Das sagen die Kreisligisten zum Saisonabbruch

Sportzentrum Rensefelder Weg in Stockelsdorf. Foto: ar
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Lübeck – Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) hat am vergangenen Mittwoch entschieden, die Spielzeit 2020/2021 zu annullieren. HL-SPORTS fragte bei Verantwortlichen und Trainern der Kreisliga nach und so antworteten sie…

Mark Seemann (TSV Schlutup): „Zum Abbruch kann ich aus meiner Sicht nur sagen, dass es absolut die richtige Entscheidung war und dass nicht nur weil wir nicht gut dastanden – es war ja auch nur ein Punkt Rückstand, aber da auf Teufel komm raus eine Saison durchprügeln nach so langer Pause, war einfach wenn man es ehrlich und realistisch sieht ja gar nicht möglich! Eine Hinrunde nur zu werten wäre genauso völlig quatsch, da wir beispielsweise ein Wechselfenster im Winter hatten und eine ewig lange Pause. Das wäre alles kein fairer Wettkampf meiner Meinung. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass was sich alle wünschen und zwar das dieser Spuk bald zu Ende ist, wir unser normales Leben wieder haben mit Fußball und allen anderen Sachen wie Urlaub, Shoppen, Essen gehen und und und…“

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Kambiz Tafazoli (ATSV Stockelsdorf): „Ich denke, jeder Fußballer hat bis zuletzt gehofft, dass es endlich wieder losgeht. Gerade die Rückkehr auf den Trainingsplatz in Zehnergruppen ist eine kleine Erlösung gewesen, auch wenn Stockelsdorf wieder alles dicht gemacht hat. Wir haben die Pandemie seit Monaten zu akzeptieren und müssen mit der Situation lernen zu leben, auch wenn es schwierig ist vieles zu verstehen. Dass nun die Saison annulliert wurde, ist verständlich, allerdings ergibt sich für uns nicht der Sinn eines „Derby-Cups“. Aber das sei mal vorerst dahingestellt. Es herrscht die gewünschte Klarheit, auf die wir alle sehnlichst gewartet haben.“

Hendrik Block (TSV Pansdorf II): „Ich hätte mir gewünscht, dass man wieder spielen und auch die Saison zeitnah sportlich beenden kann. Die Bestimmungen geben das aber nicht her und so müssen wir mit dem Abbruch der Saison leben. Ich denke jeder hofft, dass die kommende Saison einigermaßen normal läuft und wir wieder regelmäßig am Wochenende spielen dürfen.“

Kevin Berens (TuS Lübeck): „Letztlich war es zu erwarten das die Saison abgebrochen wird. Für die Teams, die um den Aufstieg gespielt haben, ist es natürlich bitter. Natürlich hätte jeder wieder Lust gehabt neu zu starten, aber man muss es natürlich auch mit der aktuellen Lage vereinbaren können. Momentan ist der Inzidenzwert in Lübeck glücklicherweise unter 35 aktuell, aber das wird sich wohl auch schnell wieder ändern, nachdem man die Bilder aus der Innenstadt zu Beginn der Woche gesehen hat. Jetzt hat man ja den „Derby-Cup“ ins Leben gerufen als Alternative zum Punktspielbetrieb. Damit könnte man zumindest dann wieder langsam in den Wettkampfmodus kommen. An oberster Stelle wünschen wir uns natürlich das jeder einzelne gesund bleibt und das man die Pandemie in den Griff bekommt und das „normale Leben“ langsam aber sicher zurückkehrt. Mittlerweile leben wir schon 1 Jahr von Lockdown zu Lockdown. Sollte uns das endlich gelingen, dann dürfen wir auch hoffentlich wieder unter anderem Fußball spielen.“

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Michael Kreft (TSV Kücknitz): „Der Saisonabbruch ist ärgerlich, aber wahrscheinlich eine sinnvolle Entscheidung. Die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme am „Derby-Cup“ ist eine smarte Alternative und bleibt abzuwarten, inwiefern es möglich und umsetzbar ist, bezogen auf die entsprechende Corona-Lage. Wir freuen uns einfach wieder darauf gemeinsam auf dem Platz zu stehen und hoffen, dass wir dies nachhaltig machen können.“

Inan Aykol (SV Azadi): „Wir glauben einfach, dass jeder Amateur-Fußballer über die Entscheidung des SHFV-Präsidiums enttäuscht ist, aber die Gesundheit geht nun mal vor und das müssen wir alle akzeptieren.“

Ender Ergin (Türkischer SV): „Der Saisonabbruch war abzusehen. Schade, wir hätten gerne weitergespielt. Ahrensbök wäre eh Meister geworden. So müssen wir uns in der neuen Saison wieder mit Ahrensbök messen.“

Andre Meese (Fortuna St. Jürgen): „Der Abbruch der Saison war durchaus zu erwarten, auch wenn wir diese Saison gern fortgesetzt hätten, nachdem wir recht gut in die Spielzeit gestartet sind trotz des größeren personellen Umbruchs, um uns auch selber zu zeigen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Allerdings hat die erneute Saisonunterbrechung auch gezeigt, dass die Mannschaft auf den Re-Start brennt und wieder gemeinsam kicken will, was sich in der sehr guten Stimmung innerhalb der Mannschaft stets widerspiegelt. Natürlich hoffen wir jetzt, dass zumindest der geplante Pokalwettbewerb durchgeführt werden kann, um nochmal dem Wettbewerbsgedanken nachzueifern. Dem Prinzip der Freundschaftsspiele stehe ich eher etwas skeptisch gegenüber und sollte sich lieber ausschließlich auf den Juniorenbereich beziehen, um die Entwicklung in diesen Jahrgängen zu fördern und nicht noch mehr ‚Zeit‘ zu verlieren.“

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