
Hannover – Am Sontag musste Holstein Kiel in der 2. Bundesliga eine klare Niederlage bei Hannover 96 hinnehmen. Es war die dritte Pleite in Serie für die Störche, bei denen damit einhergehend vermehrt Unruhe einkehrt.
„Mussten richtig ums Spiel kämpfen“
Holstein-Coach Marcel Rapp sah einen schlechten Start seiner Mannschaft: „Wir sind natürlich sehr, sehr schlecht ins Spiel gekommen, sind kaum in die Zweikämpfe gekommen und haben insgesamt überhaupt nicht gut verteidigt. Das war ganz anders, als wir uns das vorgenommen hatten. Wir wussten aber auch, was passiert, wenn man so verteidigt – und genau das ist dann eingetreten. Wir liegen früh 0:2 zurück und spielen dann gegen einen Gegner mit viel Selbstvertrauen, der sehr ballsicher ist. Da mussten wir schon richtig ums Spiel kämpfen. Kurz vor der Halbzeit hatten wir noch eine gute Möglichkeit.“
„Absolut verdient verloren“
„Nach der Pause war es dann besser. In der zweiten Halbzeit war es insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. Mit dem 2:1 hatten wir den Moment, in dem ich dachte, jetzt kann das Spiel vielleicht noch kippen. Allerdings haben wir unsere Angriffe in dieser Phase nicht sauber genug zu Ende gespielt. Trotzdem muss man sagen, dass Hannover immer wieder zu guten Konterchancen gekommen ist und das Spiel auch früher hätte entscheiden können“, so Rapp weiter, der zusammenfasst: „Am Ende haben wir daher absolut verdient verloren. Wir müssen uns ganz klar ankreiden lassen, dass wir in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht gut waren. Und so gehen wir heute als verdienter Verlierer vom Platz.“
„Ich fange nicht mit Finger-Pointing an“
Das bei einem Negativlauf auch die Stimmen bezüglich des Trainers lauter werden, liegt auf der Hand. Diese kommen jedoch ausschließlich von einzelnen Fans, denn Kiels Sportchef Olaf Rebbe stärkte Rapp den Rücken: „Der Trainer ist die ärmste Sau. Wir sind alle in einem Boot. Und ich fange nicht mit Finger-Pointing an, dass der Trainer schuld ist, die Mannschaft und wen wir da noch alles nennen können. Wir haben uns gemeinsam an die Ohren zu fassen und das Thema ruhig zu lösen.“
Bildquellen
- Rapp: Lobeca/Henning Rohlfs
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