhoffte Start war. Man musste sich ans Verlieren gewöhnen. In Schlutup folgte dann der erste Saisonsieg, doch der Knoten platzte auch dort nicht so richtig. Es war schleppend, wie man durch die ersten Wochen der Kreisliga ging, denn personell fehlten zu viele und oft Spieler. Dennoch gab es einen hochverdienten Punkt gegen Favorit Siebenbäumen, der ein kleines Ausrufezeichen war. In den vergangenen Wochen schien es beim Aufsteiger allerdings endlich den Knoten gegeben zu haben. Es gab sieben Punkte aus drei Spielen und dabei gleich zwei deutliche Siege ohne Gegentor. Zuletzt holte man sogar ein Remis in Travemünde nach Rückstand, das Mut für mehr machte.

Stockelsdorf muss an aktueller Form anknüpfen

Der ATSV Stockelsdorf hat einen XXL-Umbruch hinter sich, denn zahlreiche Leistungsträger der vergangenen Saison spielen nun woanders. So musste das neue Trainerteam aus Yannik Biemann und Moritz Matyssek auf viele Spieler aus der Zweiten, Jugend oder aber wenige externe Neue setzen, doch klar war, dass der Kader wesentlich weniger Qualität haben würde als in der Vergangenheit. Dementsprechend war es schwer, die Ostholsteiner, die im vergangenen Jahr bereits enttäuschten und nur gerade so durch einen starken Endspurt der gefährlichen Zone entkamen, in dieser Konstellation einzuschätzen. Mit dem Weiterkommen im Pokal gegen Ligakonkurrent Lübeck 1876 zeigte man, dass man sich gegen Ligakonkurrenten nicht verstecken muss, doch der Saisonstart verlief schwierig. Fünf Spiele und nur ein Punkt waren die Ausbeute zu Beginn, sodass man sich früh weit unten in der Tabelle fand. Die Defensive bereitete große Sorge. Es folgte allerdings ein Positivtrend, denn Stockelsdorf schlug Schlutup und Breitenfelde. Doch es folgte ein Tiefpunkt, denn man musste das Spiel in Siebenbäumen abbrechen, da man nicht genügend Spieler mehr zur Verfügung hatte. Ein Tiefpunkt für die Biemann-Elf, die in der Folgewoche gegen Wentorf verlor, doch kein schlechtes Spiel machte. Zuletzt gab es wieder einen Sieg, sodass Lübeck 1876 erneut bezwungen werden konnte. So stehen zehn Punkte aus zehn Spielen, sodass man über dem Strich steht. Die Mannschaft hat gute Chancen, sich vom roten Bereich fernzuhalten, doch dafür braucht es mehr Konstanz. Leistungen wie gegen Breitenfelde oder Lübeck 1876 dürfen keine Ausnahmen bleiben.

Schwierige Situation für Azadi II

Die bisherige Saison beim SV Azadi Lübeck II ist eine Enttäuschung. Mit nur neun Punkten steht die Zweitvertretung auf Rang 13 und läuft bereits früh den eigenen Ansprüchen hinterher. Man wollte oben mitspielen, das obere Drittel anpeilen, doch davon sind die Lübecker meilenweit entfernt. Der Saisonstart war mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen noch wirklich gut, doch danach geriet man in einen freien Fall. Die vergangenen sechs Partien wurden allesamt verloren, damit ist die Landesliga-Reserve das formschwächste Team der Liga. 26 Gegentore sind zu viele und vorne hat man längst nicht die Offensivqualität wie noch in den vergangenen Jahren. So wurden erst 18 Tore erzielt. Ramzan Hassan, der Torschützenkönig der vergangenen Saison, wird schmerzlich vermisst nach seinem Wechsel zu Sereetz und auch seinen Bruder Serdar weint man hinterher. Letzterer ist allerdings noch immer Spieler des SV Azadi, doch er muss aufgrund von Ausfällen in der Ersten dort aushelfen und kam daher seit vier Spielen nicht mehr in der Zweiten zum Einsatz. Seine Vertretung braucht zu viele Chancen, um erfolgreich zu sein, und hinten werden viel zu einfache Gegentore kassiert. Hinzu kam nun auch noch der Abschied von Erfolgstrainer Omar Yassin. Es ist eine schwere Zeit für den Aufsteiger von 2025, der in einer bedrohlichen Situation steckt.

Personalnot macht Krummesse das Leben schwer

Über die Aufstiegsspiele, in denen es keinen Sieg gab, sollte der Krummesser SV den Sprung in die Kreisliga machen. Eine spannende, doch zugleich schwierige Aufgabe, in der es von Beginn an nur um den Klassenerhalt gehen sollte. Zum Auftakt startete man allerdings nach Maß und fuhr direkt einen Sieg ein. Gegen Ratzeburg II wurde mit 4:2 gewonnen. Im Anschluss sollten extreme Personalsorgen die Mannschaft von Andre Bargholt allerdings plagen. Die Bank war regelmäßig dünn besetzt und musste durch die eigene Zweite aufgefüllt werden. So sollte es zwar lange Zeit in den Spielen gegen Azadi II und Schlutup gut aussehen, doch am Ende schwanden die Kräfte und der Gegner zog das Spiel doch auf seine Seite. Bitter für die Lauenburger, die zum einen sahen, was möglich ist mit der ersten Elf, doch gleichzeitig auch klar der Realität in die Augen blicken mussten, dass der Kader in der Breite nicht gut genug war. Es gab heftige Klatschen gegen die Spitzenteams aus Siebenbäumen (0:12), Kücknitz (0:6) oder aber zuletzt in Eichholz (1:8). So fand man sich am Tabellenende wieder, doch ein Lebenszeichen wurde mit einem 4:0-Sieg gegen Travemünde gesetzt. Dass es ein reiner Kampf um den Klassenerhalt wird, war zu erwarten, doch es bleibt aus KSV-Sicht zu hoffen, dass nicht allzu oft der Kader so enorm ausgedünnt ist, wie es im August und Anfang September war, denn sonst wird es richtig schwer.

Aderlass zu groß für Viktoria

Wenn Spieler wie Lönne Christiansen, Wilhelm Citea, Moritz Mente oder aber Johann Gerlach fehlen, dann wird es schwer für einen Kreisligisten, diesem Aderlass zu trotzen. Dies kam in der Vergangenheit immer mal wieder vor, denn schließlich ist der SV Viktoria 08 ein Studentenverein, doch in diesem Sommer musste man alle vier Leistungsträger vollständig verabschieden. Sie verließen die Falkenwiese und hinterließen eine Lücke, die, wie sich in den ersten fast zwei Monaten der Saison zeigte, größer ist, als man es gehofft hatte. Der Kader verlor an enormer Qualität und auch in der Breite nahm dieser massiv ab. Die Folge ist nur ein Sieg aus den ersten acht Partien. Dieser zwar ausgerechnet gegen Top-Favorit Eichholz II, doch ansonsten gab es nichts zu holen. Es ist keine einfache Zeit an der Falkenwiese, doch aussichtslos ist diese keineswegs. Man ist nicht weit entfernt von den Punkten, doch späte Niederlagen, wie am vergangenen Wochenende gegen Schlutup oder aber in Breitenfelde, tun massiv weh. In den kommenden Wochen warten schwierige Spiele, denn man begegnet Siebenbäumen, Lübeck 1876 und Kücknitz. Dann kommen zwei wichtige Duelle gegen potenzielle Konkurrenten gegen Stockelsdorf und Rethwisch. Es müssen nun also schnell Punkte her und da macht es Mut, dass zuletzt die ersten Spieler zurückkehrten. Vor allem auf Torjäger Tilo Karsten, der sieben der 13 Treffer der 08er erzielte, wird es ankommen.

Wieder ein Fehlstart bei Fortuna

Das Ziel beim SV Fortuna St. Jürgen war vor dem ersten Spieltag klar. Man wollte endlich mal gut in die Saison starten und nicht die ersten Wochen verpennen. Die Vorzeichen mit einem komplett zusammengebliebenen Kader und nur wenigen, punktuellen Verbesserungen waren dafür gut, doch erneut lief das Anfangsprogramm überhaupt nicht wie erhofft. So hält man nach zehn Spieltagen die Rote Laterne hoch und hat nur gerade einmal fünf Punkte auf dem Konto. Ein Start, der überhaupt nicht nach dem Geschmack des Trainerduos aus Andre Meese und Nikolay Frech verlief. Einzig in Rethwisch wurde gewonnen und von der Heimstärke der Vergangenheit ist bei nur zwei Punkten auf heimischem Geläuf nicht mehr zu sprechen. Es ist unbegreiflich, wie diese Mannschaft, die qualitativ bei Weitem nicht zu den schlechteren der Liga gehört, so zum Sorgenkind werden konnte. Dabei ist es schwer zu sagen, woran dies letztlich liegt. Die Defensive ist mit 28 Gegentoren zwar nicht gut, doch schaut man auf die Konkurrenz, dann ist dies auch nicht die große Schwachstelle. Eher ist es die Offensive, die mit 16 Toren die drittwenigsten der Liga erzielte. Fakt ist, dass es nun schnell Punkte braucht, denn sonst könnte erstmals seit 16 Jahren wieder eine Spielzeit in der A-Klasse drohen. Die nächsten Wochen werden ganz besonders wichtig, denn dort stehen direkte Duelle gegen Stockelsdorf, Krummesse und Azadi II an, doch auch gegen die Aufsteiger Zarpen und Ratzeburg II.

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