Das wäre ein Hammer: Glatzel vom HSV zu Holstein Kiel? – “Proh Deum fidem, Kilia!“

Bundesliga-Stürmer und Hamburgs Ex-Sportvorstand Jonas Boldt zu Besuch an der Förde

Robert Glatzel nachdenklich. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Kiel – Am Sonnabend noch feierte Robert Glatzel einen Assist-Punkt beim 1:1-Unentschieden des Hamburger SV gegen den FC Augsburg. Es war sein vierter Startelfeinsatz in dieser Saison. Den Ausgleich bereitete er vor. Ansonsten gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Aufregung um den Torschützenkönig 2024 in der 2. Bundesliga. Sogar HSV-Trainer Merlin Polzin zählte ihn an (HL-SPORTS berichtete), ließ ihn allerdings nicht fallen. Der Vertrag des 32-Jährigen im Volkspark läuft noch ein Jahr, doch man geht davon aus, dass der Stürmer den Verein in diesem Sommer verlässt.

Vielleicht Richtung Norden?

Am Sonntag tauchte Glatzel zusammen mit Ex-HSV-Sportvorstand Jonas Boldt beim Zweitliga-Heimspiel von Holstein Kiel gegen Preußen Münster auf und schaute sich das torlose Unentschieden seine ehemaligen Coaches Tim Walter an. Sofort wurde spekuliert, ob der Top-Angreifer sein Arbeitsumfeld bald an die Förde verlegt.

Walter: „Die KSV könnte ihn auch gar nicht bezahlen“

Der Kieler Trainer sprach darüber in der Pressekonferenz und meinte: „Das wäre so ein Stürmertyp, der weiterhelfen würde. Ja, aber nicht für die KSV, auf keinen Fall. Der Bobby hat beim HSV einfach eine gute Karriere gemacht. Ich bin immer in Verbindung mit ihm. Er ist einfach ein unfassbar guter Junge. Er hat einen tollen Charakter, ist ein toller Stürmer. Ich glaube die KSV könnte ihn auch gar nicht bezahlen.“

Ex-HSV-Sportvorstand Jonas Boldt schaute sich Kiel einmal an. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Rebbe unter Druck

Allerdings ist ebenso spannend, dass Boldt im Schlepptau war. Olaf Rebbe wird in Kiel für die sportliche Misere verantwortlich gemacht. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga sollte der Geschäftsführer eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Gelungen ist ihm das augenscheinlich – wie schon bei seinen vorherigen Stationen in Wolfsburg und Nürnberg – nicht, denn selbst ein Millionen-Transferüberschuss verpuffte wie auch die sportliche Leistung im Fußball-Unterhaus. Holstein steckt seit Wochen im Abstiegskampf – es droht sogar der Abstieg in die 3. Liga.

Während Walters Vertrag nur bis zum Saisonende geschlossen ist, sieht das bei Rebbe anders aus. Sein Kontrakt läuft bis 2028. Er kam vor fast exakt einem Jahr zur KSV und ist seit vergangenem Oktober zudem offiziell Vizepräsident des Clubs. Beerbt Boldt ihn vielleicht sogar bald? Sollte es so kommen, dürfte auch der KSV-Aufsichtsrat wackeln, denn der hat den 47-Jährigen geholt und ein halbes Jahr später sogar befördert.

Vor allem nehmen die Fans Rebbe übel, dass er Publikumsliebling Marcel Rapp entließ. Der ehemalige Holstein-Chefcoach mahnte immer wieder hinter den Kulissen, dass die zusammengestellte Mannschaft einen schweren Auftrag zu stemmen hat. Der Trainerwechsel zu Walter hat in fünf Partien fünf Punkte eingebracht. Rapp schaffte es in 23 Begegnungen auf 24 Zähler. Es gibt also bisher keinen erkennbaren positiven Effekt – das hat vor allem das Spiel gegen den Tabellenletzten Münster erkennen lassen. Es kam seitdem sogar schlimmer, denn vor dem Tausch stand die KSV auf Platz 14, nun ist sie auf dem Relegationsrang.

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Zittern bis zum Schluss

Das hätten sich die Holstein-Fans sicher im Traum nicht einfallen lassen. Vor einem Jahr noch gegen Bayern München und Borussia Dortmund und vielleicht bald gegen Viktoria Köln oder die Zweite Mannshaft des VfB Stuttgart. Es könnte darauf hinauslaufen, dass die letzten drei Saisonspiele die Entscheidung bringen. Gegen Braunschweig und Magdeburg zuhause und zum Abstiegsfinale nach Dresden. Möglich wäre auch eine Relegation gegen den Drittligisten, direkter Absturz oder Rettung. “Proh Deum fidem, Kilia!“ (Lateinisch: Um Himmels willen, Kiel!).

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Bildquellen

  • Boldt: Lobeca/Henning Rohlfs
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