
Lübeck – Die ersten Viertelfinalisten im Kreispokal Lübeck sind am Dienstag und Mittwoch gefunden worden. Dabei gab es neben den erwarteten Favoritensiegen auch Überraschungen. Die größte gab es wohl auf dem Neuhof. Doch es sollte auch noch ein Sechzehntelfinale steigen, bei dem der Favorit sich souverän durchsetzte.
AKM Lübeck – TSV Eintracht Groß Grönau 2:5 (0:1)
Das letzte Spiel im Sechzehntelfinale stieg am Mittwochabend zwischen dem AKM Lübeck und TSV Eintracht Groß Grönau. Der A-Klassen-Aufsteiger wollte überraschen, doch es gastierte ein Verbandsligist. Dieser hatte das Spiel über die volle Distanz klar im Griff, auch wenn die Hausherren vor allem im ersten Durchgang gar nicht so chancenlos wirkten. So ging es auch nur mit einem 0:1 in die Halbzeit, dank des Treffers von Timo Renken (14.). Nach dem Seitenwechsel sollten Kilian Gretzinger (53.) und Bennet Oldenburg (61.) auf 3:0 für die Gäste erhöhen. Ein direkter Freistoß führte zum 4:0, bevor AKM vom Elfmeterpunkt verkürzen sollte. Am Ende hieß es nach einem zweiten Treffer von Oldenburg 5:2 für die Eintracht, die ins Achtelfinale einzog.
SV Eintracht Lübeck – TSV Kücknitz 3:2 (0:1)
Der A-Klassist SV Eintracht Lübeck empfing am Dienstagabend mit dem TSV Kücknitz einen ambitionierten Kreisligisten. Dieser reiste personell geschwächt an und rotierte fleißig. Dennoch sollte der Kreisligist nach einer Stunde durch Pierre Witt (31.) und Leon Haselbach (58.) mit 2:0 führen. Doch der Underdog zeigte eine unglaubliche Moral und fand zurück ins Spiel. Dennis Kibbel (73./77./90.) sollte zum Held vom Neuhof werden. Der A-Klassist drehte das 0:2 und warf tatsächlich Kücknitz aus dem Pokal. Es war eine große Überraschung und ein Sieg der Moral, der auch für Trainer Sascha Troegel nur schwer in Worte zu fassen war. Dieser sagte: „Das sind die Spiele und Momente, die einem zeigen, warum man so viel Zeit, Herzblut und Energie in diesen Sport steckt. Wenn man sieht, wie sich eine Mannschaft über Jahre entwickelt und heute gegen einen höherklassigen Gegner so einen Abend hinlegt, macht mich das einfach stolz. Wir wussten, dass uns mit Kücknitz ein richtig starker Gegner erwartet. In der ersten Halbzeit ist Kücknitz am Drücker und wir gehen folgerichtig mit einem Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann eine ganz starke Mentalität gezeigt, sind immer weiter drangeblieben und haben das Spiel noch gedreht. Dass wir am Ende mit 3:2 gewinnen und ins Viertelfinale einziehen, ist ein riesiger Erfolg für die Mannschaft. Gleichzeitig wollen wir uns hier nicht ausruhen. Wir wollen den Sportplatz am Neuhof Schritt für Schritt zu einer Adresse machen, an der es für jeden Gegner unangenehm wird. Bei aller Freude über den Sieg gilt unser erster Gedanke aber auch dem verletzten Spieler von Kücknitz. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung und hoffen, dass sich die Verletzung als nicht so schlimm herausstellt. Jetzt genießen wir diesen Abend und dann freuen wir uns auf das Viertelfinale am Sportplatz am Neuhof.“
SV Viktoria SV – Azadi Lübeck 0:3 (0:1)
Landesligaaufsteiger SV Azadi Lübeck war am Dienstagabend beim SV Viktoria 08 der klare Favorit. Die Mannschaft von Niwar Jasim wollte die Pflichtaufgabe an der Falkenwiese meistern und dies sollte gelingen. Gegen einen personell dünn besetzten Gegner aus der Kreisliga Süd hatte man erwartbar mehr vom Spiel und ließ keine Zweifel am Einzug ins Viertelfinale aufkommen. David Senghore (32.) brachte den ungeschlagenen Aufsteiger auf Kurs. Nach dem Seitenwechsel sollten Kubilay Büyükdemir (63.) und Alend Khalil (73.) auf 3:0 erhöhen. Es war der Schlusspunkt, sodass der Favorit ohne großen Glanz das Pokalspiel für sich entschied. Viktoria hielt gut dagegen, hatte am Ende allerdings dann doch das Nachsehen.
TuS Lübeck – VfL Vorwerk 0:3 (0:0)
Mit dem TuS Lübeck und VfL Vorwerk trafen zwei Ligakonkurrenten aufeinander. Die beiden A-Klassisten sind ähnlich gestartet, sodass es schwer zu sagen war, wer der Favorit ist. In dieser Frage hatten die Gäste als Kreisligaabsteiger etwas die Nase vorne, was sich auch in den 90 Minuten zeigen sollte. Im ersten Durchgang war es noch eine torlose Angelegenheit, sodass zur Pause alles offen war. Nach der Pause hatten die Mannen aus dem Teichstadion die Oberhand und gingen durch Fatih Erenkaya (51.) in Führung. Niclas Tiessen (71.) sollte den Deckel so gut wie draufmachen, bevor der eingewechselte Bünyamin Demircan (76.) den Schlusspunkt zum 3:0 setzte.
TSV Schlutup – SV Fortuna St. Jürgen 4:1 n.E. (1:1/1:1)
Knapp drei Wochen nachdem der TSV Schlutup beim SV Fortuna St. Jürgen mit 4:2 gewann, sollte es nun das Wiedersehen geben. Diesmal reiste Fortuna an den Palinger Weg und dort sollte endlich gegen den Angstgegner gewonnen werden. Seit Jahren wartet die Mannschaft vom Kalkbrenner auf einen Erfolg gegen Schlutup. Der Saisonstart war mit vier Niederlagen nicht nach dem Geschmack für St. Jürgen. Nun im Pokal hieß es, eine Leistungssteigerung zu zeigen und einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Es gab ein anderes Gesicht, auch wenn man nach einer Viertelstunde in Rückstand geriet. Marcel-Sven Meier (14.), der eigentlich zum Kader der Ü32 gehört, brachte Schlutup in Führung. Trotz der schwierigen ersten Wochen sollte St. Jürgen sich nicht aufgeben. Ahmad Ezzo (21.) glich aus. Bei diesem 1:1 sollte es lange Zeit bleiben, denn keine Mannschaft wollte zu viel Risiko gehen. Somit ging es ins Elfmeterschießen und dort sollte die Gastmannschaft vom Punkt enttäuschen. 3:0 hieß es vom Punkt für Schlutup, sodass der Schlutup-Fluch für die Fortuna weiter anhält.
TSV Dänischburg – ATSV Stockelsdorf 3:4 (0:0)
In der Liga blieb der ATSV Stockelsdorf bisher noch sieglos, doch im Pokal sah dies anders aus. In der ersten Runde wurde Ligakonkurrent Lübeck 1876 bezwungen, sodass im Achtelfinale erneut ein Sieg her sollte. Als klarer Favorit reiste die Mannschaft von Yannik Biemann zum TSV Dänischburg. Dort sollte sich der Kreisligist sehr schwertun. Zur Pause blieb es torlos in einem Spiel mit Vorteilen für die Gäste, doch mit der besten Chance vom Außenseiter. Im zweiten Durchgang sollte Jan-Werner Volkmann (56.) den TSV in Führung bringen. Der Ausgleich durch Sajad Barbari (58.) folgte prompt. Im Anschluss dauerte es nicht ganz 20 Minuten, bis Dänischburg durch Volkmann (76.) und Shpetim Rama (78.) der Doppelschlag zum 3:1 gelang. Es roch nach einer großen Überraschung. Tim-Niklas Seeger (80.) verkürzte allerdings prompt. Die Nachspielzeit stand an, doch dort sollte tatsächlich der Ausgleich fallen. David Iwuoha (91.) glich aus und tatsächlich gelang sogar noch der Siegtreffer. Ein Eigentor (94.) rettete Stockelsdorf vor einer Blamage und brachte den Kreisligisten ins Viertelfinale.
Bildquellen
- neuhof: Eintracht Lübeck
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