
Lübeck – Der fünfte Spieltag in der Kreisliga Süd steht vor der Tür und wird bereits am Freitagabend mit dem Auswärtsspiel des Eichholzer SV II beim ATSV Stockelsdorf eröffnet. Doch auch am Sonnabend und Sonntag soll es einige vielversprechende Partien geben, in denen einiges zu erwarten ist.
Ratzeburger SV II – SV Grün-Weiß Siebenbäumen (Sa., 14 Uhr)
Am vergangenen Sonntag hatte das Warten für den Ratzeburger SV II ein Ende. Der erste Sieg in der Kreisliga war in trockenen Tüchern und dieser sollte kein normaler sein. Zur Pause war die Zweitvertretung noch defensiv enorm unter Druck und hatte Glück, dass es keinen deutlichen Rückstand zur Pause gab. Stattdessen glich man selbst aus und kippte das Spiel nach dem Seitenwechsel komplett auf seine Seite. 4:1 stand es nach einer knappen Stunde und am Ende sollte es einen verdienten 5:4-Sieg beim TSV Schlutup geben. Auf diesem gilt es nun aufzubauen, doch mit dem SV Grün-Weiß Siebenbäumen wartet eine ganz harte Aufgabe. Die Favoritenrolle geht klar an den Verbandsligaabsteiger, der vor wenigen Jahren noch fünf Spielklassen höher als der kommende Gegner spielte.
Aufsteiger möchte sich nicht verstecken
Nun möchte Ratzeburg die ersten Punkte zu Hause holen und mit Hilfe der eigenen Stärken überraschen. Der Gegner hat sich allerdings mit einem 12:0-Sieg eine Menge Selbstvertrauen geholt und die perfekte Antwort auf die Auswärtsniederlage beim TSV Zarpen gezeigt. Man darf sich gegen den im Aufstiegsjahr ungeschlagenen RSV II allerdings keineswegs zu sicher sein, denn dieser malt sich trotz der Außenseiterrolle durchaus etwas aus. Paul Dietz sagt vor dem Spiel: „Wir freuen uns auf ein geiles Derby, viel schwieriger könnte die Aufgabe dabei nicht sein. Wir empfangen Siebenbäumen, welche alle Mittel in die Hand genommen haben, um den Wiederaufstieg zu schaffen. Wir gehen also als krasser Underdog in die Partie, werden uns aber keinesfalls verstecken und wollen den Rückenwind der ersten drei Punkte mitnehmen.“ In den vergangenen Wochen gab es durchaus einen Positivtrend bei der Mannschaft vom „Riemann“, die allerdings trotzdem noch nicht ganz in der neuen Liga angekommen ist. Der Trainer sagte: „Bisher war von Spiel zu Spiel eine Entwicklung zu erkennen, wir werden aber sicherlich noch etwas brauchen, um voll in der Saison anzukommen, die angespannte Personallage bleibt fast unverändert, wir wollen zuhause mutig und aggressiv auftreten und dann etwas Zählbares zuhause behalten.“
SV Fortuna St. Jürgen – SV Viktoria 08 (So., 13 Uhr)
Der SV Fortuna St. Jürgen ist sicherlich nicht so gestartet, wie man es sich gewünscht hat. Das Ziel war es, in diese Spielzeit endlich mal ohne Startprobleme in die Saison zu kommen, doch erneut sollte man sich früh ziemlich weit unten in der Tabelle finden. Vier Spiele, vier Niederlagen stehen auf dem Konto der Mannschaft von Andre Meese, die dadurch derzeit die Rote Laterne hochhält. Nun soll endlich der Knoten platzen, nachdem am Mittwochabend bereits eine Leistungssteigerung zu sehen war. Im Kreispokal unterlag St. Jürgen dem TSV Schlutup erst im Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten stand es 1:1. An diesem Auftritt gilt es nun anzuknüpfen, denn es braucht dringend die ersten Punkte. Mit dem SV Viktoria 08 kommt eine Mannschaft, die im vergangenen Jahr mit 4:0 auf der Falkenwiese geschlagen wurde. Im Rückspiel hatte Fortuna allerdings durch ein spätes Gegentor mit 0:1 das Nachsehen. Nun vor dem Aufeinandertreffen sagt Nikolay Frech: „Wir sind hochmotiviert, am Sonntag gegen Viktoria ein anderes Gesicht zu zeigen. Uns ist bewusst, dass wir in vielen Bereichen Verbesserungsbedarf haben, und genau daran wollen wir anknüpfen. Zur personellen Situation möchten wir nicht viel sagen und vor allem keine Ausreden darin suchen, dass uns Spieler fehlen. Entscheidend ist, wer am Sonntag auf dem Platz steht. Und jeder, der das Trikot trägt, wird bereit sein, alles dafür zu geben, um gemeinsam die drei Punkte zu holen.“
Viktoria hadert mit Verletzungen
Der SV Viktoria 08 hat insgesamt zwar schon vier Punkte auf dem Konto, doch so richtig zufrieden zeigt man sich ebenfalls noch nicht. Der einzige Sieg war ein 3:2-Ausrufezeichen gegen den Eichholzer SV II, bei dem die Mannschaft von Timur Akgün eine starke mannschaftliche Geschlossenheit zeigte und die drei Punkte als Kollektiv hart erkämpft wurden. Am Sonntag folgte ein Remis gegen die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg, wo man ein gutes Spiel ablieferte, doch zwischenzeitlich den Faden verlor. Im Pokal folgte das Ausscheiden gegen den SV Azadi Lübeck (0:3). Dort sah es personell bereits schwierig aus und so soll es nun erneut der Fall sein. Im dritten Auswärtsspiel stehen dem Trainer nicht allzu viele Optionen zur Verfügung. Nach zwei Pleiten in der Fremde ist das Ziel allerdings ganz klar: „Zunächst werden wir mit einigen verletzten Spielern, auf eine Breite im nächsten Spiel enttäuscht blicken müssen. Dennoch wird es unser Ziel sein, etwas Zählbares auswärts mitzunehmen.“
TSV Zarpen – TSV Kücknitz (So., 13.30 Uhr)
Der TSV Kücknitz hat in dieser Saison bereits zwei Gesichter gezeigt. Zu Hause wurden beide Spiele gewonnen und die Maximalausbeute eingefahren, doch auf fremdem Platz sieht es etwas anders aus. Dort gab es Niederlagen gegen Eichholz II (0:3) und die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (2:4). Zuletzt wurde sogar gegen den klassentieferen SV Eintracht Lübeck verloren. Auf dem Neuhof schied man trotz 2:0-Führung mit 2:3 aus. Zudem verlor der TSV mit Marvin von Ohlen den Kapitän, der sich schwer verletzte und ausfallen wird. Nun steht das Gastspiel beim TSV Zarpen an, einem ungeschlagenen Aufsteiger, der zu Hause seit über einem Jahr nicht verlor und sogar Siebenbäumen bezwang. Kücknitz-Coach Mirco Groß sagt vor dem Duell über den Gegner: „Zarpen hat in den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt und steht daher völlig verdient ganz oben. Wir erwarten einen starken Gegner, der größtenteils mit langen Bällen agiert und uns damit vor allem in der Defensive fordern wird. Darauf müssen wir vorbereitet sein und die richtigen Lösungen finden, um am Ende erfolgreich zu sein.“ Zur Herangehensweise setzte er fort: „In erster Linie wollen wir an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Fortuna anknüpfen. Im Pokal unter der Woche haben wir einiges ausprobiert und einigen Jungs bewusst eine Pause gegönnt. Der Fokus liegt für uns ganz klar auf der Liga, auch wenn wir natürlich jedes Spiel gewinnen wollen. Gleichzeitig wollen wir mit dieser Aussage die gute Leistung von Eintracht im Pokal keineswegs schmälern.“
Kücknitz mit großen Sorgen
Neben dem besagten van Ohlen werden dem TSV einige weitere Spieler am Sonntagmittag in Nordstormarn fehlen. Der Trainer sagt dazu: „Mittlerweile sieht es personell leider überhaupt nicht mehr gut aus. Bereits im Pokal mussten wir auf Burow, Katran, Birkholz, Maletzki, Lambrecht und Pia verzichten. Nun hat sich Marvin gestern auch noch schwer am Sprunggelenk verletzt und wird uns vermutlich länger fehlen. Dazu mussten Mo und Firdaus nach rund 50 Minuten mit einem dicken Knie beziehungsweise einer Muskelverletzung runter. Sean kommt gerade erst aus seiner Verletzungspause zurück. Ich will aber nicht jammern – wir werden trotzdem irgendwie eine Mannschaft auf den Platz bekommen, auch wenn sehr wahrscheinlich der kleine Bus reichen wird.“
Hält die Serie weiter an?
Der TSV Zarpen hat mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen einen beeindruckenden Start hingelegt. Der Aufsteiger feierte Siege gegen Azadi II (4:1), Siebenbäumen (3:1) und zuletzt bei Lübeck 1876 (3:2) und grüßt von ganz oben. Die Stormarner sind noch immer ungeschlagen und wollen dies auch nach dem Sonntag noch bleiben. Zu Hause gab es ohnehin seit langer Zeit keine Niederlage mehr, was die Mannschaft von Tobias Clasen auch für diese Aufgabe Mut macht. Der Coach sagt: „Wir müssen die entscheidenden Situationen besser ausspielen und mehr Bewegung ohne Ball in den gefährlichen Räumen hinbekommen. Gleichzeitig wollen wir die positiven Dinge aus der vergangenen Woche mitnehmen – vor allem unseren Einsatz, die Laufbereitschaft und den Zusammenhalt als Mannschaft. Wir erwarten ein intensives Spiel gegen einen Gegner, der uns sicherlich nichts schenken wird. Wir müssen von Anfang an wach sein, die Zweikämpfe annehmen und unsere Qualität auf den Platz bringen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die drei Punkte holen. Personell kommt der eine oder andere verletzte Spieler gerade zurück zur Mannschaft.“
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – VfL Rethwisch (So., 14 Uhr)
Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg kam schleppend in die neue Liga. Nach zwei Niederlagen zum Start gab es zunächst den erlösenden Sieg gegen Kücknitz (4:2), bevor man allerdings erneut nur über ein 1:1 beim SV Viktoria 08 hinaus kam. Der Start war sehr durchwachsen und nun schied man auch noch gegen den Ratzeburger SV aus dem Pokal aus. Dies ist allerdings keineswegs eine Schande, denn schließlich kommt dieser aus der Landesliga, sodass Wentorf der klare Underdog war. Dafür machte die SG es allerdings sehr gut und hielt das Spiel lange Zeit offen. Darauf gilt es nun anzuknüpfen, wenn mit dem VfL Rethwisch eine Mannschaft zu Gast ist, die gut gestartet ist. Vor diesem Spiel sagt Dennis Hadler: „Wir wollen gern an unsere Leistung der letzten Heimspiele anknüpfen, was wir abstellen müssen, sind unsere individuellen Fehler im und vor dem eigenen Strafraum. Mit Rethwisch kommt ein Gegner, der überraschend gut in die Saison gestartet ist. Wir sind also gewarnt und erwarten eine eingespielte Mannschaft, welche vor allem übers Kollektiv kommt. Nichtsdestotrotz ist unser klares Ziel, das Heimspiel zu gewinnen und die drei Punkte in Wentorf zu halten. Personell ist es zu den letzten zwei Spielen unverändert. Stand jetzt kehren weder Spieler zurück noch fallen neue Spieler aus.“
Torreiche Duelle in der Vergangenheit
Beim VfL Rethwisch ist man sehr zufrieden mit den ersten Wochen der Saison. Sieben Punkte aus vier Spielen sind für die Mannschaft vom Burchrader Weg eine gute Ausbeute, vor allem mit Blick auf das Startprogramm. Travemünde und Breitenfelde/Mölln konnten beide nicht in Stormarn gewinnen. Vier Punkte holte der VfL aus diesen beiden Spielen, sodass die Ausbeute sich sehen lässt. Verloren hat man einzig gegen den Eichholzer SV II, als es zur Pause bereits 1:6 stand. Im zweiten Durchgang zeigte Rethwisch allerdings Moral und kam auf 4:6 ran. Weitere Treffer waren absolut möglich, doch blieben aus, sodass die Aufholjagd nicht mit Punkten belohnt wurde. Nun steht für die Mannschaft von Trainer Till Knifka eine schwierige Aufgabe an, denn es geht in den Kreis Herzogtum-Lauenburg. Dort soll die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg bezwungen werden und auch in der Fremde wieder gepunktet werden. Vor diesem Spiel sagt der VfL-Coach: „Wir erwarten einen robusten und Kampfstarken Gegner der uns wie immer alles abverlangt. Leider sind wir aktuell ein bisschen von Verletzungen geplagt, sodas wir ein bisschen umbauen und improvisieren müssen. Ich bin mir aber sicher das es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Wir müssen die Intensität hochhalten und den Genger Maximal nerven. Dank holen wir die drei Punkte.“ Die bisherige Bilanz der beiden Kreisligisten ist sehr ausgeglichen, wobei die SGWSS leicht die Nase vorne hat. Klar ist auf jeden Fall, dass es zwischen diesen beiden Teams eine Menge Tore in der Vergangenheit gab. Mehr als fünf pro Spiel im Schnitt machen auch am Sonntag Mut für ein weiteres Offensivspektakel.
Krummesser SV – Lübeck 1876 (So.,14 Uhr)
Das Ergebnis am vergangenen Wochenende las sich für den Krummesser SV nicht gerade angenehm. Im Auswärtsspiel beim SV Grün-Weiß Siebenbäumen unterlag der Aufsteiger deutlich mit 0:12 und musste trotz ohnehin großer Personalsorgen noch weitere Ausfälle verkraften. Es war ein bitterer Nachmittag, den man allerdings auch realistisch bewertet. Die bittere Realität ist gleichzeitig aber auch, dass der KSV nun auf dem 14. Platz steht und sich nach dem Sieg zum Start früher als erhofft im Tabellenkeller wiederfindet. Es ist bitter für die Mannschaft von Andre Bargholt, der mit seiner Mannschaft nun am Sonntag allerdings den zweiten Heimsieg holen möchte. Zu Gast ist Lübeck 1876, eine Mannschaft, die Licht und Schatten in den ersten Wochen der Saison bot. Der Trainer sagt vor dem Spiel: „Wir wollen am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen als letztes Wochenende. Trotz sehr angespannter Personallage aufgrund einer Vielzahl an Verletzungen, wollen wir den Kampf annehmen und etwas zählbares mitnehmen. Ich erwarte nach der deftigen Klatsche letztes Wochenende an dem sich dem Schicksal kampflos ergeben wurde eine Reaktion der Mannschaft, es erwartet uns mit 76 ein kampfstarker Gegner.“
Beendet Krummesse den Negativtrend?
Die 1:6-Niederlage von Lübeck 1876 zum Start bei der SG Breitenfelde/Mölln ließ schon ordentlich aufhorchen. Nach einem Umbruch und dem Pokalaus gegen Stockelsdorf war es eine bittere Pleite in Lauenburg. Es folgte allerdings die perfekte Reaktion mit den beiden Siegen gegen Wentorf (2:0) und den SV Fortuna St. Jürgen (3:2). Schon sah es wieder gut aus für die Mannschaft von Uwe Buchholz, die zuletzt allerdings wieder verlor. Eine 2:0-Führung wurde komplett aus der Hand gegeben, sodass es am Ende eine 2:3-Niederlage war. Spät hatten die Lübecker das Nachsehen. Nun soll erneut eine Reaktion gezeigt werden, wie bereits nach der besagten ersten Saisonniederlage, doch einfach wird es beim Aufsteiger nicht. Man wird viel mehr selber kreieren müssen, deutlich mehr den Ball haben und wenn es nach dem KSV geht, eine Menge Geduld brauchen. Es ist das bereits 14. Duell der beiden Mannschaften, wobei die Bilanz mit sieben Siegen für die Lübecker spricht. Dreimal verließ Krummesse als Sieger den Platz. Vor dem Spiel am Sonntag sagt Buchholz: „Wir müssen am kommenden Wochenende an unser Limit gehen, wenn wir in Krummesse erfolgreich sein wollen. Wir haben in der letzten Woche eine 2:0-Führung leichtfertig verspielt. Das haben wir in der Trainingswoche aufgearbeitet und wollen und werden es gegen Krummesse besser machen. Auf geht’s 76.“
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Travemünde (So., 15 Uhr)
Das Topspiel an diesem Spieltag steigt am Sonntag in Breitenfelde. Am Uhlenbusch begrüßt die SG Breitenfelde/Mölln mit dem TSV Travemünde eine Top-Mannschaft der Liga. Beide peilen das obere Tabellendrittel an und sind gut in die Saison gestartet, sodass ein packendes Duell zu erwarten ist. Die SG ist zu Hause nur schwer zu bezwingen, startete mit zwei Heimsiegen und erzielte dabei sogar acht Tore. Der Angriff der Lauenburger ist die große Stärke, wobei nicht ein einziger Spieler heraussticht. Es ist die gesamte Offensive, die überzeugt, wobei sich Marvin Edler und Philipp Reimann klar hervorheben. Für beide steht nun die Aufgabe gegen einen starken Gegner an, der zuletzt gegen Eichholz II einen Punkt holte. Trainer Arne Riewe sagt vor dem Spiel am Sonntag: „Drittes Heimspiel für uns, zwei davon gewonnen und das wollen wir auch gegen Travemünde. Es kommt ein Hammergegner zu uns, der bisher super Ergebnisse erzielt hat. Wir sind natürlich vor der Offensive gewarnt, aber wenn wir an die Leistung der vergangenen Spiele anknüpfen und das auch auf 90 Minuten durchbekommen, wird es ein spannendes Spiel. Leider müssen wir nach wie vor auf Wolf, Henningsen sowie Sult verzichten, die für unser Offensivspiel extrem wichtig sind. Ich glaube aber schon, dass wir dennoch die ein oder andere Chance bekommen werden. Wir bleiben mutig und risikofreudig.“
Können die Monte-Kicker diesmal Breitenfelde schlagen?
Zwei Siege aus vier Spielen holte auch der TSV Travemünde in den ersten Wochen der neuen Saison. Gegen den SV Viktoria 08 (5:1) und ATSV Stockelsdorf (6:0) wurden deutliche Siege eingefahren und zuletzt gab es eine Punkteteilung gegen den Eichholzer SV II, wo sich die Monte-Kicker mindestens auf Augenhöhe mit der Zweitvertretung präsentierten. Das Haar in der Suppe des Travemünder Saisonstarts ist sicherlich die Niederlage beim VfL Rethwisch, wo auf einem schweren Geläuf kaum etwas so lief, wie es sich vorgestellt wurde. Nun wartet erneut ein Untergrund, der das Fußballspielen nicht gerade einfacher macht. Dort gab es vergangene Saison ein torloses Remis. In beiden Duellen gegen Breitenfelde/Mölln gab es keinen Sieg der Mannschaft von Christian Jetz. Diesen soll es nun gegen den Tabellennachbarn geben. Der Trainer sagt: „In Breitenfelde haben wir die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. Wir haben personell fast alle an Bord und möchten an die Eichholzleistung anknüpfen. Wichtig ist aber, dass wir Konstanz reinbekommen.“
TSV Schlutup – SV Azadi Lübeck II (So., 14 Uhr)
Der SV Azadi Lübeck II ist nach der 1:4-Pleite in Zarpen am ersten Spieltag gut in der neuen Saison angekommen. Drei Siege gab es für die Zweitvertretung, die somit auf Platz drei der Tabelle steht. Der Auftakt war gut und vor allem die Defensive hat sich enorm stabilisiert. Nur drei Gegentore gab es aus den vergangenen drei Spielen. Vorne klappte es am vergangenen Wochenende gegen Stockelsdorf (6:2) auch deutlich besser, sodass sich die Überlegenheit auch mal im Ergebnis widerspiegelte. Nun wartet am Sonntag das Heimspiel gegen den TSV Schlutup und an diesen erinnern sich die Mannen von Omar Yassin noch sehr gut. Vier Punkte gab es vergangene Saison gegen die Mannschaft vom Palinger Weg. Vor allem im Hinspiel, wo es auswärts einen 7:2-Erfolg gab, sollte die Zweitvertretung die Fehler des Gegners gnadenlos bestrafen. Dies hofft man nun erneut.
Borja möchte ein anderes Gesicht sehen
Der TSV Schlutup hat am Sonntag gegen Ratzeburg II zwei Gesichter gezeigt. Eine starke erste Hälfte, wo man eigentlich schon alles klar machen könnte, stand einer katastrophalen zweiten gegenüber. So gab es die erste Niederlage in dieser Saison. So gab es zwei Siege aus den ersten vier Ligaspielen. Die Ausbeute ist in Ordnung, doch die Chancenverwertung enttäuscht Schlutup. Nun soll bei einem starken Gegner eine Steigerung her. Mit dem Viertelfinaleinzug im Kreispokal im Rücken möchte man nun den dritten Dreier holen. Am Mittwoch wurde Fortuna St. Jürgen im Elfmeterschießen aus dem Pokal geworfen. 1:1 hieß es nach 90 Minuten. Nun wartet eine Aufgabe, die Trainer Robertino Borja als Härtetest einordnet. Dort möchte er ein anderes Gesicht von seiner Truppe sehen: „Mit dem Einzug in die nächste Pokalrunde konnten wir am Mittwochabend das Spiel vom Wochenende zumindest ein Stück weit vergessen machen. Jetzt gilt es aber, gegen Azadi ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir müssen wieder mehr Aggressivität und Leidenschaft auf den Platz bringen. Auch unser Spiel nach vorne muss wieder besser und zielstrebiger laufen. Mit Azadi erwartet uns ein harter Brocken. Eine Mannschaft mit vielen erfahrenen Fußballern, die einen guten Ball spielen können und uns alles abverlangen werden. Das wird der erste echte Härtetest, bei dem die Jungs zeigen müssen, wohin sie wollen. Dafür müssen wir von der ersten Minute an alles reinhauen und füreinander kämpfen.“
Der 5. Spieltag im Überblick
ATSV Stockelsdorf – Eichholzer SV II (Fr., 19 Uhr)
Ratzeburger SV II – Grün-Weiß Siebenbäumen (Sa. 14 Uhr)
SV Fortuna St. Jürgen – SV Viktoria 08 (So., 13 Uhr)
TSV Zarpen – TSV Kücknitz (13.30 Uhr)
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – VfL Rethwisch (14 Uhr)
TSV Schlutup – SV Azadi Lübeck II
Krummesser SV – Lübeck 1876
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Travemünde (15 Uhr)







