v.l. David Blacha, Aaron Hunt (HSV). Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Hamburg – Der Hamburger SV hat am Dienstag in der 2. Bundesliga nur 1:1 (1:0) gegen den VfL Osnabrück gespielt und vergab so zwei wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg. Zeitgleich trennte sich Fürth torlos von Heidenheim. Arminia Bielefeld steht nun als Aufsteiger fest. Der VfB Stuttgart kann am Mittwoch wieder auf Rang zwei vorrücken. 

Anzeigetafel vor Spielbeginn Hamburger SV gegen VfL Osnabrück. Foto: Claus Bergmann/Pool via Michael Schwarz

Jung in der Innenverteidigung – VfL mit sieben Veränderungen

Für den gesperrten van Drongelen stand bei den Hausherren Jung in der Innenverteidigung. Ansonsten vertraute Hecking auf die Sieger von Dresden. Bei den Gästen fehlten gegenüber der 0:2-Niederlage gegen Bochum in der Startelf Trapp (gesperrt), Engel (nicht im Kader), Taffertshofer (angeschlagen), Alvarez, Amenyido, Henning und Schmidt (Bank). Dafür durften Susac, Agu, Köhler, Ajdini, Heider, Klaas uns Ceesay ran. 

Osnabrücks Moritz Heyer gegen Sonny Kittel (HSV). Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Schwere Kost, aber mit Führung in die Kabine

Das erste Zeichen setzte Kinsombi (6.) mit einem Flachschuss aus halbrechter Position nach einem langen Pass von Vagnoman. VfL-Keeper Kühn packte zu. Kurz danach war Kittel (7.) durch, legte sich den Ball allerdings zu weit vor und ein Abwehrbein war zusätzlich dran. Bei den Gästen ging es immer wieder schnell über Ceesay, der das eine oder andere Mal gefährlich im Angriff auf sich aufmerksam machte. Das Spiel war ausgeglichen. Hamburg suchte die Lücke und hatte viel Ballbesitz und Osnabrück versuchte es mit Kontern. Einen dieser schnellen Vorstöße hätte Pollersbeck fast aus dem Netz fischen dürfen. Ceesay (21.) stolperte allerdings knapp vor der Linie mit der Kugel vorbei. Der HSV tat sich bei 26 Grad schwer, fand keine Ideen gegen die gut gestaffelten Lila-Weißen. Die Abwehr knackten die Rothosen nach 35 Minuten. Kinsombi spielte mit Harnik Doppelpass und der Leih-Stürmer von Werder Bremen überwand Kühn zur Führung. Es war die erste Szene überhaupt vom 33-Jährigen. Auf der anderen Seite köpfte Klaas (40.) nach einer Flanke, doch Pollersbeck hatte den Ball im Nachfassen. Bis zur Pause passierte nichts mehr. 

1:0 durch Martin Harnik (HSV). VfL-Torhüter Philipp Kühn geschlagen. Foto: Claus Bergmann/Pool via Michael Schwarz

Ausgleich wirft HSV zurück 

Ohne Veränderungen ging es in den zweiten Durchgang. Einen Ballverlust der Gastgeber nutzte Ceesay (49.) nicht, traf nur das Außennetz. Nach einer knappen Stunde fiel der Ausgleich für Osnabrück. Leibold war im Kopfballduell an der Mittellinie zweiter Sieger gegen Heyer. Der Ball kam zu Klaas, der in die Mitte passte. Jung fälschte ab, Pollersbeck wehrte per Fuß ab, doch Heyer (57.) hämmerte das Ding zum 1:1 in die Maschen. Beide Trainer wechselten kurz danach doppelt. Jatta und Schaub (64.) waren für die Hausherren in der Partie, doch Ruhe bekamen sie nicht hinein. Der VfL witterte seine Chance und blieb seinen Kontern treu und kämpfte um jeden Zentimeter. Hecking wechselte erneut doppelt und brachte Gyamerah und Hinterseer (73.). Fein lud den Gegner mit einem Fehler am eigenen Strafraum zum zweiten Tor ein, doch Henning (77.) schoss drüber. Die Osnabrücker verteidigten dabei auf der anderen Seite mit allen Mann den eigenen Sechtzehner. Es wurde wieder knapp für die Hamburger. Die letzten fünf Minuten brachen an. Hinterseer (85.) verpasste den Siegtreffer nach einer Gyamerah-Vorlage. Der zuvor eingewechselte Schmidt (87.) zwang Pollersbeck zu einer Flugeinlage. Hamburg zog die letzte Karte mit Samperio (88.). Drei Minuten gab es obendrauf. Es blieb beim Unentschieden und der HSV vergab wieder einmal zwei wichtige Zähler. 

Tim Leibold (HSV). Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Statistik:

Hamburger SV – VfL Osnabrück 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 Harnik (35.), 1:1 Heyer (57.) 
Hamburg: Pollersbeck, Kinsombi (64. Schaub), Kittel (64. Jatta), Hunt, Pohjanpalo, Leibold, Harnik (73. Hinterseer), Letschert, Vagnoman (73. Gyamerah), Jung, Fein (88. Samperio)
Osnabrück: Kühn, Gugganig, Heyer, Ajdini, Ceesay (65. Amenyido), Susac, Heider (89. Girth), Blacha (82. Schmidt), Köhler (89. Quahim), Klaas (65. Henning), Agu

32.Spieltag:

Hamburg – Osnabrück 1:1
Fürth – Heidenheim 0:0
Wiesbaden – Nürnberg 0:6
Stuttgart – Sandhausen (Mi.)
Hannover – St. Pauli
Regensburg – Karlsruhe
Aue – Bochum
Kiel – Dresden (Do.)
Bielefeld – Darmstadt

Tabelle:

1.DSC Arminia Bielefeld3158 : 2761
2.Hamburger SV3260 : 3954
3.VfB Stuttgart3150 : 3752
4.1. FC Heidenheim3243 : 3252
5.SV Darmstadt 983142 : 4046
6.SpVgg Greuther Fürth3243 : 4143
7.VfL Bochum 18483149 : 4642
8.Hannover 963147 : 4742
9.FC Erzgebirge Aue3141 : 4441
10.SV Sandhausen3137 : 3840
11.Holstein Kiel3149 : 5139
12.SSV Jahn Regensburg3146 : 5239
13.FC St. Pauli3137 : 4038
14.VfL Osnabrück3240 : 4536
15.1.FC Nürnberg3244 : 5136
16.Karlsruher SC3139 : 5033
17.SV Wehen Wiesbaden3239 : 5931
18.SG Dynamo Dresden3129 : 5428
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