
Fehmarn – Der zwölfte Spieltag in der Kreisliga Südost wird bereits am Freitagabend eröffnet. Gleich zwei Spiele steigen unter Flutlicht, dabei treffen zwei Gegensätze aufeinander. Auf Fehmarn möchte die SG Insel nach zwei Niederlagen wieder punkten, doch zu Gast ist das aktuelle Team der Stunde. In Preetz gilt es für die heimische FT, die beiden sieglosen Spiele ohne eigenen Treffer abzuschütteln und wieder dreifach zu punkten. Dabei fehlen allerdings einige Spieler gegen einen starken Gegner. Außerdem steigt ein absolutes Kellerduell in Dannau. Dort peilen beide Teams das Ende einer Serie an.
SG Insel Fehmarn – Eutin 08 II (Fr., 19.30 Uhr)
Es sollte der Fall in die Realität für die SG Insel Fehmarn sein. Nach einem starken Saisonstart inklusive Tabellenführung gab es zuletzt zwei deutliche Pleiten. Beim TSV Lensahn unterlag die Mannschaft von Andre Hack deutlich mit 1:7, wo man dem aktuellen Tabellenführer in allen Belangen unterlegen war. In der vergangenen Woche reichte eine gute Hälfte nicht aus, um bei der SG Dersau/Kalübbe zu punkten, sodass es am Ende auch dort eine Pleite gab. Man musste sich von der Spitze verabschieden, doch Grund zur Panik ist dies nicht. Schließlich ist die SG Insel, die sich in den vergangenen Jahren meist im Tabellenmittelfeld, eher mit Blick nach unten, wiederfand, absolut im Soll. Nun soll allerdings die Heimserie am Leben gehalten werden, denn auf der Sonneninsel wurden bisher alle Spiele gewonnen. Dies soll sich bestenfalls auch nicht ändern, wenn es am Freitagabend mal zu einer Seltenheit kommt. Heimspiele unter Flutlicht sind in der Regel eine Seltenheit bei der SG Insel, doch nun ist es mal soweit. David Beljan sagt: „Wir haben Dersau abgehakt und das Spiel ausdiskutiert. Wir haben momentan nicht das nötige Glück vor dem Tor, also müssen wir noch härter trainieren und uns das nötige Glück erarbeiten, so einfach ist das.“ Zu Gast ist Eutin 08 II und somit ein Team, das in den vergangenen Jahren immer wieder ganz oben dabei war und in dieser Saison nach schwierigem Start immer mehr in Fahrt kam. Daher ist die SG Insel gewarnt. Beljan sagt: „Mit Eutin II kommt eine Wundertüte zu uns, die aktuell fünf Spiele ungeschlagen ist. Wir spielen zu Hause am Freitagabend unter Flutlicht auf einem guten Rasenplatz, bessere Voraussetzungen kann man fast nicht haben. Die letzten Jahre haben wir uns immer schwergetan gegen Eutin, dies wollen wir am Freitag ändern. Uns erwartet eine spielerisch starke Mannschaft, die eigentlich viel höher in der Tabelle stehen müsste. Das wird ein geiles Spiel – wir haben Bock.“
Eutin 08 II hat in der vergangenen Woche ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit 3:0 sollte die Mannschaft aus der Kreisstadt sich bei der bis dato zu Hause unbesiegten FT Preetz durchsetzen. Es war ein Achtungserfolg, denn ohnehin unterlag die FT zuvor erst einmal. Der Eutiner Trend zeigt mit fünf ungeschlagenen Spielen, darunter zuletzt vier Siegen, steil nach oben. Man kommt immer mehr in Fahrt und ärgerte dabei neben Preetz auch Gremersdorf. So hat man es sich das am Waldeck vorgestellt. Die jungen Spieler, die aus der A-Jugend hochrückten, kommen immer mehr in Fahrt und allgemein fruchtet das neue System von Trainer Florian Schumacher immer mehr. Nun soll die Serie fortgesetzt werden, doch die anstehende Auswärtsaufgabe ist sicherlich nicht die einfachste. Auf Fehmarn tut sich niemand leicht, doch blickt man auf die vergangenen Jahre, sollte Eutin gegen den kommenden Gegner überzeugen. Die vergangenen vier Duelle wurden gewonnen, darunter drei ohne Gegentor. Vergangenes Jahr gab es auf Fehmarn einen 5:0-Auswärtserfolg. Nun sind die Voraussetzungen gerade personell etwas anders. Florian Schumacher sagt: „Wir fahren am Freitagabend zur SG Insel Fehmarn. Drittes Freitagabendspiel in Folge. Leider ist unsere Personaldecke sehr angespannt aufgrund von Studienfahrten, Urlaub und Krankheitswelle. Dennoch werden wir eine schlagkräftige Truppe an den Start schicken und wollen die drei Punkte mit von der Insel nehmen. Fehmarn hatte einen guten Start und hat mit Cismar und Göhl/Oldenburg auch gegen favorisierte Gegner gewonnen. Wir sind also gewarnt.“
FT Preetz – TSV Gremersdorf (Fr., 19.30 Uhr)
Zuletzt sollte die FT Preetz nach einem guten Saisonstart etwas schwächeln. Es gab nur einen Punkt aus zwei Spielen, dabei waren beide im heimischen Fichtestadion. Dort gab es zuvor noch die Maximalausbeute trotz starker Gegner. Einige Favoriten aus Ostholstein wurden dort geärgert. Das 0:0 gegen Dersau sowie die 0:3-Heimniederlage gegen Eutin war allerdings bitter für die Preetzer. Diese empfangen nun den TSV Gremersdorf und wollen offensiv wieder mehr Durchschlagskraft kreieren. Dabei muss man allerdings auf mehrere Spieler verzichten. Torhüter Deniz List und Stürmer Michel Danberg sahen in der vergangenen Woche die Rote Karte und sind daher gegen Gremersdorf beide gesperrt. Zuletzt fehlte auch Spielertrainer Florian Manstein, der im Urlaub verweilte. Personell sah es schon einmal besser aus, denn vor allem vorne muss nun improvisiert werden. Die Hoffnung liegt dabei auf Özal Berk. Dieser kam in dieser Saison noch nicht so richtig in Fahrt, doch dass er die nötige Qualität hat, zeigte seine Torausbeute in den vergangenen beiden Spielzeiten. Für sein jetziges Team war er in der abgelaufenen Spielzeit der beste Torschütze und ein Jahr zuvor, als er noch für die SG Kühren spielte, sollte er es ebenfalls sein. Wo das Tor steht, weiß er also allemal.
Der TSV Gremersdorf geht favorisiert ins Spiel bei der FT Preetz. Mit 23 Punkten belegen sie den zweiten Platz. Zuletzt feierte man zwei deutliche Siege gegen Lütjenburg (6:1) und Dannau (8:1), doch dabei sollte jeweils nur über eine Hälfte so richtig überzeugt werden. Ansonsten war Trainer Ippig nicht komplett zufrieden. Nun in Preetz braucht es über 90 Minuten eine starke Leistung, denn die Aufgabe wird keine einfache. Im Fichtestadion gewinnen nur die wenigsten. Christian Ippig sagt vor der kommenden Aufgabe: „Ein schweres und richtungsweisendes Auswärtsspiel in Preetz liegt vor uns. Auf dem engen kleinen Platz kann die FT ordentlich Druck machen. Darauf müssen wir uns einstellen, uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchbringen. Leider sieht es personell selbst durch die Abmeldung unserer Zweiten – die infrage kommenden Spieler sind angeschlagen – nicht gut aus. Gestern hat sich Oskar Fink im Training am Knie verletzt und fällt erst einmal aus. Des Weiteren fehlen Dustin Gabbey, Felix Severin und Tim-Ole Uhtenwoldt, sodass wir mit zwölf Spielern und zwei Torwärten anreisen werden. Preetz hat sich zwar durch die zwei roten Karten im letzten Spiel geschwächt, dies macht sie aber nicht einfacher. Sie werden sicherlich alles für die beiden Spieler reinwerfen. Es wird ein heißes Spiel.“
TSV Dannau – TSV Lütjenburg (Fr., 19.30 Uhr)
Schon früh in dieser Saison wartet ein echtes Kellerduell. In Dannau trifft der Tabellenvorletzte das Schlusslicht der Liga. Es ist ein Duell, das mit Blick auf den Saisonausgang von enormer Bedeutung sein könnte. Der heimische TSV Dannau gewann bis dato erst ein Spiel, dieses zum Auftakt gegen den SV Rickling. Es folgten zwar weitere Punkte, doch mehr als Teilerfolge sollten nicht eingefahren werden. So zeigte der Trend steil nach unten. Doch man zeigte auch zwei Gesichter, denn während es in der Fremde viel Lehrgeld zu zahlen gab, sollte es zu Hause gute Auftritte geben. Man fährt nicht gerne zum Aufsteiger. Nun gastiert der TSV Lütjenburg und dieser wartet nach elf Spielen noch immer auf den ersten Punkt. Zwar gab es zuletzt Leistungssteigerungen, wie gegen die FSG Saxonia, wo man zwischenzeitlich am Ausgleich anklopfte, doch die Punkte bleiben nun mal aus. Daher soll es im Kellerduell am Freitag dringend das Ende der Niederlagenserie geben.









