„Das war zu keinem Zeitpunkt kreisligawürdig“ – Klare Worte nach 1:7-Debakel

Eutin 08 II empfängt formstarken Aufsteiger

Die SG Insel Fehmarn erlebte einen erschreckenden Abend in Lütjenburg. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lensahn – In der Kreisliga Ost gab es bereits unter der Woche eine Nachholpartie. Die SG Insel Fehmarn und der TSV Lütjenburg trafen sich zum Duell zweier formschwacher Teams nach der Winterpause. Dabei gab es ein Lebenszeichen der Heimmannschaft gegen eine erschreckende SG. Deutliche Worte wurden im Anschluss gefunden.

Am kommenden Wochenende steht bereits der nächste Spieltag an und dort kommt es zu dem ein oder anderen Topspiel. Formstarke Mannschaften duellieren sich, wobei es zu enormer Spannung kommt. Die SG Insel Fehmarn möchte dabei eine Reaktion auf die 1:7-Klatsche gegen Lütjenburg am Dienstagabend zeigen. Es geht nach Laboe, die ebenfalls noch nicht im neuen Jahr in Fahrt gekommen sind. Auf dem Stoschplatz braucht Fehmarn dringend eine Leistungssteigerung und deutlich mehr Stabilität, denn sonst droht ein weiterer, bitterer Auftritt.

Fynn Severin (SG Insel Fehmarn) zur 1:7-Niederlage am Dienstagabend: Mir fehlen tatsächlich die Worte für die Leistung. Das war zu keinem Zeitpunkt kreisligawürdig und in dieser Form sind wir neben Putlos der Abstiegskandidat Nummer zwei. 5:18 Tore in den ersten vier Spielen sprechen da Bände. Und da muss man auch nicht darüber sprechen, dass der eine oder andere Spieler verletzt fehlt. Gestern und auch am Wochenende hatten wir einen guten Kader zusammen. Alle Vereine in der Kreisliga sind uns in Sachen Einstellung und Zweikampfführung mindestens zwei Klassen voraus und ohne diese Grundtugenden des Fußballs bringt dir auch alles Talent nichts.

Der Fehmarn-Coach zum kommenden Spiel: „Wir erwarten am Samstag ganz klar eine Reaktion zu diesem Start in die Rückrunde und zu der Art und Weise, wie wir teilweise auf dem Platz auftreten. Man kann verlieren, vor allem gegen die bisherigen Gegner (Dobersdorf, Dersau, Cismar und Lütjenburg), aber es geht immer darum, wie man auftritt und wie man sich gegen die Niederlage wehrt. Wir sind jetzt wieder mittendrin im Abstiegskampf und müssen jetzt endlich wieder Vollgas auf dem Platz geben.“

Die Formkurven bei Eutin 08 II und dem SV Großenbrode zeigen steil nach oben. Eutin startete mit drei Siegen und elf erzielten Toren in das neue Kalenderjahr und setzt die SG Dobersdorf/P’ahgen somit nochmal ordentlich unter Druck. Diese hat zwar noch einige Spiele mehr und kann somit aus eigener Kraft an den Rosenstädtern vorbeiziehen, doch dem Vorjahresdritten droht ein intensiver Endspurt mit zahlreichen englischen Wochen. Für die Mannschaft aus dem Kreis Ostholstein gibt es also noch Hoffnung auf den Titel, doch dazu müssen die eigenen Hausaufgaben erfüllt werden. Mit Großenbrode kommt ein Team aus dem Tabellenkeller, das seit drei Spielen unbesiegt ist. Vor allem zu Hause fühlt man sich enorm wohl, doch nun geht es in die Fremde. Das Hinspiel gewann Eutin mit 9:1 deutlich, doch das Team von Peter Thomm hat sich längst stabilisiert und ist in der Kreisliga angekommen.

Eutin II gewann im Hinspiel mit 9:1 in Großenbrode. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Am Sonntag verspricht die Partie zwischen dem TSV Lensahn und der SG Bösdorf/Malente eine Menge Spannung. Die SG Bösdorf/Malente ist mit einem Sieg und einer Niederlage relativ durchwachsen ins neue Jahr gestartet, doch hatte mit Eutin und Preetz auch zwei knifflige Aufgaben. Nun folgt die dritte, denn der TSV Lensahn ist in richtig guter Form. Das neue Jahr begann für die Mannschaft von Daniel Safadi nämlich mit zwei Siegen, einer davon war ein 7:1-Sieg gegen Klausdorf II. Die Offensive funktioniert derzeit überragend, denn vor allem Neuzugang Haruma Jammeh ist kaum zu stoppen. Dieser traf in den ersten beiden Spielen bereits viermal. Neben den Brüdern Thorben und Finn-Ole Ratje hat man nun also einen dritten Angreifer, der den Unterschied machen kann. Für Bösdorf/Malente wird dieses Spiel beim Tabellenachten eine knifflige Aufgabe, denn mit Jesko Saggau fehlt der Torhüter nach seiner Roten Karte gegen Preetz.

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Die Stimmen zu den Spielen:

Eutin 08 II – SV Großenbrode (Sa., 16 Uhr)

Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Man muss schon sagen, dass Großenbrode extrem gut aus der Winterpause gekommen ist mit zwei Spielen und zwei Siegen. Da werden sie anknüpfen wollen und müssen auch weiterhin Punkte sammeln, um sich unten zu lösen. Es gilt, wachsam zu sein und Großenbrode überhaupt nicht zu unterschätzen. Sie werden mit extrem breiter Brust, aber auch extrem engagiert und diszipliniert auftreten und kompakt gegen den Ball arbeiten wollen. Wir wiederum wollen den Ball wieder zügig laufen lassen, die gegebenen Räume nutzen und dann weiterhin auch kompakt und geschlossen gegen den Ball arbeiten, damit wir eben auch in den Umschaltsituationen hellwach sind. Das haben wir in der Woche thematisiert und vom letzten Spiel aufgegriffen. Wir werden alles daran legen, dass wir auch zu Hause die drei Punkte einfahren.“

Peter Thomm (SV Großenbrode): „Eutin ist natürlich eine Top-Mannschaft, wie uns auch das Hinspiel zeigte. Ich fand, da haben wir uns trotz des sehr hohen Ergebnisses relativ vernünftig geschlagen. Am Wochenende fehlen mir ein paar Leute urlaubsbedingt, krankheitsbedingt, dienstlich, auch eine Sperre ist dabei. Ich muss ein bisschen basteln, aber wir bekommen eine Truppe zusammen und dann wollen wir mal schauen, was am Wochenende dabei rausspringt. Natürlich wollen wir versuchen, Eutin zu ärgern, das ist am Ende des Tages immer ein bisschen tagesformabhängig, und dann wollen wir mal schauen, wie die Tagesform von Eutin und auch unsere ist. Dann schauen wir, was dabei herauskommt, aber Eutin soll nicht unser Gradmesser in der Liga sein.“

TSV Lensahn – SG Bösdorf/Malente (So., 15 Uhr)

Vadim König (TSV Lensahn): „Wir haben eine sehr gute Vorbereitung absolviert, angepasst an die teils schwierigen Wetterbedingungen. Die Mannschaft hat dabei konzentriert und intensiv gearbeitet. In den ersten Spielen sieht man bereits, dass sich diese harte Arbeit auszahlt und wir auf einem guten Weg sind.“

Benjamin Berger (Bösdorf/Malente): „Bei hoffentlich endlich frühlingsreichen Temperaturen sind wir zu Gast beim TSV Lensahn, der mit zwei Siegen aus der Winterzeit kommt und vor allem mit dem 7:1-Sieg gegen den TSV Klausdorf II für Aufsehen gesorgt hat. Ich glaube, dass der TSV nichts mehr mit dem aus der Hinrunde zu tun hat. Beide Rathje-Brüder sind wieder dabei, mit Jammeh haben sie einen weiteren Torjäger gefunden und Daniel kann so langsam aus dem gesamten Kader verfügen. Daher müssen wir am Sonntag auf der Hut sein und dürfen das Spiel auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen – ansonsten kann es böse ausgehen. Mir stehen nahezu alle Spieler zur Verfügung. J. Saggau muss aufgrund des Platzverweises pausieren, M. Saggau befindet sich aktuell in Mexiko und Florian Bruckschlögl hat am vergangenen Wochenende beim Spiel der Zweiten eine Gehirnerschütterung erlitten, sodass er uns fehlen wird. Ansonsten sind alle Mann an Bord, sodass ich aus den vollen schöpfen kann. Aufgrund der Tabellenplatzierungen ist hier aus meiner Sicht nicht erkennbar, wer der Favorit ist. Jedoch müssen wir, um weiter oben irgendwie dran bleiben zu können, einen Sieg beim TSV Lensahn holen. Dafür haben wir uns bestens vorbereitet und haben klare Spielmuster besprochen. Ich glaube, das wird ein interessantes und intensives Spiel am Sonntag.“

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